Außenbordkameraden: 80.000 Forellen in die Ostsee geflüchtet

Petri Heil

Ein maltesischer Frachter ist in den Damm einer Forellenzucht östlich der Kleiner-Belt-Insel Aarø im  gefahren. Durch das Loch im Damm sind etwa 80.000 Fische entkommen.

Regenbogenforelle

Die Regenbogenforelle. Gut 80.000 sind nun vor der dänischen und deutschen Küste unterwegs.

Wer sich in diesen Tagen noch auf Ostsee-Törn begibt und eine Beziehung zum Angeln hat, dürfte viel Spaß daran haben, die Rute über Bord zu halten. Denn der maltesische Frachter “Karmel” ist gegen den Damm einer Forellenzucht bei der Insel Aarø im kleinen Belt gefahren und beschädigte mit dem Bug die Käfige der Fischfarm Snaptun Fisk-Export.

Dabei sind gut 80,000 schlachtreifen Regenbogen-Forellen entkommen. Der Schaden für die Fisch-Firma soll etwa 1,2 Millionen Euro betragen. Nun befürchten einige Beobachter
ein dauerhaftes Ungleichgewicht im Bestand der Unterwasser-Fauna.  So können den heimischen Arten die neuen Fressfeinde zu schaffen machen.

Aber eine sprunghafte Vermehrung ist offenbar nicht zu befürchten. Christoph Petereit vom Geomar Kiel sagte SHZ.de, da es sich bei den entflohenen Fischen um nicht geschlechtsreife, ausschließlich weibliche Forellen aus der Kaviar-Zucht handele.

Freuen könnte sich möglicherweise der Ostsee-Delfin. Der dürfte einen reich gedeckten Tisch vorfinden.

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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3 Kommentare zu „Außenbordkameraden: 80.000 Forellen in die Ostsee geflüchtet“

  1. avatar Theo Scheurmann sagt:

    Super Geschichte, vor allem für die Delfine 🙂
    Weiss aber jemand etwas über das Überleben von Süsswasserfischen im Meerwasser?

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  2. avatar KeinFischexperte sagt:

    Forelle=Süßwasserfisch=sofortiger Tod? Theodor….frag mal Tante Google oder n Buch oder n Angler…..

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  3. avatar Udo sagt:

    Regenbogenforellen können im Salzwasser leben, sie waren ja auch in einem Netz in der Ostsee.

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