Crash-Figaro: Großes Leck nach Kollision mit Kardinaltonne – Gehoben aus 20 Metern Tiefe

Erschreckender Schaden

Fünf Tage nachdem die Figaro 3  “NF Habitat” mit einer Kardinaltonne kollidierte und sank, ist sie wieder gehoben worden. Kann der Schaden nur von den Crash stammen?

Die Figaro 3 “NF Habitat”, die von ihrer zweiköpfigen Überführungscrew gegen die Kardinaltonne Basse Paupian gesteuert wurde, konnte am Wochenende geborgen werden. Fünf Tage lag das Schiff, das normalerweise von Corentin Douguet geskippert wird und François Gabart gehört, auf 20 Metern Tiefe und wurde wohl von der starken Strömung vor der bretonischen Küste hin und her gewirbelt. Aber schließlich konnten spezialisierte Bergungstaucher das Schiff orten und mithilfe von Luftsäcken wieder an die Wasseroberfläche bringen.

Kardinaltonne

Die Kardinaltonne Basse Paupian

Der Zustand ist erschreckend. Dougets Co-Skipper Christian Ponthieu, der während der  Überführung an Bord war, hatte noch von einem geringen Wassereinbruch gesprochen. Und schließlich war die neue Figaro mit den charakteristischen Foils auch noch einige Meilen geschleppt worden, bevor sie versank.

Aber kann der Schaden, der jetzt zum Vorschein kam, alleine von der Kardinaltonne stammen? Oder hat sich das Schiff unter Wasser noch so heftig in der Strömung bewegt, dass der Bug weiter aufgerissen ist?

Figaro Kollision

Der aufgerissene Bug der Figaro 3. Kann es alleine die Tonnen-Kollision gewesen sein? © SNSM Aber Wrac’h

Die Yacht ist im Hafen von Aber Wrac’h ausgekrant worden, und nun wird der Schaden begutachtet. Es gibt noch keine Informationen, ob eine Reparatur möglich ist. Gutachter der Versicherung inspizieren den Rumpf.

Figaro Kollision

“NF Habitat” lag fünf Tage lang auf 20 Meter Tiefe. © SNSM Aber Wrac’h

Skipper Douguet ist sich ziemlich sicher, dass der Schaden eher auf die Zeit auf dem Meeresgrund zurückzuführen ist als durch den Zusammenstoß mit der Tonne. Leider habe man das Schiff erst nach drei Tagen Suche gefunden. Immerhin seien Mast und Takelage fast unversehrt. 

Sportlich fanden Corentin Douguet und Christian Ponthieu immerhin eine schnelle Lösung nach dem Totalverlust. Sie drohten die Tour de Bretagne à la Voile zu verpassen die fünften und letzten Saison-Regatta des Figaro-Profi-Circuits Championnat de France zu verpassen. Aber sie konnten einen anderen Figaro 3 chartern, das Schiff, mit dem Yoann Richomme die Solitaire du Figaro gewonnen hat.

Bei der ersten Etappe belegten sie den 25. Platz von 37 Yachten, beim zweiten Abschnitt liegen sie aktuell auf Rang acht.

 

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

2 Kommentare zu „Crash-Figaro: Großes Leck nach Kollision mit Kardinaltonne – Gehoben aus 20 Metern Tiefe“

  1. avatar pjotr sagt:

    vielleicht die tonne als wegpunkt eingeben?

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  2. avatar Fastnetwinner sagt:

    Auf der Elbe heißt es : “Tünn vorrut, Tünn vorrut, BING, Tünn achterrut, Tünn achterrut”

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