Anders leben: Yacht renovieren statt studieren – 22-Jährige kauft Yacht für 1 Euro

"Meine Eltern halten mich für verrückt"

Justyna (22) hatte keine Lust mehr zum Studieren. Dann bot sich ihr plötzlich eine erstaunliche Möglichkeit, die ihr Leben veränderte.

Die Polin Justyna sah eine Anzeige im Internet, über die ein älteres Ehepaar auf Malta sein Schiff verkaufen wollte. Für 20 Euro buchte Justyna einen Billigflug nach Malta und traf sich mit den Maltesern. Sie erstaunt über den guten Zustand der Yacht und auch enttäuscht, denn damit überstieg vermutlich der Wert ihr schmales Budget.

Aber sie täuschte sich. Bei einem Abendessen machten die Eigner klar, dass es ihnen weniger um das Geld ging als darum, “den Richtigen” für das Schiff zu finden. Sie fragten: “Wie viel kannst du geben?”, und erfuhren dann, dass die Studentin ziemlich knapp bei Kasse war.

Als sie schließlich den Verkauf für einen Euro vorschlugen, brach Justyna in Tränen aus. Damit hatte sich nicht gerechnet. Aber sie machte Nägel mit Köpfen, zog nach Malta, wohnt auf dem Schiff und versucht nun, zu erforschen, wie man das Boot wieder in Schuss bringt.

Sie rechnet erst einmal mit zwei Jahren Arbeit. Aber ein neuer Job auf Malta ermöglicht ihr, die Wartezeit zu überstehen, und etwas Budget zu sammeln. Es muss sich zeigen, ob sie ihren Traum wirklich erfüllt. Die Eltern jedenfalls sind nicht begeistert. “Sie halten mich wohl für ein bisschen verrückt.”

Elayna und Riley von der Vagabonde haben die junge Polin getroffen und interviewt, während sie selber im Hafen von Malta liegen.

 

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2 Kommentare zu „Anders leben: Yacht renovieren statt studieren – 22-Jährige kauft Yacht für 1 Euro“

  1. avatar HighTide.cc sagt:

    Sailing la Vaganbonde und vielleicht noch drei andere sind gut und können auch was; seglerisch wie kommunikativ. Zwischenzeitlich aber sehe ich immer mehr Lebensverweigerer dieser Art, als tatsächliche Überzeugungstäter. Das Thema schwappt ja nun auch auf das WoMo Thema über. Selbst bei unserer NIKE (Untie the lines), die ich sehr schätze, überwiegt zwischenzeitlich bei mir mehr Mitleid. Sie schraubt, schrubbt und spart ständig und von einer Welt in Freiheit und Schönheit sehe ich immer weniger. Aber gut, mei, ein neuer Hippi-Lifestyle. Eine Ausstiegsvariante eben. Muss man mögen. Zumal nicht alle nach der “Reise” es auch promoten können. Mit 40 aufwärts brauchst dann wieder einen geregelten Job, oder Du vermarktest Deine Reise eben noch. Coaching und Erlebnisberichte in Unternehmen, nur die dortige Zuhörerschaft braucht eben auch Glanz. Eine 1 EUR Yacht oder “KARL” wollen viele ebne auch nicht geschenkt haben. We will see. Es werden noch einige kommen, denke aber “La Vagabonde” macht es richtig und bleibt die Benchmark.

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  2. avatar Martin sagt:

    Ich finde es toll, dass es Leute gibt, die so leben wollen und auch den Mut haben, das durch zu ziehen. Was ich allerdings nicht verstehe ist, warum mann um einen Euro einen wirtschaftlichen Totalschaden kauft, in den man man 30.000 Euro investieren muss, bis er halbwegs läuft und Monate bis Jahre basteln muss. Es gibt immer wieder für sehr wenig Geld Boote die mehr gepflegt wurden als gesegelt – die kosten bei genauem hinschauen deutliche weniger als dieses Boot. Das ist in meinen Augen nicht sehr gut durchdacht.

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