Geisterschiff wieder aufgetaucht: Revolutionärer finnischer Offshore-Foiler soll wieder segeln

"Einer der glücklichsten Tage in meinem Leben"

Es rankten sich schon einige Gerüchte um den Verlust des neuen DSS-Foilers “Tulikettu” auf dem Atlantik. Sollten vermeintliche Konstruktionsprobleme vertuscht werden? Nun gibt es ein Happy End.

(Direkter FB-Link)

Die im April auf See verschollene “Tulikettu” ist wiedergefunden worden und befindet sich nun in einem sicheren Hafen. Der 52-Fußer, mit dem Eigner Arto Linnervuo Segelgeschichte schreiben will, befand sich auf einem Überführungstörn von Cascais in Portugal durch die Biskaya nach Gosport in England, als sie etwa 300 Meilen von der Küste entfernt gegen ein nicht identifiziertes Objekt prallte.

Dabei erlitt sie ein Leck, das von der vierköpfigen Crew nicht lokalisiert werden konnte. Mit dem DSS-Foil soll es nichts zu tun gehabt haben. Dieses sei zum Zeitpunkt der Kollision nicht ausgefahren gewesen, heißt es nach Angaben der Überführungscrew. Obwohl zwei Mitsegler erfahrene Bootsbauer sind, gelang es ihnen nicht, den Wassereinbruch zu stoppen. Sie lösten den Notalarm aus.

Arto Linnervuo (l.) freut sich, dass seine Yacht wiedergefunden wurde. © xtrastaerk

Zehn Stunden nach dem Vorfall ließen sich die Segler von einem Öltanker retten. Sie hatten noch versucht, provisorische Reparaturen vorzunehmen, mussten aber davon ausgehen, dass sie nicht funktionieren würden. Sie konnten nicht abwarten, um zu testen, ob das Leck gestopft sein würde. Die Wetterbedingungen verschlechterten sich und die Wellen wurden immer höher. Der Skipper traf die schwierige Entscheidung, den Tanker zu besteigen und “Tulikettu” aufzugeben.

Danach hatte der Eigner noch große Hoffnung, seine Yacht wiederzufinden. Er startete eine umfangreiche Suchaktion. Aber diese wurde am 30. April eingestellt. Linnervuo ging davon aus, dass sein Schiff gesunken ist.

Aus dem Flugzeug gesichtet

Aber schließlich wurde “Tulikettu” überraschend am 23. Mai von einer vorbeifahrenden Yacht gesichtet

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Carsten Kemmling

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