Expedition: Chinese Guo Chuan will auf Trimaran durch Nordost-Passage mit Boris Herrmann

Herrmann für China

Eindrücke vom ersten gemeinsamen Training

Unter dem Motto „Peace and Sport“ segelt der Chinese mit zwei Deutschen, zwei Franzosen und einem Russen auf dem Trimaran „China Qingdao“  (ex IDEC) morgen Richtung Russland.

Der chinesische Einhand-Segler Guo Chuan gab am Wochenende die Zusammenstellung seiner Crew für die erste Durchquerung der Nordostpassage auf einem Hochseetrimaran bekannt. Chuan, der zuletzt mit seiner Einhand-Nonstop-Weltumseglung auf einer Class 40 von sich reden machte, hat sich mit einer Reihe anerkannter Hochseespezialisten umgeben.

Mit dabei ist der Deutsche Boris Herrmann: Als jüngster Mitsegler dürfte er innerhalb der Crew dennoch die meiste Hochseeerfahrung auf allen Weltmeeren angesammelt haben. Entsprechend spannend wird es für den Navigator wohl werden, einige der letzten „weißen Flecken“ auf den Seekarten auf seinem Weg durch die Nordostpassage zu besegeln.

Nordostpassage, Chuan, Trimaran, Boris Herrmann

Die Crew. Boris Herrmann oben rechts vom Mast © chuan

Vor noch nicht mal einem Monat brach er auf Lending Club noch den Trans Pacific Rekord – und jetzt steht der 34-jährige schon wieder in den Startlöchern zu einer der größten seglerischen Herausforderungen auf unserem blauen Planeten.

Ebenfalls dabei: Jochen Krauth, Surf-Speed-Pionier aus Bonn, der bereits seit langer Zeit in Frankreich lebt und sich in den letzten Jahren ebenfalls auf Hochee-Regattasegeln spezialisierte. Weiterhin Quentin Monegier (Frankreich) und der russische Arktis-Forscher Sergei Nizovtsev. Der Deutsche Tim Frank wird als Media-Mann das Abenteuer für eine groß angelegte Abenteuer-Dokumentation filmen.

Nordostpassage, Chuan, Trimaran, Boris Herrmann

Die Qingdao ex IDEC beim Training vor La Trinité sur Mer © Chuan

Von Murmansk in die Beringsee

Am Samstag segelte die Crew erstmals gemeinsam vor dem Französischen „La Trinité sur mèr“. Die Expedition durch die Nordost-Passage wird auf dem Trimaran „China Qingdao“ (ex IDEC) gesegelt. Unter dem Motto „Peace and Sport“ will Chuan seine ganz persönlichen Zeichen setzen: „Vor 70 Jahren endete der Zweite Weltkrieg, die wohl größte Kriegskatastrophe, die jemals die Menschheit heimgesucht hat. Mit Peace und Sport und der entsprechend internationalen Crew will ich für weltweiten Frieden demonstrieren!“

Morgen startet die Expeditions- und Rekord-Crew auf ihrem Trimaran in „La Trinité sur mer“ für einen ersten „Überführungstörn“ nach Russland. Am 3. September soll die „China Qingdao“ dann in Russlands nördlichstem Hafen Murmansk zu ihrem Extrem-Törn aufbrechen: Chuan und seine Crew wollen nonstop durch die Nordost-Passage bis zur Beringstraße segeln.

Nordostpassage, Chuan, Trimaran, Boris Herrmann

Skipper am Ruder: Guo Chuan ist der derzeit wohl bekannteste chinesische Hochseesegler © chuan

Die derzeit als besonders günstig eingeschätzte Packeis-Situation ändert sich jedoch im Tagesrhythmus. Chuan: „Alles steht auf Messers Schneide und ist ausschließlich vom Wetter abhängig. Auch wenn ich mit die besten Hochseesegler der Welt an Bord habe, können wir dennoch nichts daran ändern, wenn die Nordostpassage wieder zufriert.“.

Zwei Wochen hat das Team für die Reise durch die Nordostpassage veranschlagt. Nach Erreichen der Ziellinie in der Beringsee soll die „China Qingdao“ in ihren (neuen) Heimathafen Qingdao segeln.

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