Die wahrhaft “allerletzten Eisarsch-Helden” segeln in Rostock

"Hochgradig sinnfrei"

Rückwärts ausparken mit der Spitzhacke. Die Ixylon-Crew muss sich den Weg zum Wasser frei hacken. © Bernd Block www.rostocksailing.de

Die “letzten Helden“, “Eisernen“, “Eisärsche” oder auch Roman Paszke mögen sich für mega hart halten. Aber der wahre Preis für Segel-Masochismus geht an den Akademischen Segler-Verein zu Rostock für seine Ixylon-“Regatta”. Die Teilnehmerzahlen halten sich zwar noch in Grenzen, aber bei härtesten Eis-Bedingungen kam immerhin das eine Boot, das am Start war, auch ins Ziel.

Bei minus acht Grad eine Stunde lang Eis hacken für zehn Minuten Segeln. © Bernd Block www.rostocksailing.de

Mario Lilie, einer der drei “Extremsegler” vom Akademischen Segler-Verein zu Rostock erklärt: “Unsere Eisarsch-Regatta wird seit Jahren immer am letzten Samstag vor dem heiligen Abend mit den Ixylons ausgetragen. Als Jollen-Weihnachtsfeier sozusagen. Da die restlichen Schiffe diesmal an den Pallungen festgefroren waren, konnten wir nur mit meinem Boot raus.”

Die größte Herausforderung dabei? Wohl das Ablegen durch die etwa fünf Zentimeter dicke Eisschicht. Aber auch das ist nur eine Frage der richtigen Technik.  “Optimal sind drei Leute: einer der vorn das Eis zerkloppt sowie zwei die paddeln und ‘das Gehackte’ seitlich unter die Eisfläche schieben. Für die 50 Meter bis zum ‘freien Wasser’ brauchten wir knapp eine Stunde.”

Bevor das Segeln funktioniert muß durch ein Eisschollen-Feld gepaddelt werden. © Bernd Block www.rostocksailing.de

Wir halten also fest: Bei minus acht Grad eine Stunde lang Eis hacken für 10 Minuten Segeln… Hochgradig sinnfrei – aber schön!

“Das Boot hat alles gut überstanden”, sagt Mario. “Die Genua war natürlich auch draußen (davon gibt’s nur leider keine Fotos), haben sie auch gut gebraucht da uns das Eis stark behinderte, besonders bei den Wenden. Auf den Spi konnten wir verzichten (Mangel an Konkurrenz). Beim nächsten Mal werden die Dinger auf Kufen gestellt :-)”

Die drei allerletzten Helden Mario, Janine und Stefan. © Bernd Block www.rostocksailing.de

Mario, Janine und Stefan vom ASVzR auf XY 2336 “Wind Hunter” gehen offiziell als die “Allerletzten Eisarsch-Helden der Saison 2010” in die Rostocker Segelgeschichte ein. Alles rein sportlich – ist ja klar…

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"Segelspaß" im Rostocker Hafen. Die Genua soll ausgerollt gewesen sein. © Bernd Block www.rostocksailing.de

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Ein Kommentar „Die wahrhaft “allerletzten Eisarsch-Helden” segeln in Rostock“

  1. avatar wilfried sagt:

    Hallo zusammen und ein schönes Neues Jahr,

    tatsächlich sinnfrei-aber mal was ganz anderes. Was ist das für ein geiler Schoner im Hintergrund, der da vor sich hinfriert?

    Gruß Wilfried

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