Aufgegebene X-Yacht geborgen: Zwei mögliche Ursachen für das Leck am Ruderschaft

Schraube locker?

Im Rahmen der Atlantic Rally for Cruiser hat es insgesamt drei Notfälle gegeben. Auf den tragischen Unfall des französischen Seglers Max Delannoy auf der X4.3 „Agecanonix“ und die Aufgabe der Hanse 588 „Charlotte Jane III“ folgte die Evakuierung einer niederländischen Crew von Bord der X4.9 “Brainstorm” im Rahmen der ARC January. Das Schiff ist inzwischen geborgen und untersucht worden.

Die Crew vor dem Start © WCC / Jésus de Leon

“Brainstorm” segelte auf halbem Weg über den Atlantik, als die Probleme auftraten. Bei der X4.9 lockerte sich der Ruderschaft im oberen Lager. Die Welle bewegte sich und Wasser trat ein. Die vierköpfige Besatzung konnte nicht mehr steuern und die Leckagen nicht schließen. Sie befürchtete das Sinken der Yacht. Schließlich sendete sie einen Notruf und ließ sich abbergen. Das Sicherheitssystem der ARC griff. Zwei teilnehmende Yachten wurden umgeleitet. Sie nahmen die Segler auf.

Ende Januar erreichte ein beauftragtes Bergungsunternehmen die herrenlose Yacht, die nach einer Woche immer noch schwamm. Den Rettern gelang es, den Wassereinbruch provisorisch zu stoppen. Dann nahmen sie “Brainstorm” auf den Haken und schleppten sie 400 Meilen nach Las Palmas auf Gran Canaria.

Die niederländische Zeitschrift Zeilen berichtet, dass die Yacht dort von Thomas Mielec erwartet wurde, der bei X-Yachts in Dänemark die Design- und Engineering-Abteilung leitet. Er untersuchte den Schaden und bestätigte, dass sich Ruder und Ruderwelle aus dem oberen Lager gelöst hat und das Schiff dadurch unsteuerbar wurde.

Lockere Sicherungsschraube

Der Technik-Chef erklärt, dass bei der X4.9 die verschiedenen Teile des oberen Lagers mit einer Mutter gesichert sind und diese Mutter ihrerseits mit einer Schraube fixiert ist. Dennoch habe sich die Mutter gelöst

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Carsten Kemmling

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Ein Kommentar „Aufgegebene X-Yacht geborgen: Zwei mögliche Ursachen für das Leck am Ruderschaft“

  1. avatar PL_joachim.huntgeburth sagt:

    Wenn diese “Madenschraben” über die Sicherheit des Boots entscheiden dann ist die Konstruktion gefährlich.
    Wenn ich das richtig sehe, kann das Ruderblatt aus dem oberen Lager rutschen und bleibt dann mit dem Ruderquadranten auf der Dichtung vom Koker liegen. Der Rudergänger (Autopilot?) merkt wahrscheinlich garnicht, dass der Koker gerade aus dem Rumpf gebrochen wird.

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