Naturphänomen: Auf dem pinken See – Wie sich das Wasser rosa färben kann

Wenn Gott gewollt hätte, dass Frauen segeln...

Wenn Wasser rosa erscheint, glaubt man an einen Chemie-Unfall oder Bild-Bearbeitung. Das jüngste Zeugnis dieses Phänomens kommt aus der Ukraine.

“Wenn Gott gewollt hätte, dass Frauen segeln, hätte er das Wasser rosa gefärbt.” So lautet einer der beliebtesten Macho-Sprüche an den Seglertheken der Nation. Prost! Aber er greift nicht so richtig. Denn das Wasser kann durchaus rosa gefärbt sein.

Zum Beispiel in der Ukraine wo das obige Kitsurf-Video entstanden ist. Der See befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Schwarzen Meer in der Region Grigorieva. Er weist einen Salzgehalt von 35 Prozent auf, und das ist die Grundlage für das Phänomen der rosa Färbung.

Kea Jannssen beim Kitesurfen auf der Hutt Lagoon in West-Ausrtalien. © Kea Janssen

Die Mikro-Algen-Art Dunaliella salina kann sich darin gut vermehren. Und ihre Fähigkeit, Carotine zu produzieren, wird auch industriell genutzt. Es gibt Anlagen in Australien, USA und Israel. 

Pinker See in Afrika

Auch im  Nordwesten des Senegal wird der drei Quadratkilometer großen Salzsee Lake Retba in der trockenen Jahreszeit durch rosarot gefärbt. Der See enthält ähnlich viel Salz wie das Tote Meer.

Die Hutt Lagoon in der Nähe zum Meer.

Die Einheimischen bergen das Salz auf ihren Kähnen aus dem Wasser. Sie schichten es am Ufer zu Bergen auf und führen es der Industrie zu. Der Lake Retba hat für die Salzgewinnung und den Tourismus eine hohe Bedeutung. Die UNESCO erklärte ihn zum Welterbe.

In Australien hat der Salzsee Hutt Lagoon durch das gleiche Phänomen auf sich aufmerksam gemacht. Die deutsche Kitesurferin Kea Janssen nutzte das Farbenspiel für ein Shooting. An dem See befindet sich die größte Anlage der Welt für die Produktion von Mikro-Algen. 

© Kea Janssen

 

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