Auszeit im Südpazifik mit der Segelyacht “Zephyrus”

Raus aus dem Hamsterrad

Tina und Sönke machen einen “Ausflug” und berichten nicht nur mit faszinierenden Fotos auf ihrem Blog sauweitweg.com davon. Es ist schon fast eine Anleitung zum Nachmachen. Ihre Yacht “Zephyrus” sucht jetzt neue Abenteuerlustige.

Einfach mal raus aus dem Alltag, das berühmte “Hamsterrad” hinter sich lassen, sich neuen Herausforderungen stellen. Getraut hätten wir es uns wahrscheinlich nicht, wenn uns gute Freunde nicht zufällig unserem Segelboot “Zephyrus” in Neuseeland vorgestellt hätten und kein Zweifeln gelten ließen. Jetzt, fast 2 Jahre nach Beginn unseres Abenteuers, blicken wir zurück und können es oft gar nicht glauben. Der Südpazifik und Zephyrus haben gehalten, was sie versprochen haben.

Neuseeland, das Seglerparadies

Omar Bay, Kenepuru Sound

Omar Bay, Kenepuru Sound © T&S Schäfer

Neuseeland, hier fing alles an. Ein Seglerparadies mit malerischen Buchten, rauer Küste, die bei näherem Hinsehen doch eigentlich recht sanft anmutet. Wir haben sie lieben gelernt, die geschützten Verstecke, die Inseln voll üppigem Urwald und die Unterwasserwelt, die ihresgleichen sucht. Anfang Oktober 2013 zogen wir auf unser 37-Fuß langes schwimmendes Zuhause. Nach gut zweimonatigen Arbeiten, in denen die Lady nicht nur äußerlich, sondern auch inhaltlich aufgepeppt wurde, ging es los.

Das Wetter kann an diesem weit entfernten Ort in der südlichen Hemisphäre unberechenbar sein. Das hat es uns direkt auf unserer ersten großen Fahrt, die Westküste der Nordinsel hinunter, spüren lassen. Die Dame “Zephyrus” zeigte uns jedoch, dass nicht das Boot, sondern oft der Mensch das schwächere Element von beiden ist. Solide und treu führte sie uns zu den schönsten Plätzen rund um die berüchtigte Cook Strait, den Abel Tasman Nationalpark, die Marlborough Sounds und nicht zuletzt die Hauptstadt Wellington.

Wetter und Magie

ile des Pins in der suedliche Lagune Neukaledoniens

Der “Ausflug” mit der “Zephyrus” führte von Neuzeeland über Fidschi nach Neukaledonien und zurück. Hier: Ile des Pins in der südliche Lagune Neukaledoniens © T&S Schäfer

Nach gut 1600 Seemeilen rund um die Nordinsel fühlten wir uns vor allem mental gewappnet für unseren ersten echten Blauwassertörn. Vom Seglerdorf Whangarei aus sollte es 1200 sm Richtung Fidschi gehen. Das Wetter war auch hier wieder ein großes Thema, da nach Ende der Zyklonsaison im Südpazifik das Wetter häufig noch einige Zeit braucht, um einen konstanten, berechenbareren Süd-Ost-Passat aufzubauen. Nicht so einfach, vor allem, wenn man schon unterwegs ist. Wir hatten das Pech, dass ein tropisches Tief seine Richtung änderte und wir uns plötzlich in der sogenannten “Squash zone” wiederfanden. Geduld und zweieinhalb Nächte beiliegen haben uns auch diese Wetterkapriole überstehen lassen, unbeschadet, wenn man die eingeschränkte Nahrungsaufnahme nicht mitzählt.

Es gibt magische Plätze im Südpazifik, die Atolle der Minerva-Riffe gehören definitiv dazu. Unbewohnt, nur wenige Seemeilen im Durchmesser, ca. 270 sm bis zum nächsten Hafen, bei Flut überspült, voller Haie und Schildkröten. Fünf Tage warteten wir in dieser Unwirklichkeit auf ein Wetterfenster, das uns nach letztlich noch abenteuerlicher Ankunft bei Nacht nach Suva, Fidschi’s Hauptstadt, brachte.

Fidschi – liebenswert und bunt

Fidschi’s über 300 Inseln erlebt man am besten per Boot, am allerbesten mit dem eigenen. Gute 3 Monate haben uns viel Zeit gegeben, in Fidschis Leben einzutauchen und dieses ist herzlich, bunt, laut und traditionell. Von den quirligen Märkten Suvas zu den abgelegenen Dörfern in Kadavu, von den “Yacht-freundlichen Resorts” bis nach Rabi, wo die Menschen eigentlich nicht mal Fidschianer sind, vom trockenen Westen in den üppig-grünen Osten, von der fröhlichen Überwasser- zur atemberaubenden Unterwasserwelt des Rainbow Reefs. Wir haben versucht, jedes Wasser zu erschnorcheln, jede Frucht zu probieren sowie Leben und Geschichte zu atmen. “Zephyrus” hat uns all dies ermöglicht.

Neukaledonien – landschaftlich interessant, politisch jedoch nicht glücklich

Nach einer Rekordpassage, in der “Zephyrus” über Tage im “Schmetterling” die Wellen ausritt, hieß das nächste Ziel Neukaledonien. Frankreich zeigt sich unverkennbar, der soziale Unterschied zwischen Weißen und Kanak ist bezeichnend. Deshalb segelten wir “Zephyrus” auch so schnell es ging hinaus in die Lagune und die lässt wieder träumen. Weiße Korallen auf rotem Sand in den Buchten Grande-Terres, kleine versprenkelte Koralleninseln, für jedes Boot eine eigene, und nicht zuletzt die schneeweißen Strände der Île des Pins.

Ausführliche Details zur "Zephyros" gibt es auf www.sauweitweg.com

Ausführliche Details zur “Zephyrus” gibt es auf www.sauweitweg.com

Mit dem Frühling im Südpazifik kam auch die Zyklonsaison zurück und damit für uns der Abschied von Neukaledonien. Unsere letzte große Passage ließ uns unser Boot noch einmal genießen, so könnte es immer sein.

Rund 6000 sm später, wieder in Neuseeland, und einiges an Erfahrung reicher müssen wir zurück in heimische Gewässer. “Zephyrus” darf bleiben und sucht Abenteuerlustige, die über den Horizont segeln und eine Auszeit unter Segeln wagen möchten. Alles ist möglich, man muss sich nur trauen.

Webseite sauweitweg.com

Zur SR BilderStory

 

Spenden
http://nouveda.com

Ein Kommentar „Auszeit im Südpazifik mit der Segelyacht “Zephyrus”“

  1. avatar Markus sagt:

    Beeindruckende Reise mit sehr schönen Bildern!
    Wenn wir nicht schon unsere eigene Yacht hätten, wäre das bestimmt eine Option…

    Wünsche Euch viel Erfolg beim Bootsverkauf und einen guten Wiedereinstieg in Deutschland!

    LG Markus

    Like or Dislike: Daumen hoch 3 Daumen runter 0

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sicherheitsfrage (SPAM-Schutz): *