Flüchtlinge: Kubaner segeln fast 200 Meilen nach Miami

Moment der Erlösung

Zwölf Kubaner sind mit ihrem kleinen Segler am Southbeach von Miami direkt vor dem Ritz-Carlton Hotel angekommen. Ein Augenzeuge hält den Moment auf seinem Mobiltelefon fest. 

Auch an der US-Küste spielen sich derzeit Flüchtlingsdramen ab. Zwölf Kubaner haben die jüngste Flucht lebend überstanden. Die Crew bestand aus 20 bis 33 Jahre alten Männern, einem 16-jährigen Mädchen und einem Hund. Zwei Männer gingen unterwegs über Bord. Die Kubaner bewältigten die rund 200 Meilen in sechs Tagen.

Flüchtlinge

Die kubanischen Flüchtlinge sind mit ihrem Hund am Strand von Miami angekommen.

Sie können nach der aktuellen besonderen Gesetzeslage bezüglich kubanischer Immigranten darauf hoffen, legal im Land bleiben zu dürfen. Sobald sie US-Territorium betreten, sind sie geschützt. Werden sie auf See aufgegriffen, droht die Abschiebung.

Es mehren sich Gerüchte, dass Obama dieses Gesetz von 1966 abschaffen möchte. Auch darauf führen Experten die aktuell verstärkten Fluchtbewegungen zurück. In den ersten Monaten des Jahres soll die Zahl der geflüchteten Kubaner auf rund 10.000 und damit um gut 120 Prozent angestiegen sein.

Aber auch das im Dezember verkündete Ende der 50-jährigen Eiszeit zwischen den USA und Kuba motiviert noch mehr Menschen zur gefährlichen Flucht. Die Hotel-Urlauber am Strand reagierten jedenfalls freundlich. Sie applaudierten und gaben Geld, Kleidung, Essen und Wasser.

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Carsten Kemmling

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