Naturphänomen: 30-Meter-Welle vor der irischen Küste gemessen

Monster im Meer

In irischen Gewässern hat Ex-Hurrikan Epsilon offenbar für eine Freakwave mit gesorgt. Am Mittwochmorgen registrierte die Messboje M6 eine der höchsten jemals gemessenen Wellen.

Das Netzwerk der Messbojen um Irland herum mit der M6-Boje

Zerstörerische Monsterwellen, die fast aus dem Nichts auftauchen, gehören zu den Schreckgespenstern vieler Segler und beschäftigen die Forschung seit Längerem. Ihre Entstehung ist komplex. Als Voraussetzung werden schwere Stürme angenommen – und viele Wellen, die sich addieren. Ist eine Welle doppelt so hoch wie der Durchschnitt des höchstens Drittels der Wellen in der Umgebung (signifikante Wellenhöhe), gilt sie unter Wissenschaftlern als Monsterwelle bzw. Riesenwelle, Kaventsmann oder Freakwave.

Ist durch den Tiefdruckkomplex mit den Resten des Ex-Hurrikans Epsilon vor der irischen Küste nun eine solche Welle entstanden? Das vermeldeten erste irische Medien. Ein Blick auf die Daten des „Marine Institute“ zeigt: Tatsächlich registrierte Boje M6 am frühen Mittwochmorgen etwa 200 Seemeilen vor der Westküste eine Welle mit stolzen 29,88 Metern und damit einen der höchsten jemals in irischen Gewässern gemessenen Werte. Die signifikante Wellenhöhe betrug im selben Zeitraum „nur“ 14 Meter.

© Marine Institute

Zum Vergleich: 2018 machte eine Rekord-Welle vor Neuseeland Schlagzeilen. Mit 23,8 Metern war sie die größte in der südlichen Hemisphäre gemessene Welle. In der nördlichen Hemisphäre wurden allerdings auch bereits Messwerte von über 30 Metern erreicht.

Übrigens zeigte im vergangenen Jahr eine Studie, dass Monsterwellen immer höher werden. Eine andere bewies zudem bereits vor einiger Zeit, dass das Phänomen häufiger vorkommt als lange angenommen.  

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