Big Picture: So kann eine Segelyacht nach einem Jetski-Crash aussehen

"Inakzeptables Verhalten"

Vor dem französischen La Baule an der Atlantikküste ist es zum viel befürchteten Crash eines Jetskis mit einer Segelyacht gekommen. Die Yacht ist ein Totalschaden. Die Segler fordern schärfere Regelungen, um so etwas zu verhindern.

So kann ein Segelboot nach einem Jet-Ski-Crash aussehen.

Für viele Segler sind Jetskis ein Graus. Man liegt in einer schönen Ankerbucht, genießt die Ruhe, lässt die Seele baumeln – dann nähert sich dieses Geräusch. Erst im Tonfall einer nervigen Mücke, später dann wie bei einem Formel1-Rennen.

Aber die Lärmbelastung ist nur ein kleines Problem, wenn man sich die Segelyacht ansieht, die am Wochenende vor La Baule 70 km westlich von Nantes mit einem Jetski kollidiert ist. Der Schaden sieht so aus, als sei es zu einem extrem harten Aufprall gekommen.

Erstaunlicherweise soll der verantwortlich Jetski-Fahrer nicht verletzt sein. Möglicherweise ist er vor der Kollision abgesprungen. Aber für Yacht dürfte der Crash zu einem Totalschaden geführt haben.

“Geißel für die Umwelt”

Der Segler, der die Aufnahme im Social Network gepostet hat, spricht von einem “Bekloppten, der sich, wie die meisten Jetski-Fahrer, nicht um die Regeln der Navigation auf See und um die Sicherheit kümmert”.

Er fordert: “Dieses inakzeptable Verhalten muss aufhören, bevor weitere Katastrophen geschehen. Die Behörden müssen Entscheidungen treffen, damit all dies aufhört, bevor es in La Baule Bay oder anderswo zu Todesfällen kommt. Jetskis sind ohnehin eine Geißel für die Umwelt wegen der Lärmbelastung und des Spritverbrauchs. Sie sind aber eine noch viel größere Gefahr für unsere Sicherheit”.

Gerade in der Bucht vor La Baule kommen sich Jetskis und Segler sehr nahe. Die Atlantikküste weist in diesem Gebiet einen der längsten Badestrände Europas auf, und entsprechend ist es vom Tourismus geprägt. Vor genau einem Jahr ist zu einer ähnlichen Kollision eins Jetskis mit einem Cruiser-Katamaran gekommen.

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

5 Kommentare zu „Big Picture: So kann eine Segelyacht nach einem Jetski-Crash aussehen“

  1. avatar Thosi sagt:

    “Geißel für die Umwelt” trifft es ganz gut. Ich würde noch “… und für die Menschen” hinzufügen.
    Weshalb wir es als Gemeinschaft tolerieren, dass in der Natur ein solch für Umwelt und Menschen belastendes Spektakel veranstaltet wird, ist nicht nachvollziehbar. Dazu zählen auch viele Motorboote, die mindestens so laut sind und ein Vielfaches an Sprit, zum Spass in der Freizeit, verblasen.
    Ich denke man kann es gut mit der Natur in den Bergen vergleichen. Dort wäre es undenkbar, ein solches Spektakel zu veranstalten (obwohl es dort auch manche versuchen). Man sucht dort ja schließlich die Ruhe und Erholung, wie auf dem Wasser eigentlich auch.

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    • avatar Kugelfisch sagt:

      Das kannst Du auch in den Bergen haben. Fahr mal an einem schönen Sommertag an den Kesselberg (zwischen Kochel- und Walchensee in Oberbayern), da kannst Du viele Mopedfahrer bewundern, die nichts Besseres zu tun haben, als rauf und runter zu fahren. Gerne den halben Tag lang, gerne auch mit fünfstelligen Drehzahlen. Hören kann man sie auf dem gesamten Walchensee, Du kommst dem Krach nicht aus…

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  2. avatar Martin sagt:

    Humans of late capitalism.

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  3. avatar Jörg Tragert sagt:

    Unnötige Stimmungsmache. Wieviel Kollisionen anderer Wasserfahrzeuge untereinander gibt es, ohne zu schreien, Segler Motorboote, Frachter etc. müssen verboten werden. Warum
    können sogenannten Wassersportler nicht einmal tolerant gegenüber anderen Freizeitinteressen sein. Ich segle, windsurfe, surfe, standup-paddle und ja ich fahre auch Jetski und wakeboarde und egal wohin man kommt, immer ist es die jeweilige „community“, die die anderen als Störenfried empfindet. Schade.

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    • avatar Thosi sagt:

      …Stimmungsmache interessiert mich nicht. Ich stelle nur die Frage, ob wir es wollen, dass die Entwicklung so weiter geht? Fakt ist, dass unser See an schönen Wochenenden, wie zur Zeit, voll ist mit Motorbooten. Ich war neulich auf dem Pfänder und habe von oben ca. 700 Motorboote gezählt, nur allein in der Bregenzer Bucht. Wenn Du am Sonntag mit deinem Segler rausfährst, hast Du folglich einen Dauerlärm, da kannst Du auch mit dem Liegestuhl an die Hauptstrasse sitzen. Ergo, an den Wochenenden fahren wir unter 3 Bft gar nicht mehr raus, weil es nicht auszuhalten ist. Das alles findet statt in der Natur, im Ökosystem. Wenn das für alle so in Ordnung ist, ok. Für mich und vermutlich auch die Natur (die kann leider nicht schreiben) ist es nicht in Ordnung, daher ist es, glaube ich, nicht zu viel verlangt, sich kritisch mit dem Thema zu befassen.

      Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 6 Daumen runter 0

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