Mirabaud Sailing Video Award: Das sind die besten Segel-Videos des Jahrhunderts

70.000 Seemeilen um den Globus

Im Corona-Jahr feiert der internationale Videowettbewerb Mirabaud Sailing Video Award die bisher besten Videos des Jahrhunderts. Die eindrucksvolle und zugleich berührende Gewinnerproduktion des französischen Produzenten Martin Keruzoré ist eine Hommage an die Segler, die er in den letzten drei Jahren als Onboard-Reporter rund um den Globus begleitete.

Auch für den Mirabaud Sailing Video Award brachte die Corona-Pandemie Veränderungen. Mangels Segelereignissen wurde in diesem Jahr kurzerhand das Mirabaud Sailing Video of the Century gesucht. Eingereicht werden konnten somit Aufnahmen aus den Jahren 2000 bis 2020.

„In den letzten zwanzig Jahren wurden einige außergewöhnliche Aufnahmen produziert, bei den Olympischen Spielen, der Vendée Globe, dem America’s Cup, dem Volvo Ocean Race und vielen anderen Veranstaltungen“, so Nicolas Mirabaud, geschäftsführender Gesellschafter der Mirabaud-Gruppe. „Diese außergewöhnliche Ausgabe des Mirabaud Sailing Video Award ermöglicht es uns, die größten Momente des Segelsports im 21. Jahrhundert noch einmal Revue passieren zu lassen.“

40 Produktionen von Regisseuren und Kameraleuten 17 verschiedener Nationalitäten waren eingeschickt worden. Den Hauptpreis vergab wie üblich eine internationale Jury. Der Franzose Martin Keruzoré (Air Vide et Eau Productions) siegte hier mit seinem Video „Vues du Large“. In etwas mehr als drei Minuten fasst dieses die 70.000 Seemeilen zusammen, die Keruzoré als Onboard-Reporter im Laufe der letzten drei Jahre auf verschiedenen Booten rund um die Welt zurückgelegt hat. Unter anderem war er Onboard-Reporter auf der Volvo Ocean Siegeryacht Dongfeng. Der Sieger selbst versteht seinen Beitrag als Hommage an die Frauen und Männer, mit denen er mehr als 200 Tage auf See verbrachte und die seine Aufnahmen überhaupt erst möglich machten.

„Das Filmmaterial in drei Minuten zusammenzufassen, war eine schwierige Aufgabe, die mich viel Zeit gekostet hat, aber ich wollte eine andere Vision der Hochseeregatten zeigen“, erklärte er. „Die Sonderausgabe des Wettbewerbs, die sich nicht auf Bilder aus dem laufenden Jahr beschränkt, erlaubte es mir, dieses Video einzureichen. Es ist eine großartige Belohnung, den Wettbewerb zu gewinnen!“

Martina Orsini, Fotografin und Mitglied der Jury, zeigte sich voll und ganz überzeugt von Keruzorés Produktion: „Es ist das einzige Video, das ich in allen Kriterien mit der Note 10 bewertet habe. Es geht nicht um ein einzelnes Rennen, sondern um eine Sammlung von Ozeanerlebnissen. Der Schnitt, die Auswahl der Bilder und die Musik sind absolut perfekt.“

Auf Platz zwei landete Bertrand Duquennes (Bertrand Duquenne Photography) Beitrag „39H“ über Miranda Merron und ihren Vendée-Globe-Traum, auf Platz drei Sarah Broadbents (Orillo) Video „Harness the Hurricane“, das die Vorbereitungen von Dean Barker und dem Softbank Team Japan auf den America’s Cup 2017 zeigt. Den „Special Award“ erhielt ein bereits legendäres Video über die Vendée Globe 2016/17, Alex Thomson und Armel Le Cleac’h (Hervé Borde, Nefertiti), den Publikumspreis Artur Sikorskis (MikkelGroth.com) Clip „Time Always Wins“, der sich mit der Bedeutung des Zeitmanagements einer Regatta auseinandersetzt.

Alle 40 Videos sind auf der Veranstaltungswebseite zu sehen.

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