Geplanter Öko-Frachter aus Holland: “Ecoliner” soll mit Dyna-Rigg segeln

Comeback der Rahsegel

Schmucker Frachter. Der geplante "Ecoliner" aus Holland. © Fairtrade

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Carsten Kemmling

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8 Kommentare zu „Geplanter Öko-Frachter aus Holland: “Ecoliner” soll mit Dyna-Rigg segeln“

  1. avatar Marc sagt:

    Hört sich auch sehr nett an, aber zwei Schwachpunkte fallen direkt auf:

    1. wie du schon sagtest, was ist mit starker Krängung? Halten da auch normale Containerhalterungen? Immerhin schaukeln die heutigen Frachter auch ganz schön bei starkem Seegang. Von daher vielleicht leicht lösbar bzw. gar kein Problem

    2. Die Masten der Segel inkl. der ganzen Rahen würden doch arg beim beladen stören.Und wenn wie bei der Maltese Falcon die Rahen alle aus Carbon sind, wirds schnell teuer wenn der Kranführer im Hafen mal einen Mast umhaut.

    Die Idee kommt übrigens aus Hamburg, hier ein interessanter Artikel dazu:
    http://www.welt.de/print-wams/article124277/Spaete_Ehrung_fuer_einen_Visionaer.html

    • avatar Hurghamann sagt:

      Da Stimme ich Dir zu, für Container, Bulker & alles was LOLO ist sehe ich das auch nicht.
      Für jegliche Form von Tankern (Gas, Products,Crude) ist das vorstellbar, wenn in den Tanks das Problem der freien Oberflächen berücksichtigt wird.
      Bei RORO Schiffen sollte man ordentlich laschen dann würde es auch gehen.

  2. avatar Kluchschieter sagt:

    Auch ich kann die Bedenken über Kranprobleme nur teilen. Bei Containern könnte es eigentlich noch gehen, da die Containerbrücken ja eigentlich direkt von der Pier über die Container rübergefahren werden und dann ein Lage nach der anderen laden bzw löschen. Also von Stb nac Bb kein Problem, aber es wird wahrscheinlich sehr aufwändig nach vorne bzw hinten zu verholen. Man müsste auch die Rahen senkrechtstellen können, aber das sind wohl alles technisch lösbare Herausvorderungen.
    Aber bei Bulkern sehe ich das Problem genauso, ebenso daß es bei Tankern eher vergleichsweise einfach sein muss. Das Problem der freihen Oberfläche würde übrigens nicht mehr oder weniger als vorher existieren, Tanker befüllen die Tanks vom Volumen her normalerweise eh nicht mehr als 90-95% um temperaturbedingte Volumenveränderungen der Ladung ausgleichen zu können. Da Tanker sowieso je nach Grösse meist 3-5 Tankreihen nebeneinander haben gibt es auch keine nennenswerten ladungsbedingten Schwerpunktverschiebungen.

    Mit Sicherheit werden viele Handelsschiffe der Zukunft so oder so ähnlich aussehen, auch wenn dieses Projekt seiner Zeit wahrscheinlich noch weit vorraus ist. Ich finde es trotzdem gut wenn sich jemand traut so etwas zu realisieren. Ich wollte übrigens bei Thema Skysails das Produkt an sich nicht verteufeln. Die Idee an sich war gut, ist nur leider wie so vieles an der Realität gescheitert. Zumindest fürs erste. Vielleicht lohntes sich irgendwann ja doch noch mal.

    Hier befürchte ich für die nahe Zukunft ähnliches, würde mich aber wirklich freuen wenn ich damit falsch liege!

    Cheers!

  3. avatar DJ Rusty sagt:

    Albert Ballin (Hamburg) was the greatest for ever ever with his P-Liners (“Passat” and some more of this 5-mast super ships). Time will come we see them back! Sooner as you think 🙂

  4. avatar DJ Rusty sagt:

    …… Ballin… vor ihm das ultimative Genie http://en.wikipedia.org/wiki/Flying_P-Liner …. es wird Zeit das HDW wieder anfängt Carbon P-Liners zu bauen 🙂

  5. avatar DJ Rusty sagt:

    Das erste Schiff der HAPAG war der Segler Deutschland von 538 BRT, ausgerüstet für 20 Kajütpassagiere sowie 200 Auswanderer und Fracht. Das Hauptgeschäft war der Transport von Passagieren, vor allem Auswanderern; Fracht war zunächst noch von zweitrangiger Bedeutung. Am 15. Oktober 1848 begann die HAPAG den Liniendienst mit der Deutschland zwischen Hamburg und New York.[1] Die Geschäfte gingen gut und ermöglichten bald den Bau weiterer Segelschiffe

  6. avatar stephan sagt:

    Segelfrachtschiffe werden dann wieder in nennenswertem Maß auftauchen wenn die Fracht von der Pier wieder mit Pferdefuhrwerken abtransportiert wird.

    Derzeit ist der Seetransport die Transportvariante mit dem bei weitem niedrigsten Energieverbrauch pro transportierter Tonne und Kilometer, deshalb ist der ökonomische Anreiz ausgerechnet bei Schiffen was zu machen wesentlich geringer als beim Strasse oder Luftfracht. Also sollte aus ökologischer Sicht, abgesehen von dem Showeffekt, als erstes das Bestreben sein die alten Laster auf der Pier im Video gegen ökologisch sinnvollere Alternativen zu tauschen.

    Als Leuchtturmprojekt und Versuchsplattform finde ich die Initiative jedenfalls gut. Es wird hoffentlich ein paar zugängliche Erkenntnisse davon geben. Von der mit Flettner Rotoren ausgestatteten E-Ship 1 ist ja leider wenig zu lesen, und technisch relevantes erst recht nicht.

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