Jules Verne Rekord: Bestzeit am Äquator – 18 Stunden Vorsprung für “Spindrift 2”

Unter dem Blutmond auf die Südhalbkugel

“Spindrift 2” hat den eigenen Äquator-Rekord um etwas mehr als eine Stunde gebrochen, indem sie ihn von Ushant aus in 4 Tagen 20 Stunden erreichte. Damit war das 12-köpfige Team fast einen Tag schneller als der virtuelle Konkurrent Joyon und es zieht weiter davon.

Yann Guichard und seine Crew mehr als 23 Stunden und 180 Meilen schneller als der aktuelle Titelträger der  Jules Verne Trophy IDEC Sport am Äquator und können sich über diesen Teilerfolg auf der Rekordstrecke um die Welt freuen. Aber wie wenig diese Zeit bedeutet, zeigt die Entwicklung der eigenen Rekord-Historie. 2015 raste “Spindrift 2” auch in Rekordzeit zum Äquator – wenn auch 1 Stunde und 48 Minuten langsamer als jetzt – wurde dann aber immer langsamer und verpasste schließlich die Bestzeit.

Spindrift

Die glückliche Crew beim Überqueren des Äquators in Rekordzeit. © Spindrift Team

An den ersten Tagen mag man die Höchstgeschwindigkeit erwarten. So weit können die Wetterrouter noch voraussehen. Und wenn sie ihren Job mit den immer besser entwickelten Vorhersage-Werkzeugen gewissenhaft erfüllen, sollten sie das entsprechende Wetterfenster auch ziemlich exakt definieren können. Das Spindrift-Team hat schließlich lang genug, gut drei Monate auf diese Möglichkeit gewartet.

Spindrift

Die Position von Spindrift vor dem virtuellen Gegner.

Erst danach wird es bei der Rekord-Planung immer schwieriger. Der Router an Land und die Crew müssen mit den Bedingungen arbeiten, die sich entwickeln. Glück spielt eine große Rolle. Aber dieses 40 Meter-Monster muss auch am Limit gesegelt werden.

“Wir wir haben die Doldrums am Äquator mit relativ wenig Wind erlebt. Aber es war besonders schön, den Vollmond zu sehen, gerade als er sich verfinsterte”, berichtet der Skipper. “Ein tolles Erlebnis für eine gute Stunde.”

Die Entwicklung des Vorsprungs (r.) und der 24-Stunden-Durchschnitt-Speeds.

Yann Guichard hört sich wie immer wenig euphorisch an. Das St. Helena-Hoch erfordere einen größeren Umweg, und man müsse noch ein Gebiet mit wenig Wind durchqueren bevor die günstigen Nordwinde für Beschleunigung sorgen. “Es wird ein relativ langsamer ‘Abstieg’ werden…. aber wir sollten Francis Joyon und seiner Crew ein wenig voraus sein, wenn wir das Kap der Guten Hoffnung erreichen”.

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