ClubSwan 125: Schnellster Monohull aller Zeiten? – Rybolovlev Eigner der 20 Millionen Yacht

Länge läuft

An Dimitry Rybolovlev (54) hat die finnische Swan-Werft Nautor große Freude. Nach einer ClubSwan 50 und 36 bewegt er nun den ersten 125-Fußer dieser neuen Bauserie.

Dmitry Rybolovlev hat das eine oder andere Milliönchen auf dem Konto. Mit 6,7 Milliarden Dollar gehört er laut Forbes zu den reichsten Menschen des Planeten. Obwohl er 2014 mit einer der teuersten Scheidungen in die Schlagzeilen geriet. 3,3 Milliarden sollte er seiner ex-Frau zahlen. Schließlich soll er doch günstiger mit gut 600 Millionen davongekommen sein. Vielleicht, weil er versprach, dem Töchterchen ein Schiff zu kaufen?

Skopidi kann bis zu 2000 qm Segelfläche tragen. © Nautor

Bei der Swan Sardinia Challenge Ende Juni steuerte jedenfalls die gemeinsame Tochter Anna eine der zehn ClubSwan 36 mit einer achtköpfigen Frauencrew. Papa Dimitry segelte derweil seine ClubSwan 50 “Sparti” auf Platz zwei, knapp hinter Marcus Brennecke.

Solche Aktivitäten sollten eigentlich ausreichen für eine engagierte Segelsaisonn, aber Rybolev, dem seit 2011 auch der französischen Fußball-Erstligisten AS Monaco gehört, scheint nicht ausgelastet. Jedenfalls hat er sich nun als neuer Eigner der ersten ClubSwan 125 geoutet, die gerade ihre ersten Meilen auf dem Wasser absolvierte.

Die Dimension des Rumpfes im Vergleich zum Vorschiffsmann. © Nautor

Das neue Schiff heißt “Skorpios”, wie eine griechische Insel, die sich im Besitz des Familienkonzerns befindet. Es könnte das schnellste Offshore-Einrumpfboot aller Zeiten sein und soll das schon beim Rolex Fastnet Race beweisen.

Jede Menge Crew ist nötig© Nautor

Es wurde entwickelt, um die Rekorde der Einrumpfboote auf der ganzen Welt zu schlagen. Dabei täuscht die Einordnung in die ClubSwan-Reihe eher den Aufbau einer Onedesign-Klasse vor. Aber das dürfte wohl nur auch ein schöner Nebeneffekt sein. Angesichts einer Investition von rund 20 Millionen Dollar hält sich die Zielgruppe der Klasseneinsteiger in Grenzen. Allerdings soll es durchaus Interessenten geben, die mit einer eigenen 125 liebäugeln, um sich mit dem russischen Oligarchen zu messen.

Der Stummel des Seitenschwerts guckt aus dem Rumpf. © Nautor

Die Maße der “Skorpios” brechen schon Rekorde. Mit 7,4 Metern entspricht der Tiefgang dem eines kleinen Containerschiffs. Allein die Fockfläche beträgt 413 Quadratmeter. Insgesamt können fast 2.000 qm Segel gesetzt werden, das entspricht siebeneinhalb Tennisplätzen. Am Wind soll “Skopios” etwa 15 Knoten erreichen. Länge läuft.

“Unter Gennaker wird es immer schneller sein als der Wind”, verspricht Designer Juan K. Dabei soll neben dem Neigekiel ein gebogenes C-Schwert zum Einsatz kommen, das auch der ClubSwan 36 Stabilität verleiht. Es wird hydraulisch von Luv nach Lee bewegt und sorgt im Vorschiff für Auftrieb.

© Nautor

Skorpios-Teamskipper ist der ehemalige spanische Tornado-Olympiasieger Fernando Echávarri, der auch eine Nacra17-Kampagne absolviert hat, sich aber nicht für Japan qualifizieren konnte.

Spartanische Inneneinrichtung. © Nautor

© Nautor

Doppelruder in Walflossen-Form. © Nautor

 

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

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