Jules Verne Trophy: Wie der Rothschild-Trimaran über den Atlantik hämmert – Drohnen Video

Erstaunliche Perspektive

Drei Tage nach dem Start des Rekordversuchs um die Jules Verne Trophy verteidigt das Gitana-Team einen knappen 93 Meilen-Vorsprung. Dabei wurde das Boot von der eigenen Drohne und einer Frachterbesatzung gefilmt.

Das muss eine schöne Abwechslung vom harten Alltag einer Frachter-Besatzung gewesen sein. Der Maxi Trimaran Edmond de Rothschild raste in seinem Bestreben, schneller als 41 Tage um die Welt zu segeln zwischen zwei Altantik-Riesen durch und sorgte für jede Menge Anfeuerungsrufe.

Aber die Bedingungen erlaubten es ebenfalls, dass Medienmann Yann Riou seine Drohne zum Einsatz gebracht hat und die Vogelperspektive bemühte. Der Franzose war beim vergangenen Volvo Ocean Race in gleicher Position beim holländischen Brunel Team an Bord und sorgte für das wohl spektakulärste Drohnen-Video der gesamten Regatta.

Aktuell liegt der 100-Fuß-Trimaran 93 Meilen vor dem Rekord von Francis Joyon. Das ist noch nicht so viel, wie Cammas und Caudrelier mit ihren vier Teamkollegen eigentlich vorne liegen müssten. Denn nur mit einem großen Vorsprung im Atlantik ist die Joyon-Zeit zu knacken, die insbesondere durch extrem vorteilhaftes Pazifik-Wetter zustande gekommen ist.

Das Foil hebt den Leeschwimmer konstant aus dem Wasser. © Riou/Polaryse/Gitana

Zwar lag die Gitana-Crew schon 173 Meilen vorne, aber zahlreiche Halsen bei den Kapverden kosteten Meilen. Nach längerer Diskussion mit Wetterrouter Marcel van Triest wäre das Team fast zwischen den Inseln hindurch gejagt. Aber schließlich entschied man sich für das geringere Risiko.

“Es war verlockend, zwischen den Inseln São Vicente und São Nicolau hindurch zu schießen, um eine direktere Route bis zum Äquator segeln zu können”, sagt Riou. “Aber schließlich haben wir uns nach Abwägung der möglichen Vorteile und Risiken dagegen entschieden.” Die Gefahr bei absoluter Dunkelheit in den Windschatten zu geraten oder mit Fischern zu kollidieren, sei zu groß gewesen. “Die Nächte sind hier im Moment pechschwarz.”

Jules-Verne-Trophy-Tracker

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

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