Maxi Yacht: Vision einer 72,5 Meter Super-Slup – Hauptsache viel Licht

Oberkante Unterlippe

Das britische Konstruktionsbüro Malcolm McKeon Yacht Design hat ein elegantes Superyachtkonzept vorgestellt, das auch den Normalo-Skipper in Tagträume verfallen lässt.

Die erste Gedanken: Da schwappt doch sicher Wasser rein – Ganz schön tief gelegt die Karre – Dürfte schnell Salzränder auf den weißen Polstern geben – Etwas zugig vielleicht?

Superyacht Malcolm McKeon

Oberkante Unterlippe? Schwappt kein Wasser in die Superyacht? © Malcolm McKeon Yacht Design

Superyacht Malcolm McKeon

Offener Salon mit Meerblick. Könnte zugig werden. © Malcolm McKeon Yacht Design

Superyacht Malcolm McKeon

Jede Menge Licht in der Superyacht. © Malcolm McKeon Yacht Design

Andererseits lädt die neue Design-Studie vom renommierten britischen Konstrukteuer Malcolm McKeon zum Träumen ein: Mal so ein Schiffchen durch einen Sturm prügeln. Wie es wohl auf dem Ruder liegt? Ob man überhaupt etwas spürt? Mal für ein paar Tage auf der Ostsee rumchillen…

Wenn sie denn jemand bestellt, soll die MM725 Super-Slup 72,5 Meter lang und 13,4 Meter breit werden. Laut Konstruktionsbüro war es ein besonderes Anliegen, viel natürliches Licht auch im Schiff zu gewährleisten. Deshalb sei die Flybridge weit achtern über das Cockpit gestreckt worden. Eine geschwungene Frontscheibe soll im vorderen Teil des Aufbaus für verstärkten Lichteinfall in den Salon führen.

Abklappbare Seitenwände

Weitere markante Designmerkmale sind ihre herunterklappbaren Wände auf beiden Seiten des Cockpits. Dadurch ergeben sich ein einziger großer Balkon, der besonders vor Anker viel Luft und Licht. Ebenso klappen die Seitenwände der Badeplattformen herunter und vergrößern so den “Beachclub” genannten Bereich. Von der mit Glas-Seitenwänden umrahmten Eigner-Kajüte besteht ein direkter Zugang.

Eine Innovation, die das Segelhandling betrifft, scheint vielversprechend. Die riesigen Gennaker sollen sich automatisch auf eine Rolle unter Deck wickeln lassen. MM725 wird über einen Hubkiel verfügen und ein in den Baum einrollbares Fat-head-Großsegel.

Zu etwaigen Preis gibt es naturgemäß wie in diesen Kreisen üblich keine Angaben. Aber ein paar Milliönchen müsste der zukünftige Bauherr wohl springen lassen.

So weit weg von der Realität, wie viele Design-Studien scheint diese Vision von Malcolm McKeon allerdings nicht zu sein. Das Design-Büro gehört seit über 30 Jahren zu den führenden in der Superyacht-Industrie. Es entwarf bisher mehr als 200 Segel- und Motoryachten, von denen 50 die 30-Meter-Grenze überschreiten.

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

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