Drogenschmuggel: Dreimaster auf Übungsfahrt fängt Narco-U-Boot ab

Seekadetten fangen Schmuggler

Die Besatzung eines Großseglers der ecuadorianischen Marine dürfte nicht schlecht gestaunt haben, als sie auf hoher See ein Schmuggelboot mit Drogen an Bord entdeckte.

© Armada del Ecuador

Die 78 Meter lange Bark mit Stahlrumpf namens „Guayas“, die 1976 gebaut wurde und zur Ausbildung von Marine-Kadetten eingesetzt wird, befand sich nach Angaben des Militärs auf ihrer ersten Übungsfahrt seit Ausbruch der COVID-19-Pandemie. Am 10. September war sie in Guayaquil in See gestochen, um nach Peru, Panama und El Salvador zu fahren.

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Mitten im Pazifik zwischen Kolumbien und Ecuador stieß die Crew dann plötzlich auf ein selbstgebautes Low-Profile-Schiff (LPV) und stoppte es. An Bord befanden sich drei ecuadorianische Staatsangehörige, ein Kolumbianer und jede Menge Rauschgift.

Die Schmuggler wurden schließlich in Gewahrsam genommen und das Selbstbau-Boot samt drei Außenbordern beschlagnahmt, hieß es in einer Erklärung, die jedoch keine weiteren Einzelheiten über den Ablauf oder die Art der gefundenen Drogen enthielt.

© Armada del Ecuador

Genauso wie U-Boote und Halbtaucher werden sogenannte LPVs, die tief im Wasser liegen, aber nicht vollständig abtauchen, vor allem in Mittel- und Südamerika bereits seit Längerem für den Drogenschmuggel eingesetzt. Aufgrund ihrer Lage im Wasser sind die Fahrzeuge, die oft mehrere Tonnen Rauschgift fassen können, selbst für spezialisierte Ermittler schwer aufzuspüren. Erst vor wenigen Monaten hatte die spanische Polizei in Málaga einen erstmals ein Halbtauchboot gefunden, das auf europäischem Boden für den Drogenschmuggel gebaut worden war.

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