Segel-Fotograf Philip Plisson verliert Großteil seiner Bilder

Feuer zerstört Plissons Lebenswerk

Von Konrad Kubisch

Das Feuer wütet im Archiv von Philip Plisson. © Ouest France

Ein Feuer hat die weltbekannte Fotogalerie Philip  Plisson (63) in Crac’h bei La Trinité-sur-Mer an der französischen Atlantikküste zerstört.  „30 Jahre meines Lebens gingen in Flammen auf”, sagt der Fotograf und Chef des Familienunternehmens, der zu den wichtigsten Meeresfotografen mit Schwerpunkt  Segeln gehört. Er befand sich zum Zeitpunkt des Unglücks in Belgien.

Etwa eine Million Fotos, darunter 450.000 Originale, lagerten in den jetzt zerstörten Räumen. Wie hoch der Schaden ist und wie viel Bilder gerettet werden konnten,  ist zur Zeit noch nicht bekannt.  Auch zur Ursache des Brandes hat sich die Feuerwehr noch nicht geäußert. Es wird in alle Richtungen ermittelt.

Der französische Star Fotograf Philip Plisson bei der Arbeit. © Plisson

Philip Plisson, geboren 1947, hat sich auf die Fotografie des Meeres spezialisiert und ist auf diesem Gebiet weltweit die Nummer eins. In dreißig Jahren konnte er ein riesiges Archiv zu allem, was sich mit Wasser beschäftigt, aufbauen und hat zahlreiche Bildbände veröffentlicht.

Das Meer ist zu Plissons Lebensthema geworden. Seit dreißig Jahren betrachtet er das Naturphänomen mit seiner Kamera unter immer neuen Gesichtspunkten. Ozeane und Meere, die immerhin siebzig Prozent des Erdballs bedecken, haben für den Fortbestand unseres Planeten eine große Bedeutung.

Doch Plisson nähert sich dem Thema nicht als Ökologe, sondern will vor allem unsere Begeisterung und Ehrfurcht vor dem Meer wecken. Jeder, der einmal an Stränden entlang spaziert ist, die salzige Meeresluft eingeatmet oder die Berichte von Weltumseglern gelesen hat, erliegt der Faszination dieser außergewöhnlichen Fotografien.

Die unergründliche Tiefe, die stürmische See oder auch die spiegelglatte Meeresoberfläche bergen Geheimnisse, die Plisson einem breiten Publikum nahe bringen will. Er zeigt Schiffe im Kampf mit dem Element Wasser, waghalsige Regatten, friedlich dahin treibende Yachten und Leuchttürmen auf Inseln. Manchmal erhalten seine Bilder die Qualität von Gemälden.

Die Gruppe “Plisson The Trinity” ist in Crac’h und Trinidad ansässig und beschäftigt vierzig Personen, die weltweit fast 500.000 Bilder pro Jahr versenden.

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Carsten Kemmling

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