Gigayacht von Steve Kozloff: Designstudie für spektakulären Mega-Trimaran mit Klappmasten

Kozloff-Kunden haben den Längsten

Klein zu denken, ist nicht so das Ding des kalifornischen Yachtdesigners Steve Kozloff. Seine Entwürfe sind spektakulär, pompös, ein wenig übergeschnappt. Im Juni hat er eine Studie für einen 100 Meter langen Trimaran mit über 1.500 Quadratmetern Wohnfläche, 70 Meter langen, kippbaren Masten, Hubschrauberlandeplätzen, einer U-Boot-Garage vorgestellt – und einer Pianobar. In seiner zweiten Profession zeichnet der Amerikaner Wohnmobile mit 7,3 Litern Hubraum, 182 Litern Tankvolumen und über 400 PS.

Mega-Trimaran mit klappbaren Masten © Steve Kozloff

In manchen Dingen unterscheiden sich Super-Milliardäre nicht von kleinen Jungs: Ihr beider Leben ist ein einziger Wettkampf, ein Kräftemessen mit den Kumpels. Zum Beispiel bei der Frage, wer den Längsten hat. Was bei diesem Vergleich für Jungs Körperteile sind, ist bei Yachteignern mit unlimitiertem Reichtum die Mastlänge.

Das Problem: Wer die höchste Palme besitzt, will das auch in den nobelsten Ankerbuchten der Welt zeigen können. Und damit beginnt das Problem. Denn zum Antritt des Beweises müssen die Schiffe gelegentlich bewegt werden. Und ob nun Schweden, Kiel, Israel oder Panama: Überall sind Brücken im Weg, welche allzu ambitionierte Pläne vereiteln.

Beim Nord-Ostsee-Kanal beträgt die maximale Durchfahrthöhe zum Beispiel 40 Meter, beim Panamakanal 58 Meter, beim Suezkanal 70 Meter. Ein Witz also und viel zu niedrig, um in Nizza, vor den Virgin Islands oder im türkischen Port Palmarina einen Blumentopf zu gewinnen.

39 Meter Brücken-Durchfahrthöhe dank geklappter Masten © Steve Kozloff

Der kalifornische Yacht-Designer Steve Kozloff hat hierfür eine praktische Lösung entwickelt: Masten, die sich flexibel nach vorn kippen lassen. Möglich soll das auch bei seinem neuesten Wurf sein, dem 100 Meter langem Trimaran „Trident“, benannt nach Poseidons Dreizack. Um 70 Grad aus der Vertikalen umgelegt, messen die beiden Masten dann statt knapp 73 Meter nur noch 39 Meter. Das reicht sogar für den Nord-Ostsee-Kanal.

Aber auch sonst hat der Tri mit seinen sechs Decks und 1.554 Quadratmetern Wohnfläche einiges zu bieten, was geeignet ist, den Neid von Milliardärs-Kollegen hervorzurufen.

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