Gardasee: Spektakuläre Wasserwand

Gardasee-Gebläse

Das Wetter am Gardasee ist normalerweise durch die verlässlich starken Winde Ora und Vento geprägt. Es kann aber auch richtig ungemütlich werden, wie dieses Video zeigt.

Die Anziehungskraft des Gardasees für Segler hat insbesondere mit den starken Winden bei bestem Wetter zu tun. Im nördlichen Teil bei Riva und Torbole wird in den Sommermonaten von Juni bis September regelmäßig ein beeindruckendes Naturschauspiel aufgeführt.

Wenn bei entsprechender Großwetterlage viel Luft im Umlauf ist, startet das Gebläse schon in der Nacht. Der frische Nordwind Vento – oder auch Pelér genannt – setzt zwischen Mitternacht und 3:00 Uhr morgens ein und bläst mit vier bis fünf Beaufort bis zum Mittag.

Danach kann der See spiegelglatt werden bis die Ora ihre Arbeit aufnimmt. Sie weht etwa ab 13 Uhr in gegensätzlicher Richtung aus dem Süden und entsteht durch die von der Sonne aufgeheizten Luft am Nordende des Sees. Sie steigt nach oben und erzeugt ein Vakuum, das neue Luftmassen aus der Poebene ansaugt. Bei normaler Wetterlage hält sie bis zum Sonnenuntergang an.

In diesem Jahr hat der Gardasee schon überdurchschnittlich viele Tage dieses perfekten Kreislaufs abgeliefert. Und besonders viele deutsche Segler konnten das Segler-Paradies genießen. Zwar fielen coronabedingt zahlreiche Regatten aus, aber dafür durften zuletzt insbesondere viele Jugendsegler die schwierige Lage auf den südlichen deutschen Seen mit Traingslagern am Gardasee kompensieren.

Aber es geht auch anders auf dem Gardasee, wie das vor knapp einer Woche aufgenommene Video oben zeigt. Das Wind-Eldorado wird auch von “normalen” Gewittern nicht verschont. Eine solche Wasserwand sieht man nicht aller Tage über das Traumrevier rasen.

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

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