Meinung Olympia 2024: Die Welt wäre besser mit mehr olympischen Momenten

"Es ist zum Heulen"

Was für eine Enttäuschung, was für eine Ernüchterung. Knapp mehr als die Hälfte der Hamburger hat keinen Bock auf die Spiele. Und damit erübrigt sich auch der Zuspruch der Kieler, die das Olympische Segeln in ihre Stadt holen wollten.Nolympia-logo_1000

Die Gründe für das gescheiterte Referendum mögen vielfältig sein. Flüchtlingskrise, FIFA-Korruption, Terroranschläge und der russische Doping-Skandal sollen zur allgemeinen Sport-Verdrossenheit geführt haben, sagen die Experten. Die Vielzahl der jüngsten Negativ-News sollen die Stimmung verändert haben, die sich im Sommer noch in über 70 Prozent Zuspruch ausgedrückt hatte. Viele mögen gedacht haben, wir haben wirklich andere Probleme als Olympia. Aber wie kann das sein? Die richtige Reaktion hätte sein müssen: “Jetzt erst Recht” .

Es liegt eine düstere Atmosphäre über der Stadt, die im November ohnehin schwer zu ertragen ist. In der Nacht hat es geblitzt, gestürmt und gedonnert. Als würde sich Unmut im Olymp regen. Man kann sich hier oben im Norden wirklich gut herunterziehen lassen. Und die aktuellen Dramen dieser Welt tragen sicher sehr gut dazu bei. Doch gerade aus diesem Grund passt Olympia bestens in die Zeit.

Die Jugend der Welt feiert ein Fest

Die Jugend der Welt feiert ein riesiges Fest zusammen. Man begegnet sich sportlich, fair und freundschaftlich. Nie waren die Werte der Spiele aktueller. In einer Zeit, in der das Kriegsgeschrei immer lauter wird, müsste das Verbindende des weltumspannenden Sportler-Festes von besonders großer Bedeutung sein.

Aber diesen Aspekt kann man wohl nur richtig einschätzen, wenn man selber mal dabei war. Wenn man diese fröhliche, positive Stimmung selber erlebt hat. Das trifft für die meisten Hamburger nicht zu. Und dieses Klima ist in Werbeveranstaltungen wohl nicht zu transportieren. Deshalb war die Volksbefragung vermutlich kein guter Schachzug.

Es ist zu vermuten, dass viele nicht wirklich über Olympia abgestimmt haben, sondern um der Politik einen Denkzettel zu verpassen. Die Macht des kleinen Mannes. Analysen bestätigen schon, dass es nicht alleine um Olympia sondern eher um allgemeinen Unmut ging.

Die Welt wäre besser mit mehr Olympia Erfahrung

Ich hätte damals viel dafür gegeben, einmal selber als Sportler dabei zu sein. Aber selbst die zehn Jahre auf dem Weg dahin im Miteinander und Wettkampf mit den Seglern aus aller Welt hatte eine extrem prägende Wirkung. Sie macht immun gegenüber anti-europäischem Gedankengut und Fremdenhass a la Pegida.

Die Welt wäre besser, wenn mehr Menschen Olympia erleben könnten. Die Hamburger hatten es in der Hand, die Bühne für das Völker verbindende Fest zu bieten und diese friedliche Atmosphäre zu inhalieren. Ich habe in Savannah und Barcelona gesegelt, aus Sydney und Athen berichtet. Dem Zauber des Olympia-Flairs kann man sich nicht entziehen. Und nie war die Zeit passender, um die Botschaft dieses Sportler-Festes an sich heran zu lassen.

Nun ist für Hamburg die Chance vertan, auf der Weltbühne eine Rolle zu spielen. Und sie wird auch nicht wieder kommen. Das sagt insbesondere wenig Gutes darüber aus, welchen Wert der Sport in der Gesellschaft hat und haben wird.

Dominanz des Fußballs

Die olympischen Athleten, die sich Tag für Tag an ihre Grenzen bewegen, um Höchstleistungen zu bringen, ohne auf ein großes Salär hoffen zu dürfen, werden nicht gewürdigt. Der Fußball wird noch dominanter. Ob ein Votum für die Fussie-EM erfolgreich sein würde? Man kann es fast vermuten. Es ist zum Heulen.

Natürlich gibt es Gegenargumente. Und viele, die für Olympia gebrüllt haben, tun es nur, weil sie sich Hoffnung machten, wirtschaftlich zu partizipieren. Auch die lokalen Medien warben vielleicht ein wenig zu penetrant mit Artikeln und Sonder-Ausgaben in Hülle und Fülle.

Aber Hamburg hätte eben die Chance gehabt, es besser zu machen, als die am Gigantismus gescheiterten Vorgänger. Die  Zeit für Veränderungen ist gekommen. Das war ja die Stärke der deutschen Bewerbung. Nun ist der Katzenjammer erst einmal groß. Der positiven Spirit, der die bisher darbende Hamburger Sport-Szene ergriff, wird verloren gehen. Aber hoffentlich verblassen in Deutschland nicht die Werte in Vergessenheit, für die der Olympische Sport wirklich steht. Sie könnten über die dunkle Zeit sehr gut hinweg helfen.

 

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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24 Kommentare zu „Olympia 2024: Die Welt wäre besser mit mehr olympischen Momenten“

  1. avatar Markus sagt:

    Das IOC ist eine der korruptesten Organisationen auf dieser Erde. Der Deutsche Segler Verband hat zum ersten mal eine Frau als Vizechef.

    Muss ich mehr sagen?

    Sportler wie Alexander Schlonski durften aus Funktionärsdünkel nicht bei Olympia im Laser antreten.

    Noch mehr?

    Es geht nicht um die Sportler, es geht nur um Politiker und korrupte und machtbesessene Funktionäre.

    Mehr?

    Die Welt wäre mit oder ohne Olympia die selbe, nicht besser, nicht schlechter

    Ich empfehle hier sehr das Buch meines alten Latein Lehrers:

    Die unheiligen Spiele. Das antike Olympia zwischen Legende und Wirklichkeit. Artemis & Winkler, Zürich 1991, ISBN 3-7608-1059-4

    Und nun eine demokratische Abstimmung als Rache des kleinen Manner zu verklären, nur weil trotz ausgefeilter und Millionenschwerer Medienkampagne die Wähler in freiem Willen, mit einer noch die dagewesenen Wahlbeteiligung, sich entschieden haben. Dies kommentiere ich besser nicht.

    Demokratie bedeutet ein Ergebnis zu akzeptieren, daß einem nicht gefällt.

    Hamburg ist das Tor der Welt, und wird weiter die Stadt bleiben die sie schon immer war. Auch ohne korrupte Spiele.

    Hamburg? Ich bin stolz auf dich!

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    • avatar Ulrich sagt:

      Ob du mehr sagen musst? Nö, allerdings könntest du mal sagen, was der IOC mit der ganzen Kohle anstellt. Wenn du es nicht kannst, dann kann ich es.

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      • avatar Kluchschieter sagt:

        Ulrich, dann mach mal!

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        • avatar Ulrich sagt:

          Es wird immer gerne so dargestellt, dass sich die reichen, fetten IOC-Säcke die ganze Olympia-Kohle selbst in die Tasche stecken. Auch hier kommt außer dem üblichen IOC-Gejammer nichts anderes rüber. Dabei profitiert der Sport sehr durch die Einnahmen. Der weitaus größte Teil wird an die nationalen olympischen Verbände und an andere Fachverbände ausgeschüttet. Hab ne Zahl von 90% im Kopf. Da es wohl kein Sportverband so wirklich Dicke hat – bis auf den DFB – ist der gesamte Sportbetrieb sehr von der Geldmaschine “Olympische Spiele” abhängig. Von mir aus können die da noch sehr viel mehr Geld rauspressen.

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  2. avatar Ulrich sagt:

    Wirklich zum heulen ist, dass wir nur noch „für“ oder „gegen“ etwas sein können.

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  3. avatar langalex sagt:

    Sorry, aber nach dem, was man so aus London gehört hat, überrascht mich das Votum überhaupt nicht, und ich hätte auch dagegen gestimmt. Das klang alles nach Riesen-Ausverkauf, IOC-Korruption und nach einem großen wirtschaftlichen Minus für den Austragungsort. Das klang nach Olympia für die Sponsoren, Konzerne wie Avocado Cola. Solange sich da nichts ändert (sprich im IOC), wird es schwer bleiben das den “einfachen Leuten” zu verkaufen.

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    • avatar Johnny Rotten sagt:

      London war mit 3 Mrd budgetiert, gekostet hat es das dreifache!

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  4. avatar Anwalt sagt:

    Die Kosten der Einwanderung wird auf 900 Milliarden EUR geschätzt.

    Unsere Polizei geht wegen Überbelastung durch 500.000 Überstunden “auf dem Zahnfleisch”.

    Es muss mit einem Zusammenbruch der EURO-Zone gerechnet werden.

    Der Berliner Großflughafen BER, Stuttgart21 sowie die Hamburger Elbphilharmonie zeigen uns, dass Grossprojekte in Deutschland aufgrund von Überregulierung nicht mehr durchführbar sind.

    Und dann gibt es Leute, die meinen, wir könrten weitermachen wie bisher, statt uns um dringendere Probleme zu kümmern. Da kann man wirklich nur den Kopf schütteln.

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  5. avatar alikatze sagt:

    Moin Carsten,
    Du hast mir da sehr aus dem Herzen gesprochen. Danke. Ein paar Gedanken hatte ich dazu schon in den Kommentaren des anderen Artikels heute hinterlassen.
    Einen Aspekt darf man nicht außer acht lassen – hast Du auch nicht. “Die Politiker” schaffen es bei vielen Themen nicht, auf die Sorgen des “kleinen Mannes” einzugehen. Diese Sorgen sind da und müssen ernst genommen werden. Nicht, weil sie vielleicht berechtigt sind, sondern weil es ein Zeichen des Respekts ist, in einem Gespräch dem Gegenüber zu lauschen. Das ein Politiker heute ein großes Sendungsbewusstsein haben muss und dabei kaum Zeit für das Zuhören hat, ist ein Thema. Dass der “kleine Mann” oder ihre selbsternannten Sprachrohre das Zuhören oft als Schwäche auslegt, ist dabei nicht hilfreich.
    Die eine Baustelle unserer Demokratie und allen damit verbundenen Phänomene, die wir aktuell beobachten können, ist die Baustelle in den meisten Beziehungen: Zuhören (und nicht nur, um etwas zu erwidern!) und den Gegenüber ernst nehmen. Die zweite sind “Werte” nicht zuletzt auch die, die im olympischen Zirkus unter die konsumbereiften Räder gekommen sind. Aber da kann jeder bei sich selbst anfangen, sich mal zuhören und auch sich selbst gegenüber ehrlich sein.
    Ich hätte mich sehr über Olympia in Hamburg gefreut und wäre gerne ein kleiner Teil von denen gewesen, die Freundschaft, Gastlichkeit und einen Sportsgeist feiern und teilen wollen. Ich bin traurig, kann den Gegnern aber nicht wirklich böse sein – weil sie keine wirklichen Gegner waren, sondern auch nur Menschen, die sich nicht verstanden fühlen.

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    • avatar Müller sagt:

      Nein, wer gegen eine Olympiabewerbung stimmt, ist NICHT automatisch ein sorgenvoller kleiner Angstbürger, der rückwärtsgewandt und unverstanden jegliche Entwicklung im Land verweigert! Und offensives Zuhören bis diese uneinsichtigen Menschen der gleichen Meinung sind hat nichts mit Zuhören zu tun!

      Vielleicht lesen Sie mal die Kommentare der Gegenseite (u.a. gleich hier, auf dieser Seite) durch: da stehen eine Menge belastbare Argumente auf denen man eine Diskussion fürhren könnte.
      Auf der anderen Seite lese ich im wesentlichen irgendwas von “vertaner Chance”, “toller Athmosphäre” und “man könnte es ja besser hin bekommen als in….”
      Man kann für oder gegen so eine Veranstaltung sein, oder irgendwas dazwischen. Wenn sich herausstellt, dass eine Mehrheit der direkt betroffenen nicht bereit ist, die Folgen dieser Großveranstaltung für die nächsten Jahzehnte zu tragen, sollte man das akzeptieren und sich besser mit den Inhalten beschäftigen als alle anderen in die Wutbürger-, Pegida-, “kleiner Mann” – Ecke zu stellen.

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      • avatar alikatze sagt:

        @Müller
        Vielen Dank für die Bestätigung meiner Aussage. Ich sprach nicht von “sorgenvollen kleinen Angstbürgern” sondern nutzte den Begriff “Kleiner Mann”, der letztendlich nur ein Gegenüber für “die Politiker” symbolisiert.
        Ich habe auch keinen in eine Ecke gestellt, ob Wutbürger oder Pegida (was die bei diesem Thema verloren haben, erschließ sich mir nicht). Und von rückwärtsgewand oder anderen Verweigerungshaltungen habe ich nicht auch nicht geschrieben.
        Ich habe vielmehr ein gewisses Verständnis für die Nein-Stimmenden geäußert. Ich möchte deren Entscheidung zu akzeptieren, ich muss sie aber nicht teilen und darf aber dennoch traurig darüber sein. Das wiederum muss auch die Gegenseite akzeptieren. Die Freude mit der sich hier und woanders manche laut ins Fäustchen lachen, zeigt eher, dass es ihnen nicht um Olympia ging, sondern eher um “denen da oben” mal eins auszuwischen.

        “Offensives Zuhören” kenne ich nicht. Mir ist auch nicht bekannt, wie man durch Zuhören die Meinung des Erzählenden ändern kann.

        Auf dieser Seite gibt es sehr wenig “belastbare Argumente” – viel weniger als bei den durchaus engagierten Leuten der Nolympia-Kampagne, die sich z. T. viel Mühe gmacht haben, Zahlen und Fakten zu liefern und die Polemik außen vor zu lassen. Ich habe auch bewusst keine “Argumente” für oder gegen genannt, sondern versucht, den eigentlichen Konflikt zu sehen.

        Also nochmals Danke @Müller, dass Sie uns ein gute Beispiel gegeben haben, was Zuhören nicht bedeutet.

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  6. avatar Mirko sagt:

    Lieber Carsten,
    oft triffst Du in Deinen Kommentaren meine Meinung. Hier nicht.
    Die Mehrheit hat sicher nicht einfach gegen irgendwas und schon gar nicht gegen die Sportler oder den olympischen Geist gestimmt. Aber berechtigtes Nicht-Vertrauen in die Institutionen Sportverbände und Politik, gepaart mit Unbehagen aufgrund der realen weiteren Herausforderungen waren doch eher die Beweggründe der Hamburger. Und die meisten derer würden sicherlich zustimmen, dass der olympische Geist Grenzen überwindet, zusammen führt, versöhnt etc. – aber auch neue Schulen, bezahlbare Unterkünfte, saubere Energiequellen, Integrationsbemühumgen etc. tragen dazu bei. Es ist der gesunde Menschenverstand der erkennt, dass der Hochleistungssport in Kombination mit kommerziell geprägtenGroßveranstaltungen an ungesunden Auswüchsen leidet – und hier bin ich echt erstaunt, dass die Sportler dieses Votum nicht als Aussage anerkennen: olympischer Sport – zu wenig Profiteure, zu viele Machenschaften, zu wenig Vorbild, zu intransparent.
    Ja, eine Niederlage für den Profisport. Und hoffentlich folgt in der Sportwelt eine selbstkritische Auseinandersetzung zu den Gründen der Niederlage.

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    • avatar Carsten Kemmling sagt:

      mirko, das mag ja alles sein. es gibt sicher genug rationale Argumente dagegen. das Problem für mich ist, dass es mit dem olympischen Sport ein Instrument gibt, von dem ich gedacht hatte, dass wir hamburger es besser hätten bedienen können als viele Vorgänger. wir hätten etwas farbe beisteuern können, wo zurzeit viele grautöne das bild bestimmen. dieser Bewerbung haben offenbar die Emotionen gefehlt. sie konnte nicht genug begeistern, um ungeklärte fragen erst einmal auszublenden. das müssen sich die macher wohl vorwerfen lassen.

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      • avatar Markus sagt:

        Moin Carsten!

        Ja zu Olympia, nein zum IOC!

        Alleine was unsere Regierung alles an Gesetzen ausser Kraft gesetzt, um dem IOC zu gafallen.

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  7. avatar Fastnetwinner sagt:

    Hallo Carsten,

    Du schreibst: Die Gründe für das gescheiterte Referendum mögen vielfältig sein. Flüchtlingskrise, FIFA-Korruption, Terroranschläge und der russische Doping-Skandal…”

    Die Wahrheit liegt bei allen, die ich kenne wo ganz anders: Wir und auch ich haben dagegen gestimmt, weil wir hanseatische Kaufleute sind und rechnen können. Mit dem Finanzierungskonzept hätte kein Sparkassendirektor der Welt die Sache durchgewunken. Und unser Bundesfinanzminister auch nicht. Und der Rechnungshof auch nicht. Manchmal sind die waren Gründe doch so einfach.

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    • avatar Anwalt sagt:

      Ich wusste gar nicht, dass nur “Hamburger Kaufleute” abstimmen durften 🙂

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      • avatar Fastnetwinner sagt:

        Sehr geehrter Anwalt,

        ich hoffe, Sie lesen Ihre Verträge nicht so schludrig, wie Sie meinen Kommentar gelesen haben. Ich schrieb ja nicht von allen, sondern nur “von allen, die ich kenne”. Das macht schon noch einen Unterscheid.

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        • avatar Anwalt sagt:

          Fastnetwinner, Sie schreiben von “Wahrheit” und den “wahren Gründen.”

          Die wahren Gründe ergeben sich jedoch nicht aus Ihrem und dem Abstimmungsverhalten der Ihnen bekannten Kaufleute.

          Ich schätze, dass 90% der Stimmen aus ganz anderen Gründen gegen das Olympia-Projekt abgegeben wurden:

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          • avatar Fastnetwinner sagt:

            Schon wieder nicht richtig gelesen: Ich schreibe von “Wahrheit …bei allen, die ich kenne”. Wie sollte ich denn über die Wahrheit von anderen schreiben, die ich nicht kenne. Das machte doch gar keinen Sinn 😉 Ausweislich der grünen Daumen haben das aber denke ich auch die meisten so verstanden.

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    • avatar alikatze sagt:

      @Fastnetwinner
      Vielleicht liegt da ein Unterschied zwischen Betriebs- und Volkswirtschaft 😉
      Unsere Hamburger und viele andere Kaufleute machen Ihre Sache schon gut und nach betriebswirtschaftlichen Gedanken sind die Kostenargumente nicht zu widerlegen.
      Bei – ich sach mal – kulturellen Veranstaltungen treffen diese Argumente ins Lehre, sonst dürfte man Museen, Theater, Schulen etc. nicht betreiben.

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      • avatar Fastnetwinner sagt:

        Der Betrieb von Schulen ist Kernbereich des Staates. Die betreibt man ja nicht im wirtschaftlichen Sinne. Bei Museen und Theatern ist die Lage in der Tat anders und gerne auch diskussionswürdig. Wieso machen z.B. die Rolling Stones Profit, und die kleinen Rock’n Roller im Publikum müssen dafür eine umsubventionierte Karte bezahlen. Und warum kann zeitgleich ein Hamburger Pfeffersack in die Oper gehen, und dieser Besuch wird vom Staat subventioniert, obwohl sich das der Hamburger Pfeffersack gleich dreimal leisten könnte. Dahinter steckt die Frage, was die Aufgabe des Staates ist. Und da gibt es Leute, die meinen ein Sportfest gehört dazu, und andere meinen ein Sportfest gehört nicht dazu. Wenn sich der Staat ein Sportfest leisten kann, dann kann er es ja machen, aber die Zahlen sprechen ja eine ganz andere Sprache.

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  8. avatar kleiner mann sagt:

    fck u. bau erstmal die elbphilharmonie fertig. und der spirit von berlin(36?39?) hat ja wohl was zur völkerverständigung beigetragent, oder?

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  9. avatar ein nichtHamburger und NichtKieler sagt:

    Sailors…. es ist wie es ist, so was ist Demokratie und die Mehrheit der Hamburger Bürger hat so entschieden und das ist zu akzeptieren !
    Vielleicht ist es auch alles gut so, denn wenn im November 2017 dann LA die Spiele 2024 bekommt, dann wäre die Bewerbung hier noch weitergegangen auch für 2028 und wir hätten dann bis zur Entscheidung dafür dann im November 2021 insgesamt noch 6 Jahre hier gehabt die viel Geld gekostet hätten und in denn sich auch viele Seilschaften und Netzwerke aufgebaut hätten die alle partizipieren wollen. Insofern ist es vielleicht ja auch nur ein frühes End mit Schrecken und alles gut so wie es ist…. weiss halt alles niemand..
    Wichtiger ist jetzt für das GER Team mit 2 Medaillien aus Rio heimzukommen und das die Sportart Segeln überhaupt mal olympisch bleibt.

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    • avatar Kluchschieter sagt:

      Ich würde mir vor allem wünschen das unsere Segelolympioniken GESUND aus Rio zurückkommen.
      Das scheint offensichtlich die grösste Herausforderung zu sein….

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