Premierenschiffe: Die Neuheiten der Saison 2020/21 im Überblick

Ein Hoch auf die Neuen

Trotz Pandemie lassen sich die Werften von der Entwicklung neuer Yachtmodelle nicht abhalten. Und das ist gut so!

Weil die letzte Segelsaison aufgrund der Lockdowns sehr spät anfing und diverse Messen ausfielen, sind eine ganze Reihe Premierenfeiern ausgefallen oder wurden unbemerkt vom breiten Publikum im engsten Mitarbeiter-Kreis abgehalten. Bei etlichen Newcomern rückten die Fertigstellungs-Termine außerdem deutlich nach hinten, weil Kurzarbeit und eingeschränkte Reise- und Transportwege eine pünktliche Auslieferung verhinderten. All diese Widrigkeiten haben die Werften nicht davon abgehalten, ihre neuen Modelle auf Jungfernfahrt zu schicken, doch viele Yachten haben nicht die Aufmerksamkeit bekommen, die ihnen normalerweise zuteil geworden wäre. Manche sind noch kurz vor Jahresschluss zu Wasser gelassen worden, um gleich danach wieder im Winterlager zu verschwinden.

Der folgende Überblick zeigt, welche Premierenschiffe es bereits in der 2020er-Saison geschafft haben, Segel zu setzen und welche im kommenden Sommer erstmals zu Wasser gelassen werden.

Noch im Bau

Dufour 470

Dufour 470 © Dufour Yachts

Eigentlich sollte die Premierenfeier der Dufour 470 im Januar auf der boot 2021 stattfinden. Da diese Messe aber in den April verschoben wurde und Dufour am Terminplan festhalten möchte, wird im kleineren Rahmen gefeiert. Nicht in Düsseldorf, sondern in La Rochelle. Für Januar und Februar sind erste Testfahrten im Heimatrevier geplant.

Das Interessante an der neuen Dufour ist ihre hohe Flexibilität in Bezug auf Ausstattung und Preisgestaltung. Es gibt drei Varianten, die für ganz unterschiedliche Käuferschichten konzipiert sind. In der Easy-Version empfiehlt sie sich für den Einsatz in Charterflotten. In diesem Fall ist die Ausrüstung auf das Notwendige reduziert und so gestaltet, dass die Bedienung der Segel möglichst einfach ablaufen kann.

Bei der Oceans-Version erhält man schon deutlich mehr Trimm-Möglichkeiten inklusive eines Gennaker-Pakets.

Regattasegler entscheiden sich für die Performance-Version. Hierbei ist die Garderobe optimiert und sind – wo erforderlich – Dyneema-Leinen eingezogen. Außerdem gehören hydraulischer Kicker und Achterstag zum Lieferumfang. Abhängig von der gewählten Zusatzausrüstung bewegt sich der Aufpreis in einer Höhe von 6.200 bis 55.000 Euro.

Konstruktion: Umberto Felci
Lüa: 14,85 m
Rumpflänge: 13,99 m
LWL: 13,55 m
Breite: 4,74 m
Tiefgang: 2,25 m
Verdrängung: 13,2 t
Ballast: 3,7 t
Wassertank: 530 l
Treibstofftank: 250 l
Motor: 60 PS
Groß: 57 m²
Genua: 50 m²
Preis Easy-Version: ab 241.650 Euro, exkl. MwSt.
Werft: www.dufour-yachts.com

Tricat 6.90

Tricat 6.90 © Tricat

Mit seinem leichten Gewicht von nur 720 Kilogramm und seiner geringen Breite von 2,45 Metern eignet sich der zusammenfaltbare Tricat 6.90 bestens für Revierhopping per PKW und Trailer. Seine bevorzugten Segelgebiete sind die seichten Gewässer, Tidenreviere und Küstenregionen, denn bei aufgeholten Schwertern reduziert sich sein Tiefgang von 1,20 Meter auf nur noch 30 Zentimeter. Um möglichst viele Interessenten für sich zu begeistern, wird der flexible Dreirümpfer in mehreren Ausführungen angeboten. In der minimalistisch anmutenden Standard Edition hat er, was für den reinen Segelspaß notwendig ist. Hier liegt der Fokus auf unkompliziertem Aufbau und schnellstmöglichen Einsatz: Im Nu ist er auseinandergefaltet, mit wenigen Handgriffen sind Mast und Segel gesetzt, und schon kann es losgehen.

In der Family Edition sind vier Kojen und eine kleine Pantry eingebaut und wird ein Elektrik-Set mitgeliefert, damit man auf kürzeren Törns auch mal übernachten kann.

Die Premium-Ausführung bietet noch mehr Fahrtenkomfort, darunter hochwertigere, dicke Matratzen, Kleiderschränke und einen Tisch.

Konstruktion: BE Tricat / Jack Michal
Länge: 6,90 m
Länge zusammengefaltet: 7,60 m
Breite: 4,60 m
Breite zusammengefaltet: 2,45 m (und damit straßentauglich)
Tiefgang: 0,30 bis 1,20 m
Gewicht: 720 kg
Motorisierung: 3,5 bis 6 PS
Groß: 19 m² Standard / 22 m² Sport
Fock: 9,7 m² Standard / 10,8 m² Sport
Gennaker: 24 m²
Spi: 34 m²
Preis: 43.720 Euro (Standard), 47.390 Euro (Family) und 52.995 Euro (Premium), exkl. MwSt.
Werft: www.trimaran-tricat.com

J/9

J/9 © J/Boats

Einfach und komfortabel, das sind die Schlagworte, mit denen sich der neue Daysailor von J/Boats am besten beschreiben lässt. Das Cockpit des 28-Füßers ist sehr lang und so gestaltet, dass es sich vier Personen auf den Bänken richtig bequem machen können, Füße hochgelegt und entspannt zurückgelehnt. Möglich wird das durch achtern hochgezogene Süllkanten, die alternativ zu den Kajütwänden als Rückstützen dienen. Noch hinter dem Cockpit und getrennt durch die quer gestellten Süllkanten, liegt eine feste Badeplattform.

Dass die J/9 aber nicht nur als Badeboot fungieren, sondern auch mit guter Performance überzeugen soll, lässt sich an ihren jollenähnlichen Rumpflinien ablesen und an ihrer recht großen Segelfläche von 42 Quadratmetern. Diese ist aufgeteilt in Groß und Selbstwendefock und von ihrer Beschlagsanordnung auf Solohandling abgestimmt. Da die Fock in den Manövern von selbst auf die andere Seite wechselt, braucht sich der Skipper nur noch um den Großsegeltrimm zu kümmern. Gesteuert wird per Pinne.

Wer nach dem Segeln nicht mehr nach Hause fahren möchte, kann an Bord übernachten. In der Kajüte gibt es Kojen für drei Personen. Die weitere Einrichtung umfasst eine kleine Navi-Ecke, eine Kühlbox, Staufächer und ein fest eingebautes Pump-WC.

Der Prototyp der J/9 wird im April vorgestellt. Das nächste verfügbare Boot kann im August ausgeliefert werden, allerdings in den USA. Wann der erster Daysailor nach Europa ausgeliefert wird, steht noch nicht fest. Wer sich jetzt schon ein Schiff bestellen möchte, muss zum Grundpreis von 115.00 Euro 25 Prozent Zoll addieren und kommt so auf einen Verkaufspreis von ca. 144.000 Euro, ohne Motor, Segel und Elektronik.

Konstruktion: R. Alan Johnstone
Lüa: 8,54 m
LWL: 7,75 m
Breite: 2,63 m
Tiefgang: 1,50 m / altern. 1,19 m
Verdrängung: 1.927 kg
Segelfläche am Wind: 42 m²
Preis: ab 115.000 Euro, ab USA und ohne Segel und Motor
Werft: www.jboats.com
Händler: www.mittelmannswerft.de

J /45

J /45 © J/Boats

Parallel zum Daysailor J/9 hat J/Boats eine attraktive Blauwasseryacht entwickelt. Sie ist 45 Fuß lang, hat einen modernen, aber keineswegs extremen Riss mit geradem Bug, festem Bugspriet, flacher Kajüte und moderaten Chines, die deutlich oberhalb der Wasserlinie ansetzen. Gedacht ist sie für Segler, die ausgewogene, aber durchaus leistungsstarke Segeleigenschaften zu schätzen wissen. Man darf davon ausgehen, dass sich die J/45 mit leichter Hand steuern lässt und bei Bedarf auch von einer kleinen Crew oder sogar allein zu handhaben ist. Dass die J/45 aber trotzdem agil bleibt, dafür sorgen die Rumpf- und Deck-Strukturen, die dank Compositbauweise geringes Gewicht mitbringen.

Für den Ausbau werden zwei Layouts angeboten mit zwei unterschiedlich gestalteten Achterschiffen. Wahlweise werden eine Kabine und eine große Backskiste oder zwei Kabinen eingebaut. Ansonsten hält man sich an Altbewährtes: Backbord neben dem Niedergang liegt die Pantry, gegenüber geht es ins Bad. Im Salon sitzt man sich an U- und Längsofas gegenüber. Letzteres läuft in eine Navi-Ecke aus, mit separatem Tisch. Das Vorschiff ist als Eigner-Suite angelegt, inklusive eigenem Bad und extra Sitzecke, die auch als Büro genutzt werden kann.

Baunummer eins befindet sich derzeit im Bau und wird voraussichtlich Ende April vom Stapel laufen. Gefertigt wird in Frankreich.

Konstruktion: J/Boats
Rumpflänge: 13,85 m
LWL: 12,56 m
Breite: 4,25 m
Tiefgang: 2,29 m
Verdrängung: 9,9 t
Ballast: 4,2 t
Segelfläche am Wind: 121 m²
Gennaker: 180 m²
Preis: ab 430.255 Euro, ohne Segel und ohne MwSt., ab Frankreich
Werft: www.jboats.com
Händler: www.mittelmannswerft.de

Schon unter Segeln

Oceanis 40.1

Oceanis 40.1 © Beneteau, Robin Christol

Seit 2017 erneuert die Bénéteau-Werft peu à peu ihre Oceanis Baureihe. Mit Hilfe von Marc Lombard, bekannt für die Entwicklung schneller Mono- und Multihulls, soll die Performance deutlich verbessert werden. Die Zauberworte heißen: Schmale, lange Wasserlinie, und Kimmkanten, die erst ein gutes Stück darüber ansetzen und bis in die Bugspitze hineinlaufen. Das Konzept geht auf. Wie schon die Oceanis 51.1, die 46.1 und die 30.1 überzeugt auch der neue 40-Füßer mit spürbar mehr Dynamik bei gleichzeitig größerem Raumkomfort.

Konstruktion: Marc Lombard
Design: NAUTA
Lüa: 12,87 m
Rumpflänge: 11,99 m
LWL: 11,70 m
Breite: 4,18 m
Tiefgang Standard: 2,17 m, altern. 1,68 m oder 2,27 m
Verdrängung: 8 t
Ballast: 2 t, altern. 2,2 t oder 2 t
Wassertank: 235 l
Treibstofftank: 195 l
Motor: 45 PS
Groß: 42 m²
Selbstwendefock: 27 m²
Rollgenua: 34 m²
Code 0: 62 m²
Preis: ab 170.400 Euro, exkl. MwSt.
Werft: www.beneteau.com

Bavaria C42

Bavaria C42 © Bavaria Yachts

Die ausgeprägten Kimmkanten sind das Markenzeichen der neuen Bavaria C-Linie, die in der 2020er Saison gleich zwei neue Modelle an den Start gebracht hat. Nach vielen Jahren, in denen Bavaria-Yachten eher konservativ anmuteten, macht die deutsche Werft jetzt deutlich, dass sie den Schwerpunkt wieder stärker auf gute Segeleigenschaften und modernes Outfit legt. Durch die markanten Chines wird einerseits für mehr Stabilität gesorgt, andererseits können die Kabinen größer angelegt werden; achtern aufgrund der Rumpfknicke, vorn wegen des V-Bugs. Dass die Bavaria C42, die bereits einige Monate vor ihrer kleineren Schwester Staplellauf feierte, durch gute Geschwindigkeitswerte auf sich aufmerksam macht, liegt an einer gelungenen Kombination aus langer Wasserlinie und hoher Segelfläche.

Konstruktion: Cossutti Yacht Design / Bavaria Yachts Design Team
Lüa: 12,38 m
Lüa mit Bugspriet: 12,90 m
Rumpflänge: 11,98 m
LWL: 11,27 m
Breite: 4,29 m
Tiefgang Standardkiel: 2,10 m; Flachgehender Kiel: 1,70 m
Verdrängung: 9,7 t
Ballast Standardkiel: 2,7 t
Groß: 54 m²
Genua: 47 m²
Code 0: 85 m²
Gennaker: 140 m²
Preis: ab 157.900 Euro, exkl. MwSt.
Werft: www.bavariayachts.com

Bavaria C38

Bavaria C38 © Bavaria Yachts

Bei der vier Fuß kleineren Bavaria C38 beträgt die Am-Wind-Garderobe stolze 81 Quadratmeter. Alternativ zum konventionellen Rigg mit Genua und Groß kann ein Rollmast bestellt werden – und dazu passend eine Selbstwendefock. Derart getakelt und ausgerüstet eignen sich die neuen C-Bavarias bestens für Chartertörns oder für kleine Zwei-Personen-Crews. Wer es sportlicher mag, entscheidet sich für die größere Segelfläche ohne Roll-Vorrichtungen und erhält im Gegenzug mehr Action.

Bezüglich des Interieur-Layouts hat der zukünftige Bavaria C38-Eigner die Wahl zwischen einer Zwei- oder einer Drei-Kabinen-Lösung, die entweder mit einer oder mit zwei Nasszellen komplettiert wird.

Konstruktion: Maurizio Cossutti / Bavaria Yachts Design Team
Lüa: 11,38 m
Rumpflänge: 10,99 m
LWL: 10,28 m
Tiefgang Standard: 2,05 m
Optionaler Flachkiel: 1,65 m
Verdrängung Standardkiel: 9 t
Verdrängung Flachkiel: 9,3 t
Ballast Standard: 2, 2 t
Ballast Flachkiel: 2,5 t
Wassertank: 210 l
Treibstofftank: 210 l
Motor Standard: 29 PS
Optionaler Motor: 40 PS
Groß Standard: 46 m²
Rollgroß: 43 m²
Selbstwendefock: 29 m²
Genua (109 %): 35 m²
Code 0: 70 m2
Gennaker: 130 m²
Preis: ab 128.900 Euro, exkl. MwSt.
Werft: www.bavariayachts.com

Pogo 44

Pogo 44 © JAKEZ

Superschick, sehr schnell und trotzdem fahrtentauglich. Cruiser Racer von Pogostructures fallen auf und gefallen. Das ist bei der neuen Pogo 44 nicht anders. Auch sie überzeugt durch eine gelungene Mischung aus Leistungsstärke, trendigen Linien, Wohnlichkeit und Flexibilität in Hinblick auf Tiefgang. Außerdem bietet sie ein extrem flaches Unterwasserschiff, das die in ihr steckende Energie unterstreicht. Ihre Sportlichkeit wird dadurch verdeutlicht, dass mit zwei Pinnen anstelle von zwei Rädern gesteuert wird. Zum Selbstverständnis aller Pogos gehört auch ein gut trimmbares Rigg mit großer Segelfläche, in diesem Fall gut erkennbar am Fathead-Groß und am vergleichsweise riesigen Vorsegeldreieck.

Die Einrichtung beinhaltet, was das Fahrtenseglerherz erfreut: Zwei Doppelkabinen mit Option für eine dritte, einen komfortablen Salon mit ausklappbarem Esstisch und Navi-Ecke, eine Pantry mit Doppelspüle, Herd und Kühlschrank und eine Nasszelle mit WC und Dusche.

Konstruktion: Finot-Conq
Lüa: 13,55 m
Rumpflänge: 12,80 m
Breite: 4,50 m
Tiefgang (Schwenkkiel): 1,38 bis 3,10 m
Verdrängung: 5,9 t
Motor: Volvo, 50 PS
Groß: 51 / 63 m²
Fock: 50 m²
Stagsegel: 20 / 30 m²
Gennaker: 150 / 165 m²
Preis: ab 271.715, ohne Segel und ohne MwSt.
Werft: www.pogostructures.com

Grand Soleil 44 Performance

Grand Soleil 44 Performance © Cantiere del Pardo, Carlo Borlenghi

Performance bedeutet in diesem Fall: Regattatauglichkeit in hoher Präferenz. Je nach gewählter Kiel-Version ist die Grand Soleil 44 startklar für den Einsatz auf IRC- oder ORC-Regatten. Soll sie vorrangig als Racer zum Einsatz kommen, wird ihr Deckslayout für eine vielköpfige Crew konfiguriert. Passend dazu gibt es eine optimierte Segelfläche und wird das Gesamtgewicht reduziert. Das erfolgt durch die Verarbeitung von Carbon und den Einsatz der Vakuuminfusionstechnik für die Rumpf- und Decklaminate.

Wer die GS 44 bevorzugt zum sportlichen Cruisen nutzen möchte, ist gut beraten, das leichter bedienbare Fahrten-Rigg zu bestellen und die Decksausrüstung darauf ab zu stimmen. Dann liegen die Winschen so weit achtern, dass sogar Einhand-Segeln möglich wird. Das Interieur ist in jedem Fall wohnlich gestaltet.

Konstruktion: Matteo Polli
Design: NAUTA und Grand Soleil Design Team
Lüa: 14,35 m
Rumpflänge: 13,40 m
Breite: 4,27 m
Tiefgang: 2,60 m, opt. 2,40 – 2,80 m
Verdrängung: 9 t
Ballast: 3 t
Wassertank: 300 l
Treibstofftank: 170 l
Motor: Volvo Penta mit 50 oder 60 PS
Groß: 59 m²
Genua: 53 m²
Gennaker: 170 m²
Preis: 319.000 Euro, exkl. MwSt.
Werft: www.cantieredelpardo.com
Händler: www.diamond-yachts.de

Elan GT6

Elan GT6 © Elan, Aljaz Hafner

Mit dem Studio F. A. Porsche und Humpreys Yacht Design haben sich zwei weltberühmte Kreativ-Büros zusammengetan, um ein unverwechselbares Schiff zu entwerfen, das moderne Stilrichtungen aufgreift und der slowenischen Werft eine wegweisende Ausrichtung ihrer GT-Baureihe aufzeigen soll. Das futuristisch anmutende Äußere wirkt dynamisch und kraftvoll, dafür sorgen die angeschrägten Rumpffenster, die scharfen Chines und der langgestreckte, flache Kajütaufbau. Seine Salonfenster greifen diese Schrägung auf und verleihen dem Schiff insgesamt eine kampflustige Attitüde.

Das Interieur wird von hellen Farben und puristischer Formgebung bestimmt, die Raum­aufteilung ist weitgehend klassisch. Achtern zwei Doppelkabinen, vorn der Eignerbereich mit En-Suite-Bad. Das zweite Bad liegt an Steuerbord neben dem Niedergang. Im Salon sitzt man sich an L- und Längssofas gegenüber, die Pantry liegt, wie man es heutzutage hin und wieder findet, zwischen Salon und Vorschiff. Im Alternativ-Ausbau wird auf die zweite Achterkabine verzichtet und stattdessen eine große Backskiste eingebaut.

Konstruktion: Humphreys
Design: Studio Porsche
Lüa: 15,20 m
Rumpflänge: 14,33 m
LWL: 13,49 m
Breite: 4,49 m
Tiefgang: 2,45 m / opt. 2,15 m
Verdrängung: 14,3 t
Ballast: 4,2 t
Wassertank: 500 l
Treibstofftank: 300 l
Motor: Yanmar mit 57 PS
Groß: 63 m2
Fock: 51 m2
Preis: 369.900 Euro, exkl. MwSt.
Werft: www.elan-yachts.com
Händler: www.blue-yachting.de

X 5.6

X 5.6 © X-Yachts, Mikkel Groth

Auf den ersten Segelbildern der X 5.6, die während der Jungfernfahrt im November 2020 entstanden, sieht man deutlich ihre Zugehörigkeit zur X-Range. Ihre Kimmkanten sind fein abgerundet, die Wasserline ist schmal gehalten, das Heck wirkt im Unterwasserbereich leicht eingezogen, und eine flache Kajüte schmiegt sich harmonisch ans Deck; mit einem kleinen Absatz, in den ein Frontfenster hineingearbeitet ist, das zusätzlich Licht in den Salon wirft. Zum Interieur lässt sich sagen: Es ist nordisch schlicht und X-typisch mit viel Holz gearbeitet, was einen gediegenen Gesamteindruck hinterlässt. Der aktuellen Mode folgend, wird die Möblierung mit hellen Wand- und Polsterfarben komplettiert.

Konstruktion: X-Yachts Design Team
Lüa: 17,25 m
Rumpflänge: 16,58 m
LWL: 14,94 m
Breite: 4,90 m
Tiefgang Standard: 2,90 m (opt. 2,50 und 3,30 m)
Verdrängung: 18,1 t
Ballast: 7,2 t
Wassertank: 600 l
Treibstofftank: 500 l
Motor: Yanmar mit 110 PS
Groß: 97 m²
Selbstwendefock (90 %): 60 m²
Gennaker: 256 m²
Preis: ab 921.900 Euro, exkl. MwSt.
Werft: www.x-yachts.com/de

ICE 52RS

ICE 52RS © ICE Yachts

Bei all ihren Modellen setzt die italienische ICE Yachts-Werft auf hochwertige Materialien und moderne Verarbeitungstechniken, denn in aller Regel sollen die Schiffe nicht nur komfortable Törns ermöglichen, sondern auch Regattasiege einfahren. Das gilt erst recht für die ICE 52 RS, deren DNA noch mehr auf Leistung gepolt ist als die ihrer Schwestern ohne den Namenzusatz R – wie Race.

Um das Gesamtgewicht konkurrenzfähig niedrig zu halten, werden Carbonfasern mit Epoxy-Harz unter Verwendung des Vakuum­infusionsverfahrens zu einem starken, aber leichten Sandwichlaminat verbunden. Als Distanzmaterial dient PVC-Schaum. Die sehr lange, sehr schlanke Kielfinne mit angehängter Bombe fällt ebenfalls leicht aus, so dass das Gesamtgewicht nicht mehr als 12 Tonnen beträgt. Für einen Cruiser Racer von über 15 Metern Länge, der es an Wohnkomfort mit reinen Fahrtenyachten aufnehmen kann, ist das ein erstaunlich niedriger Wert.

Lüa: 15,80 m
LWL: 14,84 m
Breite: 4,65 m
Tiefgang: 2,50 / alt. 2,80 m
Verdrängung: 12 t
Ballast: 5 t
Wassertank: 520 l
Treibstofftank: 350 l
Motor: Volvo Penta mit 75 PS
Groß: 94 m²
Genua (108 %): 69 m²
Gennaker: 310 m²
Preis: ab 640.000 Euro, exkl. MwSt.
Werft: www.iceyachts.it

a27

a27 © A-Yachts

Die a27 soll beides ermöglichen: Schnelles Regattasegeln und entspannte Ausflugstörns. Für ersteres sorgen das leichte Gewicht von 1,7 Tonnen und die große Segelfläche von 46 Quadratmetern, für letzteres die ausgeprägte U-Form des Rumpfes und der hohe Ballastanteil von 41 Prozent. Beides zusammen sorgt für eine besonders hohe Stabilität.
Ganz neu ist der Riss der a27 nicht mehr, seine Premiere feierte er schon 2019. Damals allerdings noch als b27, wobei das b für Brenta stand. Nachdem B-Yachts seine Tätigkeit eingestellt hatte, übernahm das neu gegründete österreichische Unternehmen A-Yachts die Vermarktung und Endfertigung. Die Laminierarbeiten erledigt die Oceantec-Werft in Slowenien.

Damit auch Übernachten möglich ist, erhält die a27 serienmäßig Kojensockel. Ausgelegt mit Polstern gewähren sie Schlafplätze für zwei Personen. Um den Hafen auch bei Flaute erreichen zu können, wird der schmucke Daysailer mit einem sieben kW Aquamot-E-Motor.

Konstruktion: Lorenzo Argento Yacht Design
Lüa: 8,18 m
Breite: 2,40 m
Tiefgang Standard: 1,75 m; Option: 1,50 m
Verdrängung: 1,7 t
Ballast: 750 kg
Groß: 31 m2
Fock: 15 m2
Gennaker: 62 m2
Preis: ab 98.500 Euro, exkl. MwSt.
Werft: www.a-yachts.info

Leopard 42

Leopard 42 © Leopard Catamarans

Die ersten Segeltests und Foto-Termine des Leopard 42 haben bei sehr rauen Bedingungen stattgefunden. 40 Knoten Wind fegten über die Bucht von Kapstadt, während der Kat seine erste Probeschläge absolvierte. Für raue Bedingungen sind Leopards gemacht, sie sollen sicher segeln, strapazierfähig sein und sowohl Blauwassertörns als auch Schönwetter-Trips ermöglichen. Kein Wunder, dass sie gern für den Charterbetrieb eingesetzt werden. Doch zunehmend werden sie auch für den Privatgebrauch gekauft.

Komfort kommt daher nicht zu kurz. Es gibt jede Menge Sitzgelegenheiten an und unter Deck, auf dem Bimini-Dach, im komfortablen Salon oder im überdachten Achter-Cockpit. Hier ist eine großzügig dimensionierte Sitzgruppe aufgebaut, die Platz für sechs bis zu acht Personen bereithält.

Je nach Ausbau-Version sind drei oder vier Kabinen mit sechs bzw. acht Kojen untergebracht. Beim Drei-Kabinen-Layout wird der komplette Steuerbordschwimmer als Eigner-Suite ausgebaut. Zur Schlafkabine gesellen sich dann ein Arbeits- / Fernsehbereich.

Konstruktion: Simonis/Voogd und Robertson & Caine
Lüa: 12.67 m
LWL: 12,44 m
Breite: 7,04 m
Tiefgang: 1,40 m
Verdrängung: 12,5 t
Wassertank: 660 l
Treibstofftank: 600 l
Motor: 2 x 45 PS
Groß Standard: 67 m²
Groß mit opt. Squaretop: 70 m²
Genua: 46 m²
Code 0: 63 m²
Preis: ab 389.000 Euro, exkl. MwSt. (im Drei-Kabinen-Ausbau)
Werft: www.leopardcatamarans.de

Hallberg Rassy 50

Hallberg Rassy 50 © Hallberg Rassy, Ludovic FRUCHAUD IMACIS

Dieses Modell unterscheidet sich deutlich von seinem Vorgänger. Es hat einen steilen Steven mit festem Bugspriet, wird im Heck nur wenig schmaler als in der Schiffsmitte und ist mit zwei Steuerständen mit Doppelruder ausgestattet. Das wirklich Besondere aber ist sein Rigg. Erstmals präsentiert eine Hallberg Rassy einen Carbon-Mast, in den sich das Großsegel hineinrollen lässt. Er stammt aus dem Hause Seldén und trägt eine Garderobe von Elvström Sails. Bei Modellen über 50 Fuß ist ein Rollmast inzwischen die meistbestellte Rigg-Konfiguration. Die Erklärung ist einfach: Das Setzen und Bergen wird spürbar einfacher, zumal man das Hauptsegel mittels E-Winsch ein- und auskurbeln kann. Zum Komfort gehören aber auch Sicherheit, die durch das Mittel-Cockpit gegeben ist, und Wohnlichkeit. Wie es sich für Center-Cockpit-Yachten empfiehlt, ist das gesamte Achterschiff dem Eigner vorbehalten, inklusive Schlafraum, separatem Bad und extra Sitzecken. Ein zweiter großzügiger Wohnbereich befindet sich im Vorschiff, ebenfalls mit eigener Nasszelle. Gäste können die mittschiffs aufgebaute Doppelkabine nutzen.

Konstruktion: Germán Frers
Lüa: 16,34 m
Rumpflänge: 15,23 m
LWL: 14,80 m
Breite: 5,00 m
Tiefgang: 2,35 m
Verdrängung: 21 t
Ballast: 7,4 t
Wassertank: 940 l
Treibstofftank: 1000 l
Motor: Yanmar mit 110 PS
Segelfläche am Wind: 132 m²
Mit Genua: 150 m²
Preis: ab 1.192.440 Euro exkl. MwSt. mit Alu- Mast, der Aufpreis für das Carbon-Rigg beträgt ca. 109.000 Euro, (Stand 15. Dezember 2020)
Werft: www.hallberg-rassy.com

Sailart 18

Sailart 18 © Sailart

Modern, leistungsstark und trotzdem einfach zu handeln. Die Sailart 18 bietet beides. Dank superleichtem Gewicht von nur 490 Kilogramm und großer Segelfläche von 20 Quadratmetern schafft es der attraktive Flitzer spielend, ins Gleiten zu kommen. Der Spaßfaktor ist hoch, auch, weil alle Trimm-Vorrichtungen leicht zu bedienen sind. Noch erstaunlicher ist es, dass man an Bord sogar übernachten kann. Auf dem nur 5,30 Meter langen Boot ist eine flache Kajüte untergebracht, die eine Doppelkoje beherbergt.
Dank ihres Schwenkkiels und des aufholbaren Ruderblatts lässt sich die Sailart 18 problemlos trailern und slippen. Bei Manövern im Hafen kann der Torqeedo-Motor unterstützen. Die achtere Backskiste ist so bemessen, dass er bei Nichtgebrauch darin gestaut werden kann.

Wie alle Sailarts wird auch die jüngste aus der Baureihe komplett segelfertig ausgeliefert und mit hochwertigen Beschlägen ausgerüstet.

Konstruktion: Sailart
Lüa (inkl. Bugspriet): 6,10 m
Rumpflänge: 5,30 m
Breite: 2,30 m
Tiefgang (Schwenkkiel): 0,25 – 1,30 m
Gewicht: 490 kg
Kiel: 120 kg
Genua (Rollanlage): 6 m²
Groß: 14 m²
Gennaker: 25 m²
Code 0: 20 m²
Zuglast inkl. Trailer: 750 kg
Preis: 19.244 Euro, exkl. MwSt.
Werft: www.sailart.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

vier + 13 =