Anders leben: Die „Segeljungs“ hängen auf Curaçao fest – tauchen und Netflix

„Illegal im Land seit über 24 Stunden“

Einklarieren in Zeiten von Corona? Gar nicht so einfach. Auf Curaçao bekommen die Segeljungs die Auswirkungen der Pandemie zu spüren. Auch sie sind nun seit ein paar Wochen zur Zwangspause verdonnert. Die Weiterreise? Erst einmal ungewiss.  

Im Spätsommer 2018 brachen sie auf Fehmarn zur Weltumsegelung auf – mit ihrer 14-Meter-Stahlketsch „Eira“ und kaum Segelerfahrung. Seitdem haben die „Segeljungs“ aus Bayern einiges geschafft: Ihren Kritikern zum Trotz gelang ihnen schon nach wenigen Monaten an Bord sogar der Sprung über den Atlantik. SegelReporter berichtete immer wieder über die Reise der Abiturienten, die unter anderem auf YouTube einen ehrlichen Einblick in ihr Bordleben geben.

Ihre „Eira“ tauschten sie irgendwann gegen die 17-Meter-Aluyacht „Arrya“. Aus vier Segeljungs wurden schließlich zwei. Zuletzt segelten Tim und Vincent schließlich mit zwei kurzzeitigen Mitseglerinnen durch die karibische Inselwelt. Bis Mitte März noch ohne Einschränkungen durch die Corona-Krise. Angekommen auf Curaçao sollte sich das jedoch ändern. In ihrem neuesten Video berichten sie nun von den Schwierigkeiten bei der Einreise, die Mitseglerin Denise zunächst den Heimflug kosteten.

Zwangspause auf Curaçao: Tauchen, Netflix, Bootsarbeiten

Viel getan hat sich seitdem nicht in Sachen Weiterreise. Die Segeljungs sitzen auf der niederländischen Karibikinsel fest. Lockdown im Urlaubsparadies. Die Ausgangsbeschränkungen seien recht strikt, erzählten sie kürzlich im Interview mit der Süddeutschen Zeitung.

„Über die Feiertage war alles dicht. Normalerweise darf man nur zum Einkaufen oder vielleicht in die Apotheke. Aber wir können hier zum Beispiel zum Riff schwimmen und tauchen gehen. Aber sonst machen wir so ziemlich dasselbe wie alle momentan. Auf dem Boot hängen und Netflix schauen“, so Vincent. Außerdem auf dem Programm: Bootsarbeiten.

Weiterfahrt durch den Panamakanal?

Auch wenn die Zwangspause schlimmer ausfallen könnte, hoffen Tim und Vincent, bald weitersegeln zu können. Vermutlich werde es bald in Richtung Panamakanal gehen, verkündeten sie zuletzt auf Instagram. Der sei nämlich wieder für die Durchfahrt geöffnet.

Ob ihre Pläne für die nächsten Monate noch aufgehen, ist derzeit völlig ungewiss. Eigentlich sollte es unter anderem nach Polynesien, Australien, Indonesien, Madagaskar und Südafrika gehen. Weitersegeln wollen die bayerischen Jungs aber auf jeden Fall.  

3 Kommentare zu „Anders leben: Die „Segeljungs“ hängen auf Curaçao fest – tauchen und Netflix“

  1. avatar Steffen sagt:

    …also tatsächlich finde ich diese komplette instagram /YouTube Reiserei auf groß dimensionierten Schiffen inzwischen ziemlichen Selbstinszenierungs Quatsch der völlig seinen Reiz verloren hat, tja. Das es auch anders geht zeigen meiner Meinung nach z.B die sailing conductors

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 10 Daumen runter 1

  2. avatar Emmi sagt:

    @ Steffen:

    Oder Pandorak: Lofoten https://www.youtube.com/watch?v=HXlxTCZWAAw
    Faröer https://www.youtube.com/watch?v=Z_Dq0f3WwW8

    Zeit nehmen und genießen. Ohne große Worte.

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  3. avatar Claus Harder sagt:

    Die Jungs können mir echt leid tun mit Ihren Reiseproblemen.
    Allerdings haben Sie ein besseres Geschäftsmodell als Hotels, Kneipen und Restaurants.
    Gute Story posten = sorgenfrei. Ich warte auf den Spendenaufruf, weil die Maschine streikt.

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