Hurrikansaison 2020: Mehr schwere Stürme über dem Atlantik – Bis zu neun Orkane

"Überdurchschnittliche Aktivität"

Die Lage für Langfahrtsegler in der Karibik ist gerade ohnehin schwierig, aber der Druck, das Gebiet zu verlassen, wird noch größer. Die aktuelle Prognose sagt eine überdurchschnittlich aktive Sturmsaison vorher.

Satellitenbilder, der Hurrikane Katrina, Rita und Wilma 2005 . Das Jahr gilt als Referenz für die Vorhersagen. © NOAA

Seit Jahren wird die Wetter-Situation auf dem Atlantik extremer. Die Hurrikansaison 2019 zeigte das vierte Jahr in Folge eine überdurchschnittliche Aktivität auf und lag im Ranking aller aufgezeichneten Zeiträume auf Rang vier.

2020 sieht es so aus, als würde es noch heftiger werden. Für die offiziell vom 1. Juni bis 30. November dauernde atlantische Hurrikansaison erwarten die Experten von AccuWeather, dem weltweit führenden Anbieter für kommerzielle Wettervorhersagen, erneut eine überdurchschnittliche Häufung der Wirbelstürme.

AccuWeather rechnet laut seiner aktuell veröffentlichten Prognose für die kommende Saison mit 14-18 Tropenstürmen. Von diesen Stürmen sollen sieben bis neun zu Hurrikanen werden, und davon werden sich zwei bis vier voraussichtlich zu besonders starken Hurrikanen verstärken. In einem normalen Jahr treten etwa 12 Stürme, sechs normale und drei große Hurrikane auf.

Horror-Jahr 2005

In der vergangenen Saison haben die Hurrikane Dorian, Lorenzo und Humberto sowie der Tropensturm Imelda und insgesamt 18 Stürme Schäden in Höhe von mehr als 11 Milliarden Dollar verursacht. Ein Ausrutscher war das wohl nicht mehr. Es gibt Grund zur Annahme, dass die Saison 2020 genauso aktiv sein könnte.

Die Vorhersage von AccuWeather zur Hurrikansaison 2020

Aber so heftig wie das Horror-Jahr 2005 soll es nicht werden. Damals entwickelten sich gleich 28 Stürme. Darunter “Katrina”, der Monster-Orkan, der 1.800 Menschen tötete und einige Viertel von New Orleans in Geisterstädte verwandelte, die 15 Jahre später immer noch nicht vollständig wiederhergestellt sind.

Für 2020 erwarten die Meteorologen zwei bis vier Stürme, die auch über dem US-Festland Schäden anrichten können. Zu Beginn der Saison besteht insbesondere östlich der Bahamas die Gefahr einer Sturm-Entwicklung, weil dort schon jetzt das Wasser überdurchschnittlich warm ist.

Das AccuWeather-Team lag zuletzt ziemlich gut mit seinen Vorhersagen. 2019 sagten sie exakt die  12 bis 14 namentlich benannte Stürme und die fünf bis sieben Hurrikane vorher –  sechs davon traten schließlich ein.

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Carsten Kemmling

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