Drama im Hafen: Skipper versucht, sein Schiff gegen den Schirokko-Sturm zu verteidigen

Verzweifelte Lage

Ein 48-jähriger Italiener hat 16 Stunden lang um das Überleben seiner X-95 gekämpft. Im Hafen von Porto Castro schützte er sie gegen massiven Wellenschlag. Ein verzweifelter Kampf.

Der Italiener Ivano Bono steht weinend vor seiner X-95. So erzählen es die Carabinieri. Der Skipper will nicht glauben, was passiert ist. Sein Schiff schimmert unter der Wasseroberfläche und wird nur noch von den Festmachern am Kai gehalten. Der Mast ist gebrochen. Genauso wie Bono.

Verzweifelt hat er das Ende seiner Yacht verhindern wollen. Über 16 Stunden kämpfte er an der Pier von Porto Castro, einem kleinen Hafen  bei Lecce, quasi unter dem Stiefel-Absatz von Italien, gegen das Sinken seines Schiffes.

Der Skipper bei seiner gesunkenen Yacht im Hafen von Porto di Castro. © Carabinieri

Ein starker Schirokko-Wind hatte starken Schwell in der Marina verursacht und die Boote im Becken gegen Stege und Kaimauern schleudern lassen. Die Neun-Meter-Yacht wurde dabei besonders heftig in Mitleidenschaft gezogen. Wie sie in die verzweifelte Lage geriet, ist nicht bekannt.

Bono versuchte jedenfalls in der Nacht mit Sicherungsleinen und Fendern, das Schlimmste zu verhindern. Es gelang ihm nicht. Die harten Schläge gegen den Kai waren zu viel. Sie verursachten ein Leck und ließen das Rigg fallen.

Schließlich wurden die Carabinieri gerufen, um den Skipper selber zu retten. Er riskierte sein Leben, weil die Brecher im Hafen drohten, auch ihn zu erwischen. Die Polizisten konnten ihn kaum davon überzeugen, die Gefahrenzone zu verlassen.

Die Hartnäckigkeit des Mannes aus dem nahen Örtchen Cerfignano hat eine Vorgeschichte. Es ist nicht das erste Mal, dass er das Leben für sein Boot riskiert. Im September 2017  wurde er in der nahen Bucht von Porto Miggiano von seiner sinkenden Yacht gerettet.

 

Spenden

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sicherheitsfrage (SPAM-Schutz): *