Delfine: “Selfie” und “Delfie” werden zur Attraktion – sie könnten lange bleiben

Förde Flipper

Dolphin watchingHeute, Montag den 15. Februar 2016 gegen 10:30 Uhr in der Flensburger Förde, Delphine begleiten uns

Posted by Segelschiff Bodil on Montag, 15. Februar 2016

 

Der Hype um die Delfine in der Flensburger Förde nimmt immer größere Ausmaße an. Jetzt werden schon Ausflugsfahrten angeboten. Und die Tiere spielen auch noch mit. Zahlreiche Videos zeugen davon.

Die beiden Delfine , die seit einiger Zeitdie Flensburger Förde als Jagdrevier entdeckt haben, sind zu einer echten Attraktion geworden. Die BILD schickte einen Surfer in die Kälte, um ein Foto mit den grauen Meister-Schwimmern zu machen, und ein Video zu drehen. Und die nach dem vorherigen Abstechen nach Schweden von den dortigen Beobachrern auf “Selfie” und “Delfie” getauften Säuger kamen auf Bestellung.

Der Fotograf beschreibt das Making of in seinem Video Blog:

 

Inzwischen legt in flensburg die MS “Möwe” täglich um 14 Uhr zum Dolphin Watching ab mit maximal 48 Gästen, die jeweils 12 Euro zahlen. Und selten werden die Besucher enttäuscht. Der NDR zeigte schon ein Unterwasser-Video.

Förde, delfine

Die Förde-Delfine unter dem Bugspriet des Segelschiffs “Bodil”.

Nun wird spekuliert, wie lange sich die Säuger sich noch in der Umgebung aufhalten. Dass sie hin und wieder einen Abstecher in die Ostsee machen sei nicht unnormal, sagen Wissenschaftler.  Aber die letzte Sichtung von großen Tümmlern soll eben schon 160 Jahre her sein.

Schon ein Jahr in der Ostsee

Die Ostsee ist aber gerade zur jetzigen Jahreszeit attraktiv für die Delfine, da sich hier große Schwärme von Heringe und Sprotten aufhalten. Auf der Jagd werden sie ihnen bis in die Förde gefolgt sein. Und sie stellt sich offenbar auch weiterhin als ergiebig dar.

“Selfie” und “Delfie” werden weiterziehen, möglicherweise aber in der Ostsee bleiben. Der dänische Walforscher Carl Christian Kinze sagte der SHZ, das sich die Säuger vermutlich schon ein Jahr in der Ostsee aufhalten. Er hat ihren Weg nachvollzogen und weiß nach der Auswertung verschiedener Berichte, dass sie im vergangenen Jahr erst in Schweden waren, dann in Dänemark, Litauen und Polen waren, um dann wieder nach Schweden und Deutschland zu schwimmen.

Kinze glaubt, dass sich die bis zu 80 Jahre alt werdenden Delfine dauerhaft in der Ostsee heimisch werden können, wenn es ihnen hier gefällt. “Und so lange ihnen das Essen in der Flensburger Förde schmeckt, werden sie auch hier bleiben.”

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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