Bald schnellster Monohull der Welt? „Speed Dream“, irres Design für maximalen Vortrieb

Langer Hebel, schnelle Fahrt

"Speed Dream" Rendering. Gewicht nach Luv, und alles wird gut. © Speed Dream

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12 Kommentare zu „Bald schnellster Monohull der Welt? „Speed Dream“, irres Design für maximalen Vortrieb“

  1. Wilfried sagt:

    Hallo WB,

    wenn schon Klugscheisser -modus an dann aber physikalisch richtig. Der Unterschied der Frage warum man etwas macht und was man dabei an zum Teil erwünschten oder unerwünschten Nebeneffekten bekommt sollte man schon auseinandernhalten können. Physikalischer Fakt ist , dass jemand der ein Rigg nach Luv neigt – weshalb auch immer – nunmal eine nach oben gerichtete Komponente am Segel bekommt und zugleich den Druckpunkt des Segels nach Luv verschiebt. Wer sein Rigg nach Lee neigt nur um den Kiel aus dem Wasser zu bekommen bekommt eine nach unten gerichtete Komponete. Diese unerwünschten Komponente dann mit einem horizontalen Profil im Wasser wieder auszugleichen erzeugt weiteren Widerstand. Somit alles kontraproduktiv für Geschwindigkeit.

    Wenn du die Speed-sailing Konzepte der letzten Jahre anschaust arbeitet keiner mit einer Leeneigung des Mastes.

    Gruß Wilfried

  2. Wilfried sagt:

    Ich glaube, dass das ganze nicht funktionieren kann. Insbesondere wo liegt die konstruktive Verbesserung gegenüber einer Proa. Ich muss hier das Boot massiv krängen bis endlich der Kiel aus dem Wasser kommt. Dann müsste ich um iregendwelche Effektivität zu behalten den Mast brutal nach Luv neigen. So wie das jetzt aussieht hat man einen gigantischen Hebel des Segels , der durch Widerstand im Wasser irgendwie kompensiert werden muss. Alle wirklich schnell segelnden Konstruktionen versuchen mit dem Druckpunkt des Segels nach Luv zu kommen oder zusätzlich sogar Auftrieb (Kiter, Surfer und andere..) zu generieren. Und eine neckisch geformte Schwertflosse sieht zwar für den Designer geil aus wirkt aber auch nicht besser als ein leicht gebogenes Steckschwert. Ich teile hier die Meinung von Ketzer, dass das nichts werden kann. Aber anscheinend scheint er ja einen Geldgeber zu finden, der Aero- und Hydrodynamik nicht so wichtig findet.

    Gruß Wilfried

    P.S.: einen Kiel in der Luft kann auch durch einen Schlitten mit Gewicht ersetzen. Siehe IC-Kanu

    • Christian sagt:

      @wilfried: Der durchschnittliche IC-Kanu-Segler hat aber nicht so einen niedrigen Cw-Wert wie eine Kielbombe 😉

      Ich finde das Projekt toll, und sein Unterhaltungswert ist schon jetzt enorm. Übrigens schallte den allermeisten Innovationen nicht nur im Segelsport anfangs Skepsis und Abneigung entgegen…

      • Wilfried sagt:

        Richtig, aber bei den Flügelmotten hatte man wenigstens eine Idee dass es klappen könnte. Übrigens, auch die neigen ihr Boot nach Luv um Lift auf den Tragflügel und das Segel zu bekommen. Keins der neuen Konzepte besteht aus einer extremen Neigung nach Lee.

        An dem cw-Wert vom IC-Segler kann ja noch gearbeitet werden. Wieso sitzen die auch quer zur Fahrtrichtung :-).
        Gruß Wilfried

      • Wilfried sagt:

        Richtig, aber bei den Flügelmotten hatte man wenigstens eine Idee dass es klappen könnte. Übrigens, auch die neigen ihr Boot nach Luv um Lift auf den Tragflügel und das Segel zu bekommen. Keins der neuen Konzepte besteht aus einer extremen Neigung nach Lee.

        An dem cw-Wert vom IC-Segler kann ja noch gearbeitet werden. Wieso sitzen die auch quer zur Fahrtrichtung :-).

        Und nebenbei, bei genauer Betrachtung (weiß auch nicht warum mir das nicht sofort aufgefallen ist) ist auf keinem Bild der Kiel über der Wasserlinie. Also doch nur ein extremer Canting-kiel fürs glatte Wasser? Aber was ist dann noch revolutionär?

        Gruß Wilfried

    • WB sagt:

      Sorry Winfried, aber ich glaube das Dir bei Segelphysik etwas der Durchblick fehlt. Eine Foiler-Motte und ein Windsurfer Rigg kippt man nicht nach Luv um horizontalen Lift am Segel zu erzeugen. Der Windsurfer macht es um das System im Kräftegleichgewicht zu halten und der ‚Foiler –Mottensegler’ um Amwind die Lateralkraft zu erhöhen und den dynamischen Lift am Foil zu kontrollieren.

      Klugscheisser-Modus aus, aber musste mal gesagt werden bei soviel selbstgestrickter Physik.

  3. Marc sagt:

    Ich glaube nicht, dass der Rekordversuch bei Wasser mit Welle stattfinden wird 😉

    Also nicht nur unken, es geht um ein schnelles Boot bei Idealbedingungen, genau wie die Kiter sie im Kanal hatten, flaches Wasser, wenig Welle, viel Wind. Es wird halt nur für einen speziellen Zweck konstruiert: schnell fahren!
    Ein Formel 1 Auto würde die Rally Dakar auch nicht überstehen.

  4. Ketzer sagt:

    Das sieht für mich mehr nach einem wilden Design-Projekt aus. Solche Träumereien gab’s doch immer wieder und sie scheiterten allesamt an der praktischen Umsetzung. Designer halt…

  5. Hurghamann sagt:

    Ausfahrbarer Canting Kiel, da möchte ich mal die konstruktive/material Lösung sehen die die Lasten abkann. Erinnert an transparentes Aluminium.

  6. Christian sagt:

    @Tommy: Warum soll ein Wavepiercer-Bug die Kursstabilität negativ beeinflussen? Da gibt es doch gar keinen Grund dafür. Und auch die bisherigen Erfahrungen seit M. Curry decken diese Aussage nicht. Wenn, dann erzeugt wohl eher das Profil auf der Leeseite ein Drehmoment.

    Mag sein, dass ein solcher Bug ein etwas nasseres Segeln bedeutet. Wobei das aber auch eher mit Speed & Freibordhöhe zu tun hat.

    Anyway: Das Ding würde ich gerne mal segeln sehen…

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