Foiler: Minitransat-Sieger auf Tragflächen – Sehen die Vendée-Racer bald so aus?

Plattbug auf Drogen

Mini Foils

Plattbug-Mini hebt mit DSS Foils ab. © SEAir

Die Vendée Globe Racer sind allenfalls Semi-Foiler. In der Mini 6.50 Klasse wird schon die nächste Entwicklungsstufe getestet.

Tragflächen haben die jüngste Generation zu Geschwindigkeiten beflügelt, die bisher nicht für möglich gehalten worden waren. Dabei sind sie allenfalls semi-Foiler. Nur bei bestimmten Bedingungen helfen die Flügel wirklich. Und nicht einmal dann wird der Rumpf vollkommen über die Wellen gehoben.

Mini Foils

Gut sichtbar die DSS Foils, die aus dem Rumpf stechen. © SEAir

Aber in diese Richtung wird es gehen. Darüber sind sich alle Experten einig. So verfolgt die Szene mit Spannung die ersten Tests des SEAir Minis, mit dem seiner Konstrukteure genau diese stabile Flughphase erreichen wollen.

Der Mini 6.50 gilt mit den offenen Regeln der Prototyp-Klasse schon immer als Test-Basis für gewagte Konstruktionen, die später in die großen IMOCAs einfließen. So erregt die jüngste Entwicklung des SEAir viel Aufmerksamkeit.

Mini Foils

T-Foils an den Rudern beim ehemaligen Minitransat-Sieger. © SEAir

Bei dem Schiff handelt sich ohnehin um einen der schnellsten Minis der Welt. David Raison gewann 2011 mit der radikalen Plattbug-Konstruktion die Minitransat. Nun ist das Schiff im Besitz des SEAir-Teams zum Foiler umgebaut worden. Jüngste Tests haben 15 Knoten Speed bei nur 8 Knoten Wind ergeben.

Dieser Plattbug auf Drogen soll nun so viele Daten in der aktuellen Konfiguration sammeln, dass es möglich ist, mit ihm auch höhere Wellen zu überfliegen. Das ist das Ziel der nächsten IMOCA-Generation.

 

 

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Carsten Kemmling

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