Pimp your Laser: Klassische Jolle mächtig in Fahrt

Laser auf Speed

Dass man auch klassische Jollen mit den Errungenschaften der neuesten Technik-Entwicklungen im Segelsport beschleunigen kann, ist längst klar. Aber so hat man einen Laser noch nicht gesehen.

Auch wenn ein Laser bei starkem Wind schon im Standard-Modus durchaus flott unterwegs sein kann – annähernd 20 Knoten wurden schon gemessen – sind schon viele Versuche gestartet worden, um die Plastik-Schüssel weiter zu beschleunigen.

So ist ein Foiling-Kit entwickelt worden, dass die Jolle bei starkem Wind aus dem Wasser heben kann.

Das sieht dann so aus:

Allerdings ist der Preis mit gut 4000 Euro eine hübsche Stange Geld für ein Foil-Vergnügen, dass dem modernen Tragflächen-Segeln doch nur bedingt nahe kommt. So hat sich dieses Upgrade bisher nicht gerade im großen Stil durchgesetzt.

Das Pimpen per Drachen mag dagegen schon näher liegen, da das Kitesurfen immer weitere Kreise zieht, und die großen Schirme immer effektiver werden. Das Prinzip, einen leichten Monohull auf Speed zu bringen, funktioniert. Das haben schon die Holländer mit ihrem Kite Tender gezeigt. Viel gehört hat man seitdem davon aber nicht mehr.

In den vergangenen Monaten wurde viel über den Laser diskutiert und in Erwägung gezogen, ihn durch neue Riggs zu beschleunigen. Ob das eine Möglichkeit wäre, den Olympiastatus zu behalten? Die Kitesurfer wissen ja auch noch nicht genau, wie sie ihre Mixed Disziplin für 2024 mit Leben füllen. Männlein und Weiblein gemeinsam auf einem Laser mit Drachen-Antrieb? 🙂 . Dieser Tage scheinen auch solche Überlegungen bei den oft schwer nachvollziehbaren World-Sailing-Entscheidungen längst nicht mehr unmöglich.

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

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