Corona in Kroatien: Kann man im neuen Risikogebiet noch segeln? – Covid19 auf Partyschiffen

"Wütend auf Dalmatien"

Kroatien, war laut Deutschem Ferienhausverband in diesem Jahr bisher eines der beliebtesten Reiseziele der Deutschen im Ausland. Auch Segler strömten wieder in das geschätzte Revier. Dazu trugen besonders die relativ moderaten Zahlen der Corona-Infektionen bei.

Die gelben Regionen in Kroatien sind als Risikogebiete eingestuft worden.

Diese Situation hat sich aber längst dramatisch geändert. Am 20. August hat das Robert-Koch-Institut einige Teile von Kroatien als Risikogebiete eingestuft. Darunter Šibenik-Knin im Inland und – besonders für Segler alarmierend – die Küstenregion Split-Dalmatien.

Verlauf der Infizierten-Gesamtzahl.

Insgesamt erreichten die Zahlen der Covid19-Infektionen in Kroatien insbesondere in den vergangenen Tagen Höchstwerte mit zuletzt 306 an einem Tag (22. August). Seitdem verlassen viele Urlauber Kroatien und erleben ein Stau-Chaos, insbesondere an der Grenze zu Österreich, wo nun drastisch kontrolliert wird.

Kroatien-Revier-Experte Karl-Heinz Beständig (69) erklärt im Mare Piu-Blog, wie es zu der Situation gekommen ist. Er macht die laxen Bestimmungen in Dalmatien für die jüngste Krise verantwortlich. Anders als als im Feriengebiet Istrien seien die Berhörden der Region um Split sehr locker mit dem Corona-Virus umgegangen, in Bezug auf Nachtclubs und Diskotheken. Und das habe schnell viele internationale besonders junge Partygänger angelockt. Feier-Schiffe sollen eine große Rolle spielen.

Die täglichen Neuansteckungen in Kroatien.

Beständig sagt: ” Ich bin durchaus wütend auf Dalmatien. Es sind auch viele Jugendliche aus Istrien nach Dalmatien zum Feiern gefahren und trugen das Virus zurück. Hier müsste von der Politik eindeutig die rote Karte gezeigt werden. Man zieht hier eindeutig Jugendliche über Soziale Medien und Internet.”

In der Kvarner-Bucht, sowie auf Cres oder Mali Losinj erkennt er nach gegenwärtigem Stand keine großen Probleme. Der Norden sei “clean”. Istrien und Kvarner hätten sehr niedrige Neuinfektionszahlen wie auch Dubrovnik. Deshalb sieht er die Recherchen für seinen neuen Reiseführer nicht gefährdet, und will ab September wie geplant zwei Monate vor Ort segeln.

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