Doublehanded Crew gerettet: Neue Farr X2 verliert den Kiel – Ein Monat nach Stapellauf

Schwerer Schlag

Der erste Test des Farr-Neubaus, mit dem der Zweihand-Markt aufgemischt werden soll, fand Anfang Mai statt. Nun wurde der Rumpf ohne Rigg, Ruder und Kiel an der Küste angespült.

“Nexba” ohne Kiel an einem Strand südlich von Sydney.

Die neue Farr X2 “Nexba” befand sich auf einem 100 Meilen langem Qualifikationstörn vor Sydney, um die Vorgaben für den Start am 30. Juli beim Sydney-Gold-Coast-Rennen zu erfüllen, als ihre zweiköpfige Crew in Schwierigkeiten geriet. In der Nacht brach der Kiel der “Nexba” und das Schiff kenterte. Mehr als 15 Stunden klammerten sich Alice Tarnawski (26) und Bryony Gregory (30) an den Rumpf der gekenterten Yacht. Sie konnten keine Notsignale mehr abgeben.

Die Retter erreichen die Zweihand-Crew. © Australian NAvy

Erst 12 Stunden nach der Havarie etwa 15 Seemeilen vor der Küste von Wollongow / New South Wales wurde eine Suchaktion eingeleitet, nachdem die Yacht als vermisst gemeldet worden war. Der Zerstörer HMAS Brisbane der Royal Australian Navy durchsuchte ein Gebiet von rund 60 Quadratmeilen.

Schließlich wurde die umgedrehte Segelyacht von einem vorbeifahrenden Frachter entdeckt und die Retter der Marine konnten zum Unglücksort geleitet werden. Der Zerstörer setzte ein Gummiboot aus und nahm die auf dem umgedrehten Rumpf sitzenden Segler auf. Die Crew soll sich trotz der Tortur in relativ gutem Zustand befinden.

Die neue Farr X2 beim ersten Test im Sydney Harbour. Optimiert für das Doublehanded-Segeln.© Vicsail

Die Farr X2 wird für rund 251.000 Euro (Quelle: Sea Ventures UK Limited) verkauft und zielt auf gute Ergebnisse in der Zweihand-Szene entsprechend der IRC- und ORC-Handicap-Systeme. Anfang Mai lief sie in Sydney vom Stapel. Projektleiter Bret Perry äußerte sich “begeistert” über die Segeleigenschaften. Acht Yachten sollen bereits verkauft sein an Kunden in Australien, USA und Europa.

Für ein solches Projekt ist es ein schwerer Schlag. Es gibt es wohl keinen schlimmeren Markteinstieg als Bilder von einer gestrandeten Yacht ohne Kiel. Allerdings

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Carsten Kemmling

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