Blauwasser: Langfahrt-Seglerin Mareike Guhr auf Zwischenstopp in Deutschland

Füße platt und viel erlebt

Für sechs Wochen macht Weltumseglerin Mareike Guhr Pause vom Blauwassersegeln. Noch bis Sonntag berät die Hamburgerin auf der boot charterinteressierte Besucher und freut sich auf die Fortsetzung ihrer Reise mit wechselnden Mitseglern auf ihrem Kat in der Südsee.

Nach über 20 Stunden Flug endlich zu Hause in Deutschland! Mareike hat sich auf Weihnachten, die Familie und Freunde gefreut. Doch irgendwie ist es nur Stress, ein Termin jagt den anderen: „Viel Zeit habe ich in Wartezimmern verbracht!“ Denn die 45-Jährige leidet nach vier Jahren an Bord und unterwegs in warmen Gefilden an Senk- bzw. Spreizfüßen. „Das kommt vom vielen Barfuß laufen und Flip-Flop tragen!“ erklärt Guhr.

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Die Ankerbucht nach 3.000 Seemeilen

Mit ihrem Katamaran „La Medianoche“ hat sie inzwischen rund 20.000 Seemeilen hinter sich gebracht. Breaking Point der Reise, die im März 2012 auf Lanzarote begann, war die Durchquerung des Panamakanals: „Ein Wahnsinnsgefühl – endlich war ich im Pazifik angekommen“, erinnert sie sich an den Moment, als das letzte Schleusentor aufging.

Ein weiterer Höhepunkt war die Ankunft auf den Marquesas: „Von den Galapagosinseln bis zu den Marquesas sind es 3.000 Seemeilen, die Inseln liegen mitten im Pazifik, die Strecke sind wir zu Zweit gesegelt! Wenn man dann nach 18 Tagen dort ankommt, von anderen Weltumseglern mit Riesengrapefruit begrüßt wird, ist das schon sehr bewegend.“

Eine seglerische Herausforderung waren für die erfahrene Blauwasserseglerin die vielen kleinen Atolle in der Südsee: „In die ringförmigen Korallenriffe gelangt man oft nur durch eine sehr enge Passagen, in denen zum Teil eine starke Strömung steht. Aber wenn man das geschafft hat,  ist es eine Offenbarung“, schwärmt sie.

Auch 2014 geht es mit „La Medianoche“ zu entlegenen und wunderschönen Ecken der Welt. Anfang April geht es für die Chartergäste – bis zu sechs Kojen bietet Mareike auf allen Törns an – nach Polynesien zu den Inseln von Tonga und Vavau. Es folgen die Fidjis, Vanuatu und Neukaledonien, bevor im September 2014 erstmalig Australien angelaufen wird. „Unsere Route ist keine klassische Charterroute – es sind wirklich Ziele, die man sonst nicht oder nur schwer erreichen kann,“ freut sich Guhr.

Abseits der Charterrouten

Törns abseits der Charterrouten © moonsailing.de

Noch bis Sonntag ist die Weltumseglerin täglich auf der boot in Düsseldorf bei der Törnberatung im Einsatz, am Freitag um 15 Uhr zeigt sie die Höhepunkte ihrer bisherigen Reise auf der Multihull-Bühne beim Vortrag „Mit dem Kat und wechselnden Mitseglern zu den schönsten Segelspots der Welt“ .

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Eine Koje chartern auf der “La Medianoche”

 

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3 Kommentare zu „Blauwasser: Langfahrt-Seglerin Mareike Guhr auf Zwischenstopp in Deutschland“

  1. avatar Erdmann sagt:

    Plattfüße vor lauter Barfußrouten-Cruising. Das Problem hätte ich auch gern

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 17 Daumen runter 6

  2. avatar LaserRecke sagt:

    Ich habe nach dem “x” gesucht um die Werbung wegzuklicken… Erfolglos!

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 18 Daumen runter 8

  3. avatar yuammy sagt:

    Oder vielleicht mal den Arzt wechseln: “Barfuß gehen” hilft bei Senk- oder Spreizfüßen die notwendige Muskulatur aufzubauen.

    …was sicherlich hier das Problem ist: Das lange Stehen an Bord und die erhöhte Veranlagung bei Frauen zu Bindegewebsschwäche.

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 11 Daumen runter 8

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