Pink Regatta in Kalifornien: Klamauk für einen guten Zweck

Körbchengröße 150 D

Bei der Pink Regatta vor Seattle mit gehisstem "Brazniker" © ariane paul

Bei der Pink Regatta vor Seattle mit gehisstem “Brazniker” © ariane paul

Nein, hier wird nicht Emma Watsons nächster Törnstart zelebriert. Und schon gar nicht Pamela Andersons Bikini gehisst. Es handelt sich lediglich um den eher entspannten Umgang einiger Kalifornier mit dem ziemlich ernsten Thema „Brustkrebs“. Oder anders formuliert: Man kann auch mit Klamauk „Gutes tun“.

Vor zwei Jahren beschloss der US-Amerikaner Thomas Watson (es sei nochmals unterstrichen: Emma hat mit alledem nichts zu tun!), seine Segelei unter so etwas wie ein Motto zu stellen. Er trainierte gerade während eines Sturms vor der Küste für eine Pazifik-Einhand-Überquerung, als er über Mobil-Telefon erfuhr, dass bei einer guten Freundin Brustkrebs diagnostiziert wurde.

Nach dem Schock wird gehandelt

Thomas nahm Kontakt mit American Cancer Society Kontakt auf (Slogan: Code Pink, fighting back against Breast Cancer) und bot an, in Zukunft für deren Aktivitäten zu sammeln. So weit, so schön.

Thomas Watson und Mitstreiterinnen bei der letzten Pink-Regatta © ariane paul

Thomas Watson und Mitstreiterinnen bei der letzten Pink-Regatta vor Seattle © ariane paul

Er strich sein Boot gemäß dem Slogan in Pink und begann, reichlich Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Er wurde – standesgemäß in Pink gekleidet  –  zu großen Überseeregatten als Deckshand geladen, segelte bei großen Einhand-Regatten erfolgreich mit (u.a. Transpac) und rief die Pink-Regatta ins Leben – eine Art Karneval-Jux-Veranstaltung zu Wasser, bei der es hauptsächlich darum geht, mit den Themen „Pink“ und „Brust“  möglichst kreativ umzugehen. Wider dem Bierernst…

Dabei geht es natürlich um Spenden: nach seiner letzten Pink-Regatta in Seattle überwies Thomas 38.000 $ an die Hilfsorganisation, was selbst in betuchten kalifornischen Seglerkreisen mit Respekt beachtet wurde.

In Pink um die Welt

Thomas ist überzeugt vom Potential seiner Aktivitäten, startet die Kampagne „Rund-um-die-Welt-Non-Stop-im-Pink-Boot“ und setzt sich zum Ziel, 1 Million US$ für die Krebskranken zu sammeln. Losgehen soll’s zwar erst in einem Jahr, doch schon jetzt hat er 6,68 % seines Spendenziels erreicht, wie seine Website aufweist. Und ganz nebenbei hat Thomas noch Rekordambitionen: Er will als erster Mensch auf seinem 60 Jahre alten 28-Fuss-Langkieler Pearson Treaton der erste Mensch sein, der in einem U30Fuss-Boot mit herkömmlichem Kiel nonstop um die Welt segelt.

Noch nicht genug? 2018 will Thomas am Velux 5 Oceans teilnehmen, um weltweit Aufmerksamkeit für seine Spendenaktion zu erregen. Und 2020 soll’s die Vendée Globe richten: Mit seiner Teilnahme beim größten Offshore-Rennen der Welt will er 10 Millionen $ sammeln.

Feiern bis zum Abwinken: Pink Regatta © ariane paul

Feiern bis zum Abwinken: Pink Regatta © ariane paul

Doch bis zum Start seiner ersten Weltumseglung in einem Jahr dürften noch einige Pink-Regatten auf dem Programm stehen: Offenbar kann er sich vor Anfragen aus Dutzenden Segelvereinen kaum retten!

Website Pink Boat

Spenden
http://blueocean.berlin/magicmarine-team-werden/

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