Hydroptère: Rekord-Foiler gibt nicht auf – Prinz Albert von Monaco als Unterstützer

Einen Weg durch den Müll finden

Video-Link: Hydroptère vor Los Angeles

Video-Link: Hydroptère vor Los Angeles

Alain Thébault wartet für seinen ersten Hochsee-Rekordversuch mit “Hydroptère” von Los Angeles nach Hawaii auf eine freie Passage durch den Müll. Prinz Albert ist neuer Projekt-Unterstützer.

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“Hydroptère” vor Los Angeles. © Hydroptère

Seit Jahren ist es etwas undurchsichtig, was mit dem Speed-Projekt Hypdroptère passiert. 2009 knackte Alain Thébault mit seinem foilenden Dreibein die 50 Knoten Marke (51,36 Knoten auf 500 Metern; 50,17 Knoten für eine Seemeile), und dann kündigte er an, bald auch auf hoher See Rekorde erreichen zu wollen.

Mit dem potenten Sponsor DNCS sollten plötzlich neun Millionen Euro flüssig sein und er  verschiffte den Foiler nach San Francisco, um im Windschatten des America’s Cups eine Basis für den angepeilten Pazifik- Rekord aufzubauen. Die französischen Staatswerft DNCS, tätig in der Rüstungsindustrie und Energiewirtschaft, habe besondere Interessen in den USA hieß es.

Jimmy Spithill Hydroptere

Jimmy Spithill besucht Alain Thébault auf “Hydroptere” © Guilain Grenier

Aber dann stieg DNCS urplötzlich aus und das Projekt schien in den USA zu stranden. Immer wieder kündigte Thébault den Rekordflug nach Hawaii an und verschob ihn dann wieder. Zuletzt kündigte der Franzose den Rekordversuch für den Frühling an. Aber nun ist es auch schon wieder Sommeranfang.

Aber es tut sich etwas. So zog Thébault inzwischen nach Los Angeles um und produzierte das obige Video von weiteren Testflügen, mit denen er offenbar weitere Geldgeber ins Boot holen möchte.

Der Prinz ist im Boot

So konnte er immerhin Prinz Albert von Monaco als Unterstützer mit seiner Stiftung gewinnen. Dabei handelt es sich aber wohl eher um eine ideelle Leistung. Immerhin gab der Franzose schon bekannt, woher seine Crew kommen solle. Ein Deutscher werde dabei sein, heißt es.

Prinz Albert Hydroptere

Alain Thébault übergibt Prinz albert von Monaco ein “Hydroptère” Bild und besiegelt die Partnerschaft. © Hydroptere

Auch der australische America’s Cup Gewinner James Spithill soll zum achtköpfigen Team gehören, wenn es für “Hydroptère” um die Wurst geht. Ob es aber wirklich so weit kommt, bleibt abzuwarten. Die letzte Meldung vom “Hydroptère”-Team liegt schon wieder fast einen Monat zurück und darin peilte Thébault ein Treffen mit den Rekord-Solarfliegern vom Solar Impulse Projekt auf Hawaii an.

Aber der Flieger Bertrand Piccard hat gerade angekündigt, dass er es wegen schlechter Witterung nicht schaffen, wie geplant auf die US-Insel zu fliegen.

“Hydroptère” ist aber offenbar immer noch auf Standby. Das größte Problem sei jetzt ein riesiges Müll-Feld mit den Ausmaßen von Texas, das seit dem Japan Tsunami 2012 im Gebiet von Hawaii treibt. Nicht auszudenken, was eine Kollision mit Treibgut bei einer Geschwindigkeit von 50 Knoten bewirken könnte. Aber dieses Problem besteht nun eigentlich schon seit drei Jahren. Warum sollte es sich jetzt plötzlich in Luft auflösen? Immerhin scheint “Hydroptère” zurzeit technisch auf bestem Stand zu sein. Ob sich die Speed-Pioniere aber tatsächlich auf die hohe See wagen? Zuzutrauen ist es ihnen

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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