Klimaschutz: Aktivisten ketten sich an pinkes Boot

Yacht als Protest-Symbol

Nahe Boston haben sich Klimaaktivisten an ein pinkes Boot gekettet. Auch andernorts hat es bereits ähnliche Aktionen gegeben. Was steckt dahinter?

Die Gruppe Extinction Rebellion macht regelmäßig mit radikalen Protesten Schlagzeilen, die die Aufmerksamkeit auf die Gefahren des Klimawandels lenken sollen. Immer wieder kommen dabei auch bunte Segelboote zum Einsatz. Der Grund: Sie sollen symbolisch für den steigenden Meeresspiegel als Folge des Klimawandels stehen. 2019 etwa blockierten etliche Aktivisten mit einer pinkfarbenen Yacht mehrere Tage lang eine der wichtigsten Zufahrten zur Londoner Innenstadt, um sich Gehör zu verschaffen und Druck auf die Regierung auszuüben. Das Medienecho war groß. In Hamburg stellten Anhänger der Klimaschutzbewegung erst vor einigen Monaten mitten auf der Köhlbrandbrücke eine Jolle ab.

Nahe Boston wurde nun wieder ein pinkes Segelboot in den Protest eingebunden. Der 27-Fußer trug die Aufschrift „Climate Emergency“ und wurde vor dem Haus des Gouverneurs von Massachusetts geparkt und blockierte die Auffahrt. Sechs Demonstranten ketteten sich an ihm fest.

Zu Beginn des Protests twitterte die Gruppe „Extinction Rebellion Boston“ ein Foto des Bootes mit den Worten: „Das pinke Boot ist am Haus von Gouverneur Baker angekommen, knapp über dem Meeresspiegel (noch).“ Weiter hieß es, man wolle den Gouverneur „wegen Klimaverbrechen“ unter Hausarrest stellen.

Die kleine Aktion der Bostoner Aktivisten war allerdings schnell wieder beendet. Als sie der Aufforderung, die Auffahrt zu verlassen, nicht nachkamen, wurden sie in Polizeigewahrsam genommen und das pinke Boot abtransportiert.

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