Ernesto Bertarelli: Neue Motoryacht “Vava II”, Alinghi Kat verschenkt

Ernestos Spielzeug

Erste Schwimmversuche der neuen "Vava II" von Ernesto Bertarelli in Plymouth. © Devonport Yachts

Wenn ein Milliardär seine Superyacht zu Wasser lässt, mag es schwer sein, von einem Niedergang zu sprechen. Aber wenn sich Ernesto Bertarelli auf einer neuen Edel-Bratze zurückzieht, tut einem als Segler schon das Herz weh.

Es gibt doch sicher auch komfortable Segelyachten, in denen man seine Millionen versenken kann. Hat sich Mister Alinghi so weit vom Sport entfernt?

Der Alinghi-Kat im legendären Zweikampf mit BMW Oracle. Er wird Ausstellungsstück in Valencia. © G.Martin-Raget

Die ersten Bilder seiner schwimmenden “Vava II” in England, deren Kosten sich auf 115 Millionen Euro belaufen sollen, erscheinen kaum einen Monat nach der Nachricht, dass Bertarelli seinen geschlagenen Alinghi-Mega-Katamaran an Valencia verschenkt hat.

Er hatte wohl noch ein paar Rechnungen offen. Aber Bürgermeisterin Rita Babera glaubt, es sei “der Beweis seiner Liebe” zu der Stadt, der er mit dem America’s Cup viel Werbung verschafft hatte. Sie will “Alinghi” zum Ausstellungs-Objekt machen.

Immerhin ist Ernesto Bertarelli noch auf seinem Décision 35 Kat unterwegs und unterhält ein Team bei der Extreme Sailing Series. Aber es ist schon fies, dass Widersacher Larry Ellison versucht, nun genau auf Bertarellis Spezialgebiet, dem Multihullsegeln, zu punkten. Das dürfte ihm viel Spaß am Segeln verdorben haben.

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Carsten Kemmling

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11 Kommentare zu „Ernesto Bertarelli: Neue Motoryacht “Vava II”, Alinghi Kat verschenkt“

  1. avatar Ketzer sagt:

    Auf dem Pott ist aber auch 1. mehr Platz für Bikini-Ischen und 2. finden die einen warmen Pool auch besser als kalte Gischt. Und was ein echter Stecker ist, das kann Herr Bertarelli denen auch darauf vorführen…

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    • avatar Bildreporter sagt:

      und dazu: was macht eigentlich Frau Bertarelli…. ??

      @Ketzer das mit dem Stecker: Georg aus Steffis Frühstücksbistro würde jetzt sagen: schön gesehen Udo…

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  2. avatar g54 sagt:

    … und wie gut, daß wir nicht das Problem haben, mit einem so grausamen Panzerkreutzer rumfahren zu müssen…

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  3. avatar Friedrich sagt:

    Lasst uns mal ein bischen sammeln, dann können wir Ellison auch so einen WK1-Retro Panzerkreuzer schenken und dann sind wir sie alle beide endlich los. Vielleicht lassen sie sich ja auch zu einem Seeschlacht-Matchrace animieren, was das Problem dann endgültig löst.

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  4. avatar Heini sagt:

    115 Mille für nur 96 Meter?
    Da hat er sich ja schön übers Ohr hauen lassen.

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    • avatar Tramp sagt:

      Stimmt, wie konnte er nur. Bei HaBaJe hätte er für den Kapitaleinsatz ein vielfaches an Kojen und Stehklos geliefert bekommen. Gerade im amerikanischen Chartermarkt lässt sich das Boot so nicht mehr als Truppentransporter anmieten.
      Wenn man bedenkt, dass sein Vermögen von früher 10 Mrd. auf jetzt “nur” noch 7,8 Mrd. EUR geschrumpft sein soll, scheinen sich solche Fehler wohl zu häufen.

      Wir hier im Forum hätten das natürlich viel besser gemacht … ;-))

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  5. avatar Hannes sagt:

    Ich find das gut! Das kurbelt die Wirtschaft an und das Geld kommt unter die Leute. Besser als es an der Börse zu verplempern.

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  6. avatar Manfred sagt:

    “Vava” ist nicht die erste große Motoryacht für EB. Ende 80er hatte er sich die 22m MY “Alalunga” bauen lassen. Damals eine sensationelle Carbon/Kevlar Konstruktion, für die Verbundwerkstoff Experten für Engineering und Ausführung von EB zusammen getrommelt wurden. Die Yacht entstand in Zusammenarbeit von Decision und Cantiere Navale, Santa Margherita in Ligurien, wo sie endmontiert wurde. Das Schiff machte damals 35kn Cruising Speed, was für eine Yacht dieser Größe noch sehr ungewöhnlich war. Ausführliche Artikel darüber erschienen in HorsLigne Sept. bis Dez 1991.

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