Einhand-Manöver: Kristin Songe-Møller zeigt Kunst und Solo-Techniken beim Segeln

Selbst ist die Frau

Wie ist es möglich eine zehn Meter lange Einhand-Yacht unter Spinnaker zu beherrschen? Eine Norwegerin filmt ihre Manöver auf einer Bénéteau Figaro II.

Schon mit Crew ist es nicht einfach, einen Spinnaker zu beherrschen. Wie schafft es ein Einhandsegler, die oft instabile Blase zu bändigen. Die Norwegerin Kristin Songe-Møller hat eine Kamera auf ihrer Bénéteau Figaro II installiert und gewährt seltene Einblicke in die Kunst der Manöver.

Einhandseglerin, Kristin Songe-Møller

Kristin Songe-Møller bei der Einhand-Halse. © Kristin Songe-Møller

Dabei kann sie auf einen hochwertigen Autopiloten vertrauen, der den Soloskippern bei der Arbeit hilft. Dennoch muss er entsprechend eingestellt werden, um einen sicheren Ablauf auf dem Vorschiff zu gewährleisten.

Nun handelt es sich bei der Figaro II (Porträt) um das Boot, auf dem die französischen Solo-Spezialisten Jahr für Jahr um das Erreichen oder Beibehalten ihres Helden-Status kämpfen. Es gibt also durchaus noch andere Menschen auf diesem Planeten, die diese Schiffe alleine beherrschen. Aber sie lassen sich nur selten in die Karten schauen.

Kristin Songe-Møller dagegen ist ein Exot, und zwar nur, weil sich nicht aus Frankreich stammt. Sie ist Norwegerin und möchte ebenso gerne wie die Kollegen den Einhand-Kosmos erobern. Dafür müht sie sich schon seit einigen Jahren, im Heimatland Geldgeber zu finden. Am liebsten sogar für den großen Traum einer Vendée Globe-Teilnahme.

Besonders erfolgreich war sie dabei noch nicht. Deshalb versucht sie, ein zweites Standbein aufzubauen. Sie ist künstlerisch aktiv und zeigt ihre Segelbilder in Galerien. Es fällt ihr im Moment leichter, damit ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Aber das kann sich ja noch ändern.

Einhandseglerin, Kristin Songe-Møller

Kunst fürs Segeln. Songe-Møller malt, um sich das Segeln leisten zu können. © Kristin Songe-Møller

Einhandseglerin, Kristin Songe-Møller

Alleine im Mast. © Kristin Songe-Møller

Kristin Songe-Møller bei der Routenplanung am Computer. © Kristin Songe-Møller

Einhandseglerin, Kristin Songe-Møller

Die norwegischer Einhand-Skipperin sammelt Meilen und Erfahrung. © Kristin Songe-Møller

Auf spitzem Spikurs. © Kristin Songe-Møller

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9 Kommentare zu „Einhand-Manöver: Kristin Songe-Møller zeigt Kunst und Solo-Techniken beim Segeln“

  1. Autsch – Das Großsegel in einer Halse so zu fahren geht selbst auf einer Figaro nur bei eher weniger Wind. Auf einem Schiff mit größerem Groß und/oder Backstagen sieht die Choreographie doch etwas anders aus – auch mit symetrischem Spi.
    Wenn ich die fast 70qm einer Class40 öfters so rum laufen lasse, dann wird mein Segelmacher reich und wahrscheinlich auch der Riggbauer.

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 8 Daumen runter 10

    • avatar Lars Hückstädt sagt:

      Freue mich auf Dein Video Frank 🙂

      Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 11 Daumen runter 0

    • avatar eku sagt:

      Wisst ihr beide… das hat alles nichts mit segeln zu tun, bzw nur nebenbei.
      Jeder wird da seinen Weg gefunden haben, wie er das macht.

      Aber nur so aus der Perspektive eines Menschen der seit 40 Jahren die Mitteilungen der Berufsgenossenschaft liest (usw pp etc …):
      Die meisten Unfälle passieren auf der Haushaltsleiter oder wg eigener Dummheit. Ich habe einen derartigen “Schiss” vor Verletzungen, dass ich ein wie im Film dargestelltes Verhalten niemals einem Crewmitglied erlauben würde – wenn ich denn skipper wäre. (Ich könnte den/die zwar verarzten, würde aber nach Übergabe an die Kollegen von der DGRZ oÄ zusammenbrechen)

      Was man mit sich selbst macht, ist mir egal – das mag jeder eben selbst entscheiden.
      In dem Filmchen werden wirklich alle fundamentalen Sicherheitsgrundsätze vernachlässigt. Und das als Artikel recht nah an einem Artikel über einen Propellerschutz …

      Dort das gleiche: jeder hat selbst im simplen SFS Kurs gelernt: keine Annäherung an den MOB mit eingekuppelter Maschine. Wenn jemand das falsch macht besteht er auch keine Prüfung.

      Sorry, aber wenn ich das gefilmte Manöver sehe, kann ich nur mit dem Kopf schütteln.
      Das mag alles bei wenig Wind und flacher See gehen – schon ein anderer Bootstyp kann aus der gleichen Situation ene Katastrophe machen.

      Grüße eku

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  2. avatar Christof sagt:

    Leute, das hier sind (semi) Profis. Die wissen, wie ihr Boot funktioniert und verhalten sich entsprechend.
    Bei einem Zirkusakrobaten sagt auch keiner was, wenn er in 5 m Höhe ungesichert am Seil hängt. Das hat er hundertfach geübt und kann das Risiko einschätzen.

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 6 Daumen runter 0

  3. avatar steehl sagt:

    Was seid Ihr doch für Oberschlaumeier. Hat irgendjemand behauptet, die Dame fährt die Halse bei viel Wind auf einer Imoca genauso? Das ist doch das eigentliche Können: Situationsangepasst das Effizienteste machen, und nicht unabhängig von der Situation den Lehrbuchfilm durchziehen.

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  4. avatar Checker sagt:

    Der Frank hat recht: So halst man nicht !

    Aber vielleicht wollte die Dame nur demonstrieren, wie man es nicht macht ! :-9

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  5. avatar FC sagt:

    Genauso und nicht anders wird auf Figaros gehalst. Wer es nicht glaubt, einfach mal entsprechende Videos googeln, und nicht klugscheissen.

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  6. avatar breizh sagt:

    Ich betrachte in letzter Zeit es durchaus kritisch was hier auf SR veröffentlicht wird. Aber solche Thema bzw. Videos (unabhängig ob die Dame es jetzt wie in Lehrbuch macht oder nicht) finde ich sollten hier viel öfter veröffentlicht werden. Mir hilft es neue Aspekte beim Segeln zu lernen oder darauf hingewiesen zu werden. Wenn die Kritik an dem Manöver dann auch noch mit sachlichen Hinweisen (Links sind immer willkommen) untermauert wird um so besser. Gerne mehr davon. Genug Expertise sollte ja vorhanden sein.

    Ein kleiner Hinweis noch zum Manöver bzw. der Kritik nach meiner Erfahrung gehen Franzosen (ja sie ist eine Norwegerin aber segelt im Figaro Zirkus und damit schließe ich sie damit ein) mit Spi- oder Genaker-Manöver lässiger um als es die deutsche Segelausbildung vorsieht. Die beiden Segel werden hier viel selbstverständlicher und dadurch häufiger eingesetzt als in Deutschland.

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  7. avatar Martin sagt:

    Ich bin Hellseher! Wußte schon beim Anschauen des Videos, wie es in den Kommentaren zugeht!
    🙂

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