Holland-News: Im Hafen von Ameland wird gebaut und Andijk feiert Jubiläum

Sperrungen, Arbeiten und ein besonderes Jubiläum

Obwohl die Coronapandemie das Reisen in unser Nachbarland erschwert, passiert in den Niederlanden weiterhin so einiges, um den Wassersport zu unterstützen.

Arbeiten im Yachthafen Ameland

Wegen Erweiterungsarbeiten kann der Yachthafen ‘t Leijegat auf Ameland von April bis Juni nur in begrenztem Maß genutzt werden.
Der Hafen wird zurzeit auf Tiefe gebracht und mit einer 42 Meter langen Kaimauer ausgebaut. Die Schwimmstege werden neu angeordnet. Außerdem kommen weitere Schwimmstege mit einer Gesamtlänge von 475 Metern hinzu. Nach Fertigstellung stehen dem örtlichen Wassersportverein fünfzig und Gästen etwa siebzig Liegeplätze zur Verfügung. 

Kunststofftonnen statt Pricken

Wie die Wasserbaubehörde Rijkswaterstaat mitteilt, ersetzt sie in bestimmten Fahrrinnen im Wattenmeer die gebräuchlichen Pricken gegen Kunststofftonnen. In den letzten Jahren durchgeführte Tests haben ergeben, dass Kunststofftonnen nachhaltiger, kostensparender und sicherer sind.

Bei den Fahrwassermarkierungen geht es vor allem um kleine Fahrrinnen wie das Fransche Gaatje, die Vlakte van Kerken, die Anfahrt zum Hafen von Schiermonnikoog und nach Noordpolderzijl.

Kunststofftonnen haben eine längere Lebensdauer, vertreiben nicht so leicht und nehmen bei Ausbringung oder Wartung weniger Zeit in Anspruch.

Jedoch werden nicht alle Pricken aus dem Watt verschwinden. Yachthäfen werden sie auch weiterhin einsetzen, um Wassersportler mit ihrer Hilfe vom Fahrwasser zu den Liegeplätzen zu leiten. 

Brücke bei Oostermeer wird ersetzt

In der Gemeinde Tytjerksteradiel soll die bestehende bewegliche Brücke bei Oostermeer erneuert werden. Das Problem ist nur, dass die Gemeinde aus Kostengründen eine feste Brücke plant. Dagegen hat der niederländische Wassersportverband Einwände erhoben.

Eine feste Brücke bei Oostermeer bedeutet, dass das Burgumermeer und Leien nicht mehr für größere Motoryachten oder Segelboote erreichbar sind. Der Wassersportverband bemängelt, dass eine feste Brücke den Zukunftsplänen der Region entgegensteht. Erst vor kurzem haben sich fünf Gemeinden zusammengeschlossen, um den Wassersport in der Region zu fördern. Auch bei der Organisation Basis Recreatie Toervaartnet (BRTN),die sich für die Belange der Freizeitschifffahrt einsetzt, gilt der Leitsatz: „Erhalten, was besteht, darum keine beweglichen Brücken durch feste ersetzen.“

40 Jahre Yachthafen Andijk und Rettungsstation KNRM

Am 23. Mai begeht der Yachthafen Andijk sein 40jähriges Jubiläum. Leider lässt die Corona-Pandemie Feierlichkeiten im Augenblick nicht zu. Das neue Hafenmagazin befasst sich aber mit den Anfängen und der Entwicklung des Yachthafens.

Die Idee für den Bau des Hafens, der 1981 eröffnet wurde, ergab sich daraus, das der bereits bestehende Vereinshafen De Kreupel gegen nördliche Wind geschützt werden musste. Ein zweiter, mit einem Deich umgebener Hafen erschien die beste Lösung. Mit seinen 600 Liegeplätzen durfte er auf keinen Fall in Konkurrenz zu dem Vereinshafen mit 150 Liegeplätzen treten.

Bald nach Eröffnung entwickelte sich der von einer Stiftung verwaltete Yachthafen Andijk mit Schiffsausrüster, Servicewerkstatt, Schiffsmakler, Yachtcharterbetrieb und Restaurant zu einem beliebten Heimathafen für niederländische und deutsche Bootsbesitzer.

1987 kamen zwei große Winterlagerhallen hinzu. Dummerweise begrüßte ein Bootsbesitzer das neue Jahr 1988 mit einer Seenotsignalrakete und sorgte für eine Katastrophe. Innerhalb kürzester Zeit fielen die neuen Hallen sowie 72 Yachten den Flammen zum Opfer. Dank eines hervorragenden Managements wurde der Schaden seitens der Versicherungen innerhalb eines Tages geregelt. Und sechs Monate später konnten ein zweites Mal zwei Hallen in Betrieb genommen werden. Diese wurden einige Jahre später um eine dritte Halle erweitert.

Katastrophen blieben in den Folgejahren aus und der Yachthafen Andijk konnte sich als moderner, gut geführter Hafen weiterentwickeln. Trotz seiner 40 Jahre ist er in Bezug auf Service und Einrichtungen auf dem aktuellsten Stand.

Gleichzeitig mit dem Yachthafen kann auch die hier ansässige Rettungsstation der Königlich Niederländische Rettungsgesellschaft (KNRM) mit ihrem Rettungsboot ‘t Span auf stolze 40 Jahre zurückblicken. Geraten Wassersportler auf dem IJsselmeer in Not, sind die Retter aus Andijk zur Stelle. 

Kleine Schleuse Ijmuiden für Sportschifffahrt

Die seit August 2020 gesperrte Kleine Schleuse im Schleusenkomplex Ijmuiden steht der Sportschifffahrt wieder zur Verfügung. Einschränkungen ergeben sich, wenn überschüssiges Wasser in die Nordsee gepumpt werden muss. Dann muss zusammen mit der Berufsschifffahrt die Zuiderschleuse genutzt werden. Mit entsprechenden Hinweisen und Signalen wird auf die geänderte Situation aufmerksam gemacht. 

Sperrungen

Riensluisbrücke in Lemmer

Renovierungsarbeiten an der Riensluisbrücke in Lemmer am Zugang zum Polder erfordern bis zum 11. Juni eine Sperrung für jeglichen Verkehr einschließlich Schifffahrt.

 

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