Legerwall: Von der Brandung auf die Steine geworfen – Rettungsschwimmer im Einsatz

On the Rocks

“Raus aus dem Boot”, sagt der Handy-Filmer. Es ist die Angst um das Leben des Skippers, die sich bei der Ansicht der dramatischen Bilder aufdrängt. Da wird niemand mehr von dem Wrack runterkommen.

Der Notruf ist gewählt und das Beach Fire Department von Redondo Beach vor Los Angeles schon vor Ort. Ein Rettungsschwimmer springt ins Wasser und krault mit der typischen Hasselhoff-Rettungsboje im Schlepp zum Schiff. Was der wohl vorhat? Will er das wild umherschlagende Schiff besteigen?

Eine Leine wäre wohl gut, mit dem der Bug in den Wind gezogen werden könnte. Aber es ist schwer zu erkennen, ob der Skipper noch in der Lage wäre, eine Verbindung herzustellen. Die Yacht auf den Rockies scheint nicht zu retten. Zeitweise steht sie hochkant auf dem Heck und wartet auf den Einschlag des nächsten Brechers, dann knallt sie mit dem Mast aufs Wasser.

Strandung, Redondo Beach

Am Redondo Beach vor Los Angeles uf die Felsen geworfen.

Plötzlich, wie durch ein Wunder, wirbelt der Bug herum, die flatternde Genua zieht ihn durch die Wende, das Groß füllt sich, und das tapfere Schiffchen erreicht wieder tieferes Wasser – als wenn nichts gewesen wäre.

Der eine Rettungsschwimmer schwimmt immer noch nebenher, der andere besteigt die Yacht vom Motorboot aus und befestigt eine Schleppleine. Wie es dem Skipper geht, ist zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt. Aber in einer akuten Lage scheint er sich nicht zu befinden.

Was für ein Stunt! Das Material dürfte sich gut als Lehrmaterial eignen, um die Bedeutung einer Legerwall-Küste zu erklären. Oder man schließt daraus, welch beeindruckende Qualität alte GFK-Schiffe haben. Die Steine scheinen dem Rumpf wenig anhaben zu können.

 

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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