Entführung: Ultimatum für Enthauptung deutscher Segler

Neue Drohung

Die Islamistengruppe Abu Sayyaf hat den 17. Oktober als Datum für die Tötung einer der deutschen Segler bekannt gegeben, wenn die Forderungen bis dahin nicht erfüllt werden.

Deutsche Geisel, Phillipinen

Terroristen auf den Philippinen präsentieren ihre deutsche Geisel.

Der Arzt Stefan Okonek (74) aus Eltville bei Mainz und seine Lebensgefährtin Henrike Dielen (55) werden seit April von den Al-Qaeda nahestehenden Terroristen festgehalten, nachdem sie auf den Philippinen von ihrem Zweimaster „Catherine“ verschleppt worden waren.

Das Schiff ist wieder in der Obhut der Behörden. Die Segler sollen per Beiboot von den Entführern weggebracht worden sein. Sie werden im weitgehend unzugänglichen Dschungel der Insel Jolo in der Provinz Sulu im Süden des Landes vermutet, wo sich die überwiegend muslimische Bevölkerung von der katholischen Regierung der Philippinen benachteiligt fühlt. Mehrere Suchaktionen der Armee sind bisher erfolglos geblieben.

Arabnews berichtet, dass sich die Entführer nun nach der Bekanntgabe der Lösegeldforderung von 4,4 Millionen Euro noch einmal bei lokalen Journalisten gemeldet haben mit der Aussage: “Nach dem 17. Oktober wird einer von ihnen nicht mehr leben. Es wird in der Öffentlichkeit zu sehen sein damit wir zeigen können, dass wir keine Spielchen spielen.”

Die Terroristen drohen, eines der Opfer zu enthaupten nach dem Vorbild der IS-Miliz. Es ist aber nicht klar, ob tatsächlich ein enger Kontakt zu den Kämpfern im Mittleren Osten besteht. Offenbar handelt es sich eher um Trittbrettfahrer, die die radikale Stimmung für ihre Zwecke nutzen wollen. Sie bekunden aber ihre Sympathie für die IS und verbinden ihr Ultimatum mit der Forderung, dass Deutschland die Unterstützung der US-Luftschläge in Syrien aufgeben solle.

 

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