Greta Thunberg: Harter erster Tag auf dem Atlantik – Seekrank

Außer Gefecht

Mit einem Fahrtenkatamaran gegen starken Wind anknüppeln, das ist kein Spaß. Greta Thunberg hat am ersten Tag ihrer Atlantik-Rückreise mit “La Vagabonde” erlebt, dass der 48 Fuß lange Multihull zwar luxuriöser ausgerüstet ist als Boris Herrmanns “Maliza”, das Leben an Bord dadurch aber nicht automatisch erleichtert wird.

Das erste gemeinsame Frühstück nach 24 harten Stunden auf See. © Henderson

Die britische Profi-Skipperin Nikki Henderson (26) beschreibt die erste Nacht auf See: “Seekrankheit haben Greta, Elayna und Baby Lenny außer Gefecht gesetzt. Ich habe mich mit Riley in zwei-Stunden-Schichten abgelöst und wir haben so viel Boden gut gemacht, wie es ging. Dabei haben wir schon jedes Segel gesetzt, das an Bord ist – das Setzen und Bergen ist harte Arbeit. Bei jedem Wachwechsel haben wir die Wetterdaten gecheckt, um die sicherste Route zu finden. Wir haben uns für einen südlichen Weg entschieden und glauben, jetzt auf einem guten Weg zu sein – weg vom stärksten Gegenwind.

Vagabonde Tracker: Ordentlich Druck in der Luft und ziemlich von vorne. “La Vagabonde” hat einen südlichen Kurs eingeschlagen.

La Vagabonde Tracker über den Atlantik

Mit dem Sonnenaufgang haben wir den Golfstrom erreicht. Es ist wärmer geworden, die Moral hat sich verbessert und die Sonne scheint. Frühstück für Champions: Porridge, Cashew Joghurt, frische Beeren und Peanut Butter. Als seien wir bei einer Gesundheits-Show für Lebensmittel…”

Greta Thunberg auf “La Vagabonde” nach den ersten harten 24 Stunden. © Vagabonde

Greta scheint sich von den ersten 24 Stunden aber nicht sonderlich abgeschreckt zu fühlen. Sie schreibt: “Im Golf Strom angekommen. Gestern hatten wir ziemlich harte Bedingungen in dem flachen Wasser vor der Küste. Heute ist es viel schöner. Ich habe wirklich gut geschlafen. Es ist toll, wieder zurück auf dem Ozean zu sein!”

Die “Vagabonde”-Crew hat offenbar einiges auf sich genommen, um Greta an Bord nehmen zu können. Ihr jüngstes Video handelt davon, dass die drei zuvor fünf Tage am Stück auf See waren.

Eleyna und Riley haben aber nie einen Hehl daraus gemacht, dass es ihnen ein wichtiges Anliegen ist, die Botschaft von Greta Thunberg zu verbreiten. Sie selber versuchen immer mehr das Umwelt-Problem bei ihren Beiträgen zu thematisieren.

Auch Nikki Henderson stößt in das Horn. “Ich bin so aufgeregt, dass ich die Chance bekomme, Greta Thunberg zu helfen, ihre Botschaft zu transportieren. Wir haben nur einen Planeten und in diesem Bewusstsein müssen wir anfangen zusammenarbeiten.” 

avatar

Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

Ein Kommentar „Greta Thunberg: Harter erster Tag auf dem Atlantik – Seekrank“

  1. avatar PL_info029 sagt:

    Zuerst drück ich der “Vagabonde”-Mannschaft einschließlich Greta von ganzem Herzen alle 10 Daumen.
    Wenn man sich Videos über die Fertigung von Sulzer- oder MAN-Schiffsdieseln anschaut, wird einem bezüglich Dieselverbrauch angst und bange.
    Auch für die Containerschiffe, (wenn man dieses Hin- und Hergeschippere von Massenplunder überhaupt braucht), wäre meiner Schätzung nach der Wind mit Darieus-Rotoren o.ä. durchaus erwägenswert.
    Vielleicht gewinnt dieser jahrtausende-alte Windantrieb auch bald wieder neuen Auftrieb, denn wer hätte vor 50 Jahren gedacht, dass Industrienationen wie Deutschland mit der guten alten Windmühle einen inzischen beträchtlichen Anteil ihrer Energie regenerativ erzeugen?

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 4 Daumen runter 13

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sicherheitsfrage (SPAM-Schutz): *