Entführte dänische Segelfamilie lebt. Lösegeldforderung der Piraten: 5 Millionen

Erschöpft, krank und gebrochen

Ein dänischer Zeitungsreporter hat die sieben Landsleute besucht, die am 24. Februar von somalischen Piraten entführt worden sind. Er durfte nicht mit den Gefangenen sprechen berichtet aber, dass es der Familie Marie und Jan Quist Johansen, deren Söhne Rune, Hjaltje und Tochter Najaim im Alter von 12 bis 16 Jahren und den beiden erwachsenen Crewmitgliedern den Umständen entsprechend gut gehe.

Der Reporter traf die Dänen auf dem griechischen Schiff „Dover“, das vor einiger Zeit gekidnappt worden war. Das Lösegeld soll fünf Millionen Dollar betragen.

Die Behörden hatten schon an der Gesundheit der Geiseln gezweifelt, nachdem vor zwei Wochen eine militärische Rettungsaktion in der halbautonomen somalischen Provinz Puntland gescheitert war.

Der Reporter berichtet, dass die Dänen zusammen mit 20 weiteren Geiseln in einem kleinen Raum auf der „Dover“ festgehalten werden. Der Vater wirke erschöpft und krank, der Rest der Familie müde und genervt.

Einer der dänischen Mitsegler erscheine gebrochen. Er habe den Blick nicht gehoben, sondern demoralisiert vor sich hingestarrt. Die Entführer hätten nur einen Händedruck erlaubt.

Es ist nicht klar, ob es ernsthafte Bemühungen zur Zahlung des Lösegeldes gibt. Das Anti-Piraten Kommando der EU berichtete kürzlich, dass die Piraten zurzeit 31 Schiffe und 688 Menschen in ihrer Gewalt haben.

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Carsten Kemmling

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