Corona Krise: Wie MeckPom die jüngsten Aussagen für Sportboot-Skipper interpretiert

Hoffnung auf weitere Lockerungen

Die Segler scharren mit den Hufen. Was bedeuten die jüngsten Aussagen der Bundesregierung zu Lockerungen der Beschränkungen für sie?  Die Wasserschutzpolizei Mecklenburg Vorpommern erkennt darin eine Entschärfung.

“Eigner können wieder zu ihren Schiffen”. Auf diese Nachricht warten hierzulande viele Skipper. Für Mecklenburg Vorpommern ist das schon Realität. Zumindest interpretiert man so die jüngsten Interpretationen der Wasserschutzpolizei Mecklenburg Vorpommern bei der Marina Kröslin.

In der Ostsee-Zeitung sagt Geschäftsführer Falk Morgenstern, dass die am 3. April erlassene Verordnung des Landes MV in Bezug auf Sportboothäfen und Marinas nun von der WaschPo entschärft interpretiert werde. Entsprechend blieben zwar die Anlagen des Hafens für den Publikumsverkehr gesperrt, “aber es ist den Eignern von Schiffen gestattet, zu ihren Schiffen zu gehen und auch Arbeiten an diesen auszuführen.”

Auch Ausfahrten und Übernachtungen sollen nun unter Beachtung der geltenden Regeln möglich sein. Allerdings nur für Bürger mit Erstwohnsitz Mecklenburg-Vorpommern.

Daraus ergeben sich durchaus Möglichkeiten für Sportbooteigner. So dürfen Arbeiten am Schiff im Winterlager ausgeführt werden. Auch aufs Wasser darf man mit seinem Boot, selbst Übernachtungen an Bord sind erlaubt, allerdings unter strengen Auflagen und unter Einhaltung der Regeln der Kontaktbeschränkung.

Weitere Lockerungen gefordert

Bereits in der vergangenen Woche hatten die beiden großen Wirtschaftsverbände BVWW und DBSV Lockerungen der Regelungen gefordert. Möglicherweise sind die Signale aus Mecklenburg Vorpommern richtungsweisend. Allerdings verzeichnet das Bundesland bundesweit auch die niedrigste Corona-Infektionsrate.

In Schleswig-Holstein gelten bis dato die bisherigen Regeln nach denen die Nutzung eines Sportbootes de facto untersagt ist. Die Einreise nach Schleswig-Holstein aus touristischen Zwecken ist nicht erlaubt. Arbeiten im Winterlager dürfen dagegen unternommen werden.

Ähnlich sieht es in anderen Bundesländern aus, auch wenn es hier unterschiedliche Auslegungen gibt. So ist z.B. in Baden-Württemberg die Nutzung der Bundeswasserstraßen wie Rhein und Neckar für den Freizeitverkehr formell nicht grundsätzlich untersagt, faktisch sind aber die Sportboothäfen und Anlegestellen geschlossen und dürfen lediglich für Sicherungsaufgaben betreten werden.

In Bayern ist der Betrieb maschinengetriebener Sportboote gänzlich untersagt, da dies nach Ansicht der Behörden keine sportliche Betätigung darstellt. Auch hier gilt: Sportboothäfen sind dicht.

Die Segelszene schöpft nach den jüngsten Aussagen der Regierung aber zunehmend Hoffnung, dass sie als weitere Lockerung zu interpretieren sind. In den nächsten Tagen werden klarere Regeln erwartet, wie im Bereich der Sportschifffahrt zu verfahren ist. Dabei herrscht die Meinung vor, dass social distancing auf Booten durchaus effektiv einzuhalten ist. Die Öffnung von Marinas und Clubhäusern inklusive der Sanitäranlagen dürfte allerdings nach wie vor Schwierigkeiten bereiten. Vielleicht ist es möglich, klare Regelungen für einen sinnvollen, gefahrlosen Betrieb des Sportboot-Verkehrs zu definieren.

3 Kommentare zu „Corona Krise: Wie MeckPom die jüngsten Aussagen für Sportboot-Skipper interpretiert“

  1. avatar H.Lischke sagt:

    Moin, in Meck Pomm werden durch die Landeswasserschutzpolizei sich widersprechende Aussagen zum Wassersport gegeben.
    Konkrete Frage: Wann können Bootsbesitzer aus anderen Bundesländern, die ihre Boote in Häfen von Meck Pomm haben, wieder zu ihren Booten fahren, um dort notwendige Vorbereitungsarbeiten für das ins Wasser bringen durchzuführen?
    Zweitwohnungsbesitzer auch von außerhalb von Meck Pomm dürfen wieder zu ihren Wohnungen an der Küste von MeckPomm fahren. Warum werden hier Bootsbesitzer anders behandelt?

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 8 Daumen runter 1

  2. avatar HugoPaul sagt:

    Ab dem 25. Mai soll Urlaub in MV wieder möglich sein. In Hotels, Ferienwohnuingen und auf Campinplätzen. Aber nicht auf Sportbooten? Ist das wirklich so gemeint?

    Like or Dislike: Daumen hoch 0 Daumen runter 1

  3. avatar Gerald Hamann sagt:

    Kann man schwedische Häfen anlaufen? Wie ist es mit Polen?

    Like or Dislike: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sicherheitsfrage (SPAM-Schutz): *