Jedermann Foiler: FLO1 wiegt so wenig wie ein Opti und hebt sich am Wind aus dem Wasser

Kleiner Flieger

Immer mehr Unternehmen sehen die Foiler-Entwicklung als Marktlücke. Der FLO1 aus Holland hat die nächste Testphase abgeschlossen. Er soll mehr Normalo-Seglern das Flug-Erlebnis ermöglichen.

Flo1, Aeronamics

Der FLO springt auf der Heckwelle. © Aeronamics

Wer schafft es, auf den Foiling-Zug aufzuspringen? Wer schafft es, ein taugliches Massenkonzept für die neue Art des Segelns auf den Markt zu bringen? Der Wettbewerb ist längst im vollen Gange. Und die australische Waszp scheint der Konkurrenz schon um einige Längen enteilt.

Aber viele halten diese Art des Moth-Style-Foilings für zu schwierig für den Normalo-Segler. Sie glauben, dass Bedarf für ein einfacher zu bedienendes Konzept besteht. Diese Denkweise entspricht den Machern beim holländischen Unternehmen Aeronamics.

Ihre 4,25 Meter kleine Jolle wiegt segelfertig mit 45 Kilogramm gerade einmal so viel wie ein Optimist und soll schon bei zwischen 6 und 8 Knoten Wind abheben. Das geringe Gewicht wird durch einen karbonverstärkten Glasfaserrumpf mit Kohlefaser-Rigg ermöglicht.

Flo1, Aeronamics

Kleines Schiffchen, hohes, schmales Segelprofil. © Aeronamics

Das Video der jüngsten Entwicklungsstufe zeigt, dass sich das Schiffchen auch auf einem Amwindkurs auf den Leeflügel hebt. Raumschots bei starkem Wind ist eine Zielgeschwindigkeit von 20 Knoten angepeilt.

Flo1, Aeronamics

Die Konfiguration des kleinen Fliegers. © Aeronamics

Der Clou soll aber die einfache Bedienung sein. FLO1 stützt sich auf das Dynamic Stability System (DSS) mit dessen Hilfe sich auch die Quant23 in die Höhe stemmt. Eine aktive Steuerung des Flügel ist also nicht nötig. Dafür muss das Luv-Profil bei jedem Bugwechsel aus dem Wasser, um den Widerstand klein zu halten. Die meisten DSS-Foiler stecken den Flügel dann durch den Rumpf, beim FLO1 geht es einfacher: er wird hoch geklappt.

Flo1, Aeronamics

Abheben auf dem Veluwemeer. © Aeronamics

Ob der kleine Flieger eine Chance auf dem Markt hat, bleibt abzuwarten. Die Kosten von 14.250 Euro ohne MWS, aber mit Slipwagen und Persenning dürften vielen zu happig sein. FLO1 kann am Testcenter bei “De Randmeren” am Veluwemeer bei Probe gesegelt werden.

Flo1, Aeronamics

Das Cockpit. © Aeronamics

Website Aeronamics FLO1

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Carsten Kemmling

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Ein Kommentar „Jedermann Foiler: FLO1 wiegt so wenig wie ein Opti und hebt sich am Wind aus dem Wasser“

  1. avatar Attila von Arx sagt:

    Bestellt und nachgehakt; keine Reaktion von Aeronamics…
    Ich segle jetzt A Cat.
    🙂

    Like or Dislike: Daumen hoch 3 Daumen runter 1

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