Meinung Film-Kritik: Digger findet Robert Redfords ‘All is Lost’ “großartig”

Nicht All is lost

Müssen Kinofilme korrekt getrimmt sein? Stephan Boden hat sich den gerade angelaufenen ‘All is Lost’ Kinofilm angesehen. Er kann gut über segeltechnische Mängel hinwegsehen.

All is Lost, Redford

Robert Redford bei seinem einsamen Überlebenskampf auf See. © DANIEL DAZA/ROADSIDE ATTRACTIONS

 

Als ich vor langer Zeit “Der Clou” zum ersten Mal sah, habe ich mich gleich dreifach verliebt: In den Plot, in Paul Newman und in Robert Redford. Vor allem Redford ist seitdem für mich sowas wie ein Heiliger. Jedenfalls wenn er auf der Leinwand zu sehen ist.

Nun, Robert Redford ist alt geworden und ich hatte ihn in der letzten Zeit nicht mehr wirklich auf dem Zettel, weil ich mit keinem neuen Film mehr rechnete. Falsch gezettelt – er ist wieder da. Und spielt seinem neuen Streifen All Is Lost sogar auf einer Segelyacht. Natürlich habe ich mir den Film nun auch angesehen.

Es hagelt Kritik

In den vergangenen Tagen konnte man sich auf den üblichen Segelseiten und in den einschlägigen Foren zahlreiche Kritiken zum Film durchlesen. “All Is Lost” wird von vielen Seglern, Besserseglern und Trimmpäpsten seziert. Und da hagelte es Kritik. Natürlich. Bei jedem Youtube Video, in dem Achterliek und Niederholer zu sehen sind, dauert es nicht lange, bis über Bauch und Stand, Zug, Holepunkte und Vorspannung diskutiert wird.

Und auch bei diesem Kinofilm ist das so: Jeder weiss immer etwas anderes – und jeder weiss es auch besser. Da wird über mangelnde Ausrüstung gemault, über fehlende Dinge, schlechte Seemannschaft, mieser Segelstand und so weiter. Auch soll es wohl anders aussehen, wenn man einen Container rammt. Manche stellen Berechnungen an, wann das Schiff sinken würde, andere schimpfen über die Rettungsinsel.

Und überhaupt: Redford ist kein Segler. Und eine Funklizenz scheint er auch nicht zu besitzen, sonst würde er nicht “SOS” (was jeder Kinogänger versteht) funken, sondern “Mayday” oder “Pan Pan” (was kein Kinogänger versteht). Auch kann man sich fragen, ob er zum laminieren des Lecks überhaupt das richtige Epoxi benutzt (West Systems, immerhin!) und das Härter-Harzgemisch stimmt.

Der perfekte Plot

Man beherzige alle diese Kritiken und setze sie um – was kommt dabei heraus? Ich versuche mal einen kurzen Plot zu beschreiben:

Segler segelt mit korrekt getrimmten Segeln mit dem Bug in einen Container. Das Schiff nimmt durch das Leck ordentlich Wasser. Segler laminiert das Loch zu. Da er die “gute Seemannschaft beherrscht”, hat er seine Ausrüstung vor Wasserschäden in Sicherheit gebracht und kann seine Fahrt also fortsetzen. Er funkt kurz, dass alles okay ist. Der Film kann an dieser Stelle enden.

Meinetwegen geht er dennoch weiter. Segler segelt in den Sturm, kentert, Mast bricht, er funkt ein “Mayday”. Da er in der Nähe eines Verkehrstrennungsgebietes ist, kommt sofort Hilfe. Von mir aus lernt er auf dem Schiff noch ‘ne Frau kennen. Aber dann ist wirklich Schluss.

KaLeus kriegen Brechreiz

So wäre der Film realistisch und der Segler ggf. zufrieden. Zumindest mit dem seglerischen Teil des Streifens. Es geht aber in Filmen nicht um Realismus. Es geht um Dramaturgie. Und darunter leidet oft die Logik und der Echtheitsbezug. Weil Logik und Segeltrimm auch nicht wichtig sind. Jedenfalls nicht im Kino.

Jeder NASA Mitarbeiter würde sich bei APOLLO 13 kaputt lachen. Echte Indianer bekommen bei “Der mit dem Wolf tanzt” Bauchweh. KaLeus kriegen Brechreiz, wenn sie Das Boot sehen. Und ich will nicht wissen, was in 100 Jahren echte Piloten von Millenium Falken sagen, wenn sie Han Solo in Star Wars fliegen sehen.

Wenn es um solche Dinge gehen würde, gäbe es nur noch Dokus und eventuell auch mal harmlose Liebesfilme. Darum geht es aber nicht. Ich denke, man sollte so einen Film anders betrachten. Er ist kein Blauwasserseminar.

Großartig!

Mein Eindruck von All Is Lost? Großartig! Was für ein Gefühlsgemenge. Einerseits durchaus spannend und in Anbetracht aller auftretenden Probleme des Skippers auch zermürbend. Andererseits wohltuend langsam, sehr detailliert und ungewöhnlich ruhig. Man erfährt nicht einmal den Namen des Skippers und man fragt sich die ganze Zeit, wann er mal endlich flucht, wieso er so besonnen und ruhig agiert. (Bis er mit einem langgezogenen “Fuuuuuuuuck” den einzigen “Dialog” los wird.)

Der Segeltrimm war mir egal. Einzig eine doppelt genutzte Szene (wenn die Fock an der Kamera vorbei wischt) fand ich etwas billig. Weil sie zwei mal exakt gleich reingeschnitten wurde. Ansonsten stören mich weder Aufprallwinkel vom Container noch falsch einsteigende Wellen, weder komische Treibanker noch fehlende Ausrüstung. In Kinofilmen müssen die Segel nicht zwangsläufig richtig getrimmt sein. Wichtiger ist, dass in der Timeline die Clips ordentlich getrimmt werden, und das ist hier zweifelsohne der Fall.

Ich habe seit The Straight Story von David Lynch nicht mehr so einen schön langsamen und ruhigen Film gesehen. Tat mal wieder gut.

Sollte unter den Lesern dieses Blogs ein echter Hobbit sein, würde mich mal interessieren, was der zu Der Herr Der Ringe sagt. Vielleicht kommentiert er ja hier.

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Digger Hamburg

Kleiner segeln - größer leben. Filmemacher und Autor Stephan Boden verbringt jeden Sommer auf dem Wasser. Früher auf seiner VA18 "Digger" jetzt auf der Bente24, die er selbst initiiert hat. "Auf See habe ich Zeit, das schärft den Blick für Details." Zu seinem Blog geht es hier
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19 Kommentare zu „Film-Kritik: Digger findet Robert Redfords ‘All is Lost’ “großartig”“

  1. avatar Marina sagt:

    Auch wenn ich den Film noch nicht gesehen habe – ich kann jetzt schon sagen, DU HAST VÖLLIG RECHT mit der blödsinnigen Kritik an der Kritik!
    Kinofilme sollen vor allem cool sein, faszinierend, vielseitig, berichten, manchmal auch erklären, und anstecken sowieso. Kommt uns das nicht bekannt vor?
    Ich freu mich jedenfalls schon riesig auf den Film und Robert Redford, der mich mit seiner schauspielerischen Leistung schon im Trailer überzeugt.

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    • avatar digger.hamburg sagt:

      Redford ist großartig, zumal das eine wirklich nicht einfache Rolle ist. Ohne Dialog, sehr detailreich. Er hält während des gesamten Films ein und das selbe Tempo.
      Ziemlich gut auch die Inszenierung des “Fuuuuck”. Sehr schöner Vorlauf. Er quält sich geradezu in den Ausruf;

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  2. avatar AlCapone sagt:

    Immer diese kritisierenden Tölpel…Und dann dieses aufkröpfende…wahrscheinlich mit geliehenen Lasern und kaputten Segeln auf Binnengewässern unterwegs, aber dann wissen, wie man richtig trimmt…oben der Kommentar bringt es auf den Punkt…. man muss auch mal gönnen können

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  3. avatar Woodstock sagt:

    Ich komme gerade aus dem Kino und bin als Filmliebhaber UND Segler begeistert. Was ich gesehen habe ist ein außergewöhnlicher Film über einen alten, routinierten Einhandsegler, der sich vielleicht etwas zu sehr auf moderne Technik verlassen hat (Satellitenhandy, Laptop mit GPS, Bordelektrik usw.). Dann gerät er in eine Extremsituation und macht natürlich Fehler.
    Mein Rat: erst ansehen, dann kritisieren.

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  4. avatar x-claim sagt:

    Ich fand den Film eher langweilig und mir ist es lieber wenn ein Segel-Film wenigstens einen Mindeststandard an schalltechnischem Verständnis vorweist! Allerdings hätte dies den Film auch nicht gerettet. Besonders störten mich, die Bewegungen von Robert Redford – ein Mensch der lange auf seinem Boot unterwegs ist, der Bewegt sich auch wie Selbstverständlich auf seinem Boot. RR wirkt hier eher wie ein aus dem Tritt gekommener Tanzbär, der die Musik nicht kennt nach der er tanz.

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  5. avatar andreas borrink sagt:

    Als echter Redford Fan (unübertroffen in „Zwei Banditen“) hatte ich mir einiges von diesem Film versprochen. War aber leider nix; dabei hatte ich mir doch ganz fest vorgenommen, nicht so kleinlich zu sein mit den seemännischen Ungereimtheiten.

    Aber mein Gott, was für ein Käse. Dabei hätte man doch nur mal jemanden fragen müssen, der wenigstens ein bisschen Plan vom Hochseesegeln hat! Aber nein: tosende Gischt und donnernde Brecher ohne auch nur ein laues Lüftchen, ein alter Mann mit dem seemännischen Wissen eines Pauschaltouristen, der eben mal so – völlig erschöpft – im Sturm wieder an Bord klettert, ein loses Steckschott, dass auch nach zwei 360ern um die Längsachse noch immer am Platz ist, eine sich-selbst-flickende Rettungsinsel…..um nur einiges zu nennen, man könnte die Liste beliebig erweitern, aber das würde den Rahmen hier sprengen. Und schließlich wollte ich das ja eigentlich auch nicht.

    Und dann rasiert er sich im Angesicht des Sturms! Das würde kein echter Seemann jemals tun, denn der weiß, dass das Rasmus nur noch mehr erzürnt. Da hätte er vielleicht lieber schon mal die Sturmfock setzen sollen.

    Gut, der Film hat auch seine starken Szenen: Das zweite Drittel zwischen Untergang der Yacht und zweitem, verpassten Frachter fand ich schon intensiv. Da kam der Wechsel zwischen Verzweiflung und immer wieder aufkeimender Hoffnung und Lebenswillen gut rüber; echt Redford.

    Aber dann am Ende der Gipfel: anstatt nun stilvoll und schlüssig abzusaufen, so richtig schön mit pfundweise Pathos im besten Titanic-Stil, schlägt der Bursche nach 25m Tiefenreise seine Augen auf und strebt in ruhigen Zügen der Oberfläche zu, um eine rettende Hand zu ergreifen. Da muss man wohl erst 77 werden, um so lange die Luft anhalten zu können. Hollywood at it’s worst!

    Mein Highlight war das langgezogene „Fuuuuuck“, eine schöne Remineszenz an den selben Text, den Redford schon lernen musste, als er damals in der Rolle des Sundance Kid in die Schlucht gesprungen ist – Kinogeschichte!

    Die wird dieser Streifen wohl eher nicht schreiben. Jetzt setze ich mal alle Hoffnung auf die Franzosen mit „En Solitaire“; vielleicht haben die ja einen ihrer vielen Hochseesegler mal um Rat gefragt……den François Cluzet hat man ja bei der Vendee Globe Ankunft immer unter den Fans gesehen, vielleicht hat der’s ja drauf.

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  6. avatar Michael M. sagt:

    Hallo?!
    Wie wär’s mit Spoiler-Alarm??

    Nicht jeder hat den Film schon gesehen…

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  7. avatar VolkerAndreae sagt:

    Hätte man den Film nicht sogar viel dramatischer und spannender machen können, wenn er etwas realitätsnäher gedreht worden wäre? Da ist der Mega-Sturm und die Segel hängen unbeweglich herunter. Vor 50 Jahren war man hier schon besser. Da ist der Monster Seegang und Redfort sitzt gemütlich unter Deck wie meine Oma im Garten beim Kaffetrinken. Da versinkt in der Schlussszene ein Toter, ohne eine Luftblase abzusondern und pötzlich taucht er energiegeladen wie ein Schwimmstar aus 10m Tiefe wieder auf – geht’s noch?

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  8. avatar Lyr sagt:

    Verdammt, was wird denn hier ohne Vorwarnung gespoilert!!! Wenigstens das Ende hätte man doch weglassen können. ARRRRFFFFFFFFFF :(((

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    • avatar Andreas borrink sagt:

      Also, wenn DER Plot nicht ohnehin vorhersehbar war…..ist doch kein Krimi!

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  9. avatar Piet sagt:

    Noch ein Spoiler!

    Er war gar nicht in Lebensgefahr! Es war alles Fake! Wurde alles im Studio nachgestellt!

    o_O

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  10. avatar Muußer sagt:

    So nun hab ich das auch gesehen. Wir wollten erst mit Schwimmweste und Pyro-technik ins Kino. Haben uns dann aber doch dagegen entschlossen. Aber der Ostsee-Fahrtensegler war unter den Zuschauern stark vertreten. Also wirklich viel Fachpublikum im Saal ;-). Fachlich war das natürlich größtenteils Mist. Aber 2 Fragen gehen mir nicht aus dem Kopf: Warum ist er losgesegelt? Hat er das Ende geträumt? Für die erste Frage hat jeder seine eigene Antwort. Darüber wurden ja schon genug Bücher geschrieben. Für die 2. wohl Keiner.

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    • avatar andreas borrink sagt:

      ein Traum – interessante Interpretation des Endes. Träumen Tote noch? Grenzerfahrung? Vielleicht!

      Ich denke aber, es ist einfach das Hollywood-Ende, das der amerikanische Kinobesucher haben muss, um den Film weiter zu empfehlen: “Great movie, must see….” Soll ja am Ende Kasse machen. Gerettet eben, alles gut, life goes on.

      Vielleicht gibt es ja sowas wie einen Director’s Cut, ohne rettende Hand, für das leidensfähigere (europäische?) Publikum?!

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      • avatar andreas borrink sagt:

        übrigens soll es ja auch von “Butch Cassidy und Sundance Kid” (“Zwei Banditen”) eine Version geben, in dem Redford und Newman dem Kugelhagel der Miliz entkommen…….

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  11. avatar Andreas Ju sagt:

    Praktisch, so ein Rigg, das man mit einem Takelmesser kappen kann,

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  12. avatar Wimbo sagt:

    Ein Hobbit bin ich nicht, deshalb gefällt mir evtl. auch “Herr der Ringe”.
    Ein Segler bin ich schon und deshalb geht für mich “All is lost” überhaupt nicht!
    Denke ich schau jetzt mal einen Bergsteigerfilm 😉

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  13. avatar Robert Schilling sagt:

    Klar der Film passt in keine Schublade. Wenn der Zuschauer die Bilder aber auf sich wirken lässt, beginnt ein eigener Film im Kopf des Betrachters. Ohne Robert Redford, der hier als weltbekannter Star den Zuschauer am Beginn des Films auf diese Reise mitnimmt, und später durch sein wortloses Spiel Emotionen weckt, wuerde der Zuschauer nie in den Film hineingezogen. Wie der Darsteller hat auch der Zuschauer im Leben kämpfen müssen und ist seinen eigenen Ansprüchen nie ganz gerecht geworden. War deshab alles sinnlos ? Das grandiose Ende des Films gibt jeden Betrachter den eigenen Trost. Man kann immer noch gewinnen, wenn man nicht aufgibt, oder man erhaelt Anerkennung weil man nie aufgegeben hat. Alles ist nie verloren, denn dann entgeht man dem Feuer der Hoelle und dringt vor ins ewige Licht. Der Abspann stellt die Verbindung her. Zur grandiosen Filmmusik Amen wird Redford als our man bezeichnet, was amerikanisch gleich gesprochen wird.

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  14. avatar bachris sagt:

    Also ich bin Segler und hab den Film schrecklich gefunden.
    Und da kann die schauspielerische noch so gut sein. Es ist und bleibt der wohl am schlechtesten recherchierte Film aller Zeiten.
    Nur ein Beispiel….eines von vielen:
    Zuerst zieht ein Sturm auf und er beeilt sich so schnell wie möglich wieder vom Mast herunten zu sein. Als ginge es um Sekunden. Dann würde wohl auch der blutigste Anfänger sich was anziehen und das Boot ein wenig für den Sturm rüsten. Was macht er? Er geht runter und rasiert sich. Als der Sturm richtig losgeht, geht er mit ganz normaler luftiger Kleidung ans Ruder. Erst als er komplett durchnässt ist, zieht er sich was wasserdichtes an. Dann geht beim vollen Wellengang nach vorne und montiert die Sturmfock. Klar, dass er dabei über Bord geht.
    Es ist, als ob man einen Autofahrer zeigt, der bei voller Fahrt versehentlich die Türe aufmacht und rausfällt. Da würde jeder sagen, dass das idiotisch ist. Aber hier rechnete man wohl damit, dass sich die wenigsten auskennen und deshalb hat man Pannen eingebaut, die vermutlich nicht mal dem dümmsten Anfänger zutrauen würde.
    Ich vergleiche nur diese Szene mit einer Szene, die jeder verstehen kann.
    Ein Autofahrer mit einem Cabrio kommt in den Regen. Aber anstatt das Dach zu schließen, steigt er aus und raucht mal gemütlich eine neben dem Auto. Dann fährt er weiter. Als er im Auto waschlnass ist, macht er das Dach zu. Allerdings macht er das auf der Autobahn bei 130km/h und so fliegt im das Dach weg.
    Wenn man das im Kino zeigen würde, würde jeder sage: “Was bitte soll denn der Sch….?”
    Aber hier rechnete man wohl damit, dass sich die wenigsten auskennen und deshalb hat man Pannen eingebaut, die vermutlich nicht mal dem dümmsten Anfänger zutrauen würde.
    Und solche Szenhen gibt es massnweise.
    Mal ganz davon abgesehen, dass es um das eigentlich Thema (den Containercrash) nur in den ersten Minuten des FIlmes geht. Nach dem Flicken ist das Segelboot voll verkehrstüchtig.
    Den Rest des Filmes, macht Redford einfach nur so lange idiotische Fehler, bis er endlich das Boot zum sinken bringt. Und weil das noch nicht genug ist, macht er das gleiche noch mit der Rerttungsinsel.
    “All is stupid” wäre wohl ein treffender Titel gewesen.

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