Streiflicht: Warum es diese Uhr sein muss

Männerspielzeug Teil 1

Von Uwe Röttgering

Großansicht: www.seefieber.de

Es gibt Dinge, die will man haben. Auch wenn man weiß, dass man sie nicht braucht. Unser Wirtschaftssystem würde zusammenbrechen, wenn nicht Millionen von Menschen so denken würden. Und natürlich bin auch ich Opfer dieses Konsumverhaltens.

Im konkreten Fall hatte sich in meinem Kopf der Wunsch festgesetzt, eine Uhr der Marke Casio vom Typ Pro Trek haben zu wollen. Das Ding kann mit Gimmicks wie Kompass, Thermometer, Zeiteinstellung über Funk, Barometer, zig Alarmen und einer Stromversorgung über eine Solarzelle aufwarten.

Abschreckend war für mich vor allem der Preis von über 300 Euro. Schließlich habe ich die Uhr bei Amazon in England deutlich günstiger als in Deutschland gekauft. Die Illusion so Geld zu sparen, statt auszugeben, hat die Entscheidung deutlich erleichtert.

Jetzt habe ich diesen Klotz von Armbanduhr am Handgelenk, dessen Bedienungsanleitung so umfangreich wie ein Handbuch zum Bau einer Atombombe ist.

Ob mein Leben durch den Kauf dieser Uhr besser geworden ist, vermag ich nicht zu sagen. Aber es ist schon ein beruhigendes Gefühl, jederzeit die atomuhrgenaue Zeit zu wissen, schnell herausbekommen zu können, wo Süden ist, den Luftdruck der letzten 24 Stunden zu kennen oder sich alle 10 Minuten wecken lassen zu können. Ja, sehr, sehr beruhigend.

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