Containerschiff auf Grund: Wie es zum rätselhaften Auflaufen gekommen ist

Festgefahren

Man muss sich als Segler manchmal wundern, wie sich die Frachter-Profis auf dem Wasser verhalten. Der Untersuchungsbericht über die Havarie des 334 Meter langen Riesenfrachters “Ever Forward” bringt Erstaunliches zutage.

Das festgefahrene Containerschiff “Ever Forward” in der Chesapeake Bay. © U.S. Coast Guard

Mehr als einen Monat blockierte der Containerriese “Ever Forward” im April die Chesapeake Bay bei Washington, D.C. . 500 der 5000 Container mussten abgeladen und eine Rinne gebaggert werden, bis es Schleppern gelang, das Schiff von wieder in tieferes Wasser zu ziehen. Die taiwanischen Reederei Evergreen Marine wurde zum Running Gag, weil gut ein Jahr zuvor das Schwesterschiff “Ever Given” den Suezkanal und damit  die weltweiten Lieferketten blockiert hatte.

Die Umstände des Unfalls vor Washington blieben ein Rätsel. Wie konnte das Schiff mit seinen 13 Metern Tiefgang so sehr aus dem Fahrwasser geraten? Gab es ein technisches Problem mit der Steuerung?

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

4 Kommentare zu „Containerschiff auf Grund: Wie es zum rätselhaften Auflaufen gekommen ist“

  1. avatar adeeule sagt:

    180grad kursänderung??

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    • avatar Mirko sagt:

      Der Verfasser des Artikels führte während der Erstellung dieses Textes fünf Telefongespräche, die insgesamt über 60 Minuten dauerten. Außerdem schickte er zwei Textnachrichten und begann mit dem Verfassen einer E-Mail, unmittelbar, bevor er diesen Artikel zur Veröffentlichung hochlud…

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  2. avatar Sieg Niep sagt:

    Vielleicht wollte er auch ein paar Runden für seine Lieben, zu Hause sichtbar, drehen, wie der Suez-Fahrer! Ausserdem sollte man als erfahrener Segler immer solchen teilweise wenigerfahrenen Schwerölfahrern weit ausweichen. Wer weiss, welche Aufgaben dieses arme Personal aus Billiglohnländern noch alles nebenher erledigen muss; vermute ich als Seefahrtsleie (aber mit ‘Seepferdchen’ Abzeichen)! Aber als Windsurfer zähle ich mich schon den Seglern nahestehend! 😀

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  3. avatar John Aschmann sagt:

    Ohne genaue Daten ist ein Diagnose nicht möglich.
    Fakt aber ist,dass die Einheiten immer größer werden,ohne dabei zu betrachten,dass es Unterschiede bei den sehr grossen Schiffen gibt.
    Die Tanker wurden auch immer größer, aber sie waren beladen besser zu beherrschen,weil sie nicht so große Windangriffsflächen hatten als die Containerschiffe.
    Im Kanal ist deshalb aufkommender Seitenwind problematisch. Vielleicht war das die Ursache für die tragische Haverie im Sueskanal.

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