Dumm gelaufen: Wie sich ein Kleiner gegen den Großen wehrt – Segel aufgeschlitzt

Gleich wird's dunkel...

Wenn ein 100 Fußer bei einer Regatta antritt, muss er normalerweise nicht viel Konkurrenz fürchten und auch beim Start nicht unbedingt ganz vorne sein. Wenn der Skipper dennoch unbedingt glänzen will, kann so etwas passieren…

Beim Prolog zur Antigua Sailing Week, der um die karibische Insel führte, wollte der Dovell 100 SHK Scallywag mit dem Volvo Ocean Race-Skipper David Witt unbedingt die Position am luvwärtigen Ende der Startlinie behaupten. Er bringt Windschatten und Dunkelheit über die Konkurrenz.

Aber das Video lässt vermuten, dass die in Lee liegende etwa halb so große TP52 “Zingara” die Lücke zur Starttonne dicht machen kann, und Witt keine Möglichkeit hätte, regelkonform in Luv zu starten.

Aber Witt, der insbesondere beim vergangenen Volvo-Ocean-Race durch unkonventionelle, gefährliche Harakiri-Starts aufgefallen ist, antizipiert nicht, dass sich das leewärtige Boot durch seine Abdeckung aufrichtet. Dadurch kommt es zur Kollision. Der Masttopp von “Zingara” schlitzt das Großsegel auf. Scallywag nimmt auch noch die Tonne mit und gibt das Rennenauf.

Die TP52 setzt das Rennen ohne Windinstrumente fort. “Zingara”-Eigner Clint Brooks gibt sich nach dem Vorfall versöhnlich danach: “Unfälle passieren. Aber sie haben sich danach wie Gentlemen verhalten, ihren Fehler akzeptiert, bei der Reparatur geholfen und wir sind bereit für die nächsten Rennen.”

 

 

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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